Arucas

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Gemeinde Arucas
Blick auf Arucas von Montaña de Arucas
Blick auf Arucas von Montaña de Arucas
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Arucas
Arucas (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Gran Canaria
Koordinaten 28° 7′ N, 15° 31′ W28.116666666667-15.516666666667240Koordinaten: 28° 7′ N, 15° 31′ W
Höhe: 240 msnm
Fläche: 33,01 km²
Einwohner: 36.852 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.116,39 Einw./km²
Postleitzahl: E–35401 bis E–35405
E–35407
E–35409 bis E–35419
Gemeindenummer (INE): 35006 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Ángel Victor Torres (PSOE) (Stand 2011)
Adresse der Gemeindeverwaltung: C/ Alcalde Suarez Franchy, 11
35400 - Arucas
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
GC Arucas.png

Arucas ist die viertgrößte Gemeinde auf der Kanarischen Insel Gran Canaria. Arucas hat 36.852 Einwohner (1. Januar 2013) auf einer Fläche von 33,01 km².

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Arucas leitet sich wahrscheinlich von der prähispanischen Bezeichnung Arehucas oder Arehuc ab.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor der Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Spanier war der Arucas ein Zentrum altkanarischen Lebens. Während der Eroberungskämpfe wurde der Ort 1478 weitgehend zerstört. 1481 n.Chr. wurde bei der Schlacht von Arucas der altkanarische König Doramas bei einem Zweikampf gegen den spanischen Heerführer Pedro de Vera getötet. Bald danach kam es zu einer Neugründung der Ansiedlung mit vorwiegend spanischen Siedlern.

Entscheidende Impulse für die Entwicklung waren zunächst die Einnahmen aus der Herstellung und Vermarktung des roten Farbstoffs der Cochenilleschildlaus. Zuckerrohranbau wurde in großem Umfang bis ca. 1920 betrieben. Mit dem Aufstieg der karibischen Zuckerrohrplantagen verlegte man sich vermehrt auf den Anbau von Bananen, dies war bis ca 1970 eine der wichtigsten örtlichen Einnahmequellen. Inzwischen ist die Bananenanbaufläche um mehr als die Hälfte geschrumpft. Heute baut man vermehrt Gemüse, Früchte und Blumen an. [2]

Geographie[Bearbeiten]

Arucas liegt westlich von Las Palmas de Gran Canaria. Nachbargemeinden sind Firgas und Moya im Westen und Teror im Südwesten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche San Juan Bautista
Parque Municipal de Arucas
  • Kirche San Juan Bautista: Wahrzeichen und eine der Hauptattraktionen der Stadt ist die aus dunklem Basaltstein erbaute Kirche San Juan Bautista (Johannes der Täufer). Sie wurde von 1909 bis 1917 von dem Katalanischen Architekten Manuel Vega y March, im neugotischen Stil erbaut und wird oft fälschlich als Kathedrale bezeichnet, obgleich es das notwendige Kriterium "Bischofskirche" nicht erfüllt. Das Baumaterial, der dunkle Aruca-Basalt (sehr langsam erkaltete Lava), ist sehr witterungsbeständig und wird noch von einigen Steinmetzen der Stadt verwendet und in örtlichen Steinbrüchen (canterías) gebrochen.
  • Rumfabrik (Destilería Arehucas): Weithin bekannt ist auch die Rumfabrik (Destilería Arehucas) an der Straße Richtung Firgas. Besucher können sich in dem angegliederten Rummuseum (Museo de Ron) über Produktion und Lagerung informieren (Führungen). Einige ausgestellte Eichenfässer tragen die Autogramme berühmter Besucher, wie u. a. des spanischen Königs, Plácido Domingos, Julio Iglesias´, Anatoli Karpows, Willy Brandts und Walter Scheels. Die Fabrik produziert auch interessante Rum-Mixturen wie Bananenrum oder "Honigrum". Zuckerrohr wird allerdings nur noch in geringen Mengen hier angebaut, sondern kommt aus Spanien oder Übersee.
  • Stadtpark (Parque Municipal): der Stadtpark ist, mit vielen kanarisch-endemischen und exotischen Pflanzen und Bäumen, eine weitere Attraktion des Ortes.
  • Stadtmuseum: das kleine Stadtmuseum am Eingang des Stadtparks informiert über die Geschichte von Arucas.
  • Kegelberg "Montaña de Arucas:" vom nahen, vulkanischen Kegelberg "Montaña de Arucas" mit Restaurant hat man einen großartigen Blick bis nach Las Palmas.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Bevölkerungsdichte
1991 26.974 -
1996 29.179 -
2001 32.466 983,8 Ew./km²
2003 33.419 1013,3 Ew./km²
2005 34.245 1037,4 Ew./km²
2007 35.280 1068,8 Ew./km²
2008 35.542 1076,7 Ew./km²
2009 36.259 1098,42 Ew./km²
2010 36.745 1113,15 Ew./km²

Quellen[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. a b Gemeinde Arucas; in Gran Canaria Olé; Ausgabe 37; Januar 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arucas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien