Aubergenville

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Aubergenville
Wappen von Aubergenville
Aubergenville (Frankreich)
Aubergenville
Region Île-de-France
Département Yvelines
Arrondissement Mantes-la-Jolie
Kanton Aubergenville
Koordinaten 48° 57′ N, 1° 51′ O48.9583333333331.85556Koordinaten: 48° 57′ N, 1° 51′ O
Höhe 17–142 m
Fläche 8,83 km²
Einwohner 11.867 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.344 Einw./km²
Postleitzahl 78410
INSEE-Code
Website http://www.ville-guyancourt.fr/

Aubergenville ist eine französische Gemeinde mit 11.867 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Departement Yvelines in der Region Île-de-France, gelegen an der Seine, 41 km westlich von Paris und 13 km östlich von Mantes-la-Jolie. Es ist Hauptort des Kantons Aubergenville.

Die Bewohner werden Aubergenvillois und Aubergenvilloises genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Aubergenville erstreckt sich südlich der Seine. Die umliegenden Gemeinden sind Flins-sur-Seine im Osten, Épône und Nezel im Westen sowie Aulnay-sur-Mauldre und Bazemont im Süden. Im Norden liegt die Gemeinde Juziers.

Das Zentrum von Aubergenville liegt an einem Hang, es besteht aus dem alten Dorf, einer sich anschließenden zone d'aménagement concerté - ZAC (eine staatlich geförderte Entwicklungszone) und einem Stadtteil aus den 1970er Jahren um das ehemalige Schloss Acosta mit einem großen Bestand an öffentlichem Wohnungsbau.

Im Stadtgebiet um die Seine befindet sich der Bahnhof, verschiedene Geschäftsbereiche mit dem Einkaufszentrum Family Village, einem Erlebnisbad (Die Bäder von der Seine und Mauldre, eröffnet im Juni 2009) und die Gartenstadt von Élisabethville.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Montgardé

Die Gründung der Stadt Aubergenville erfolgte im 11. Jahrhundert. Es war damals ein Schloss im Lehen des Pierre d’Aubergenville.[1]

Es gab drei Burgen in der Gemeinde:

  • Heute ist noch das Schloss Montgardé erhalten, es liegt auf der Anhöhe von Nezel mit Blick auf den Fluss Mauldre.[2]
  • Das Château de la Garenne, das im Seine-Tal lag, wurde zerstört, um Platz für den Bau der Autofabrik der Firma Renault im Jahr 1952 zu schaffen.
  • Das Schloss Acosta in der Nähe des Ortskerns wurde im Jahr 1965 für Errichtung neuer Wohnanlagen abgetragen.

1843 wurde der Bahnhof auf der Strecke Paris–Rouen gebaut.

Deutliche Impulse für die Entwicklung der Stadt kamen ab dem Jahr 1952 nach der Errichtung einer Fabrikationsanlage der Firma Renault.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Renaultwerk
  • Automobilbau Firma Renault: in dem Werk im Stadtteil Flins-sur-Seine werden die Fahrzeugtypen Twingo I, Clio III gefertigt[4]
  • Family Village[5]
  • Landwirtschaft: Gartenbau im Tal, große Getreideanbauflächen auf der Hochebene

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der französischen Nationalstraße Route N 13 und der Normandie-Autobahn A 13, sowie an der Bahnlinie Paris–Rouen und der Seine als Wasserstraße.

Kultur[Bearbeiten]

Die Stadt beteiligt sich am französischen Gartenbauwettbewerb Concours des villes et villages fleuris und wurde 2005 erstmals mit einem Preis ausgezeichnet.[6]

Bauwerke[Bearbeiten]

Blumenpracht in Aubergenville
  • Kirche von St. Ouen in der Mitte der Altstadt, erbaut im 12. Jahrhundert. Der massive quadratische Turm wurde im 14. Jahrhundert ergänzt. Die Kirche wurde 1766 mit Schiefer eingedeckt.[7]
  • Die Kirche der heiligen Teresa von Jesus befindet sich Élisabethville, sie wurde 1927 nach Plänen des Architekten Paul Tournon errichtet. Sie ist nach dem Vorbild Unserer Lieben Frau von Raincy, eine der ersten Kirchen in Beton in Frankreich, gebaut. Die Skulpturen an der Fassade wurden aus Beton fertigt, sie sind das Werk des Bildhauers Carlo Sarrabezolles. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.[8]
  • Dolmen von La Noue de Bie.
  • Schloss Montgardé aus dem 18.Jahrhundert
  • Evangelische Kirche in der Ortschaft Vaux-les-Huguenots.

Filme[Bearbeiten]

Filme gedreht in Aubergenville:

  • 1972: Elle court elle court la banlieue [9]
  • 2006: Dans ma bulle

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Aubergenville unterhält Partnerschaften mit

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bardy, M., La grande histoire des Yvelines, Édijac, Pontoise, 1989, S.16
  2. Eckart-Bäcker, U., Frankreichs Musik zwischen Romantik und Moderne, Bosse, 1965
  3. Weißbäcker, A., Verschwisterungsgeschichten: Dieburg – Aubergenville 1975–2005 ; Aubergenville – Dieburg 30 ans, Dieburg, 2005
  4. Loubet, J-L, Renault: histoire d'une entreprise, Boulogne Billancourt, 2000
  5. Homepage des Zentrums
  6. http://web.archive.org/web/20060509100419/http://www.villes-et-villages-fleuris.com/leconcours/palmares-2005.pdf Broschüre zum Wettbewerb 2005
  7. Perkins, The cathedrals of Normandy, Methuen, 1935
  8. http://sarrabezolles.chez-alice.fr aufgerufen am 9. Januar 2010
  9. Beschreibung in der Internationalen Filmdatenbank
  10. 20 ans de jumelage Dieburg-Aubergenville: 1975-1995, Stadtverwaltung Aubergenville, 1995

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aubergenville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien