Renault Clio

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Renault Clio
Produktionszeitraum: seit 1990
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Vorgängermodell: Renault 5
Nachfolgemodell: keines
Clio-Emblem

Der Renault Clio, nach der Muse der Geschichtsschreibung in der griechischen Mythologie benannt, ist ein Kleinwagen des französischen Automobilherstellers Renault, der als Drei- und Fünftürer erhältlich ist. Seit Anfang 2008 wird auch ein Kombi angeboten.

Die erste Generation des Clio (Typ 57) löste Mitte 1990 die zweite Generation des Renault 5 ab. Der Clio der mittlerweile vierten Generation (Typ X98) wird seit dem 10. November 2012 angeboten.

Die seit Mitte 1999 erhältliche Stufenheckversion des Clio trägt die Bezeichnung Renault Thalia oder (bis zur zweiten Generation) Renault Clio Symbol und erfreut sich vor allem in Osteuropa großer Beliebtheit.

In Mexiko trug die dritte Generation auch den Namen Renault Euro Clio. Die ältere Version wurde im asiatischen Raum entsprechend in Renault Clio Classic umbenannt und wird weiterhin parallel zur aktuellen Generation produziert. Aber auch als Renault Clio Campus, Renault Clio Grande oder Renault Clio Storia wurde die zweite Generation montiert. In Asien, Süd- und Zentralamerika wird die aktuelle Modellgeneration auch als Nissan Platina angeboten. Der Symbol dagegen hat sich mittlerweile zu einem eigenständigen Modell entwickelt.

Der Begriff „Phase” verweist bei Renault-Modellen auf die jeweiligen Facelifts der entsprechenden Modellreihe. So handelt es sich beispielsweise beim Clio II Phase II um ein Modell der 2. Generation mit dem 1. Facelift.

Clio I (Typ 57, 1990–1998)[Bearbeiten]

1. Generation
Renault Clio (1990–1994)

Renault Clio (1990–1994)

Produktionszeitraum: 1990–1998
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,1–2,0 Liter
(35–110 kW)
Dieselmotor:
1,9 Liter (47 kW)
Länge: 3700 mm
Breite: 1610–1640 (16V) mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2470 mm
Leergewicht: 855–980 kg

Der Clio (Typ 57) wurde von Juni 1990 bis August 1998 gebaut. Die Modellreihe durchlief zwei Überarbeitungen und unterteilt sich daher in drei Bauphasen.

Die ersten geringen Modifikationen erfolgten im März 1994. Die Stoßfänger waren nun in Wagenfarbe lackiert (vorher nur bei bestimmten Modellen). Geändert wurden auch die Heckleuchten und die Außenspiegel.

Die optisch auffälligste Überarbeitung war das Facelift gegen Ende 1996 mit veränderten Frontscheinwerfern und einer serienmäßigen dritten Bremsleuchte.

Ausstattungen[Bearbeiten]

RL-Ausstattung

Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeiten und Wisch-/Wasch-Tippkontakt; Ablagefach in der Fahrertür; verstellbare Kopfstützen; höhenverstellbare Sicherheitsgurte vorn, Gurtschlösser in den Sitzen integriert; umklappbare Rücksitzbank; vollständig verkleidete A-, B- und C-Säulen; serienmäßige Verkabelung für nachträglichen Radioeinbau; heizbare Heckscheibe; mit und ohne Verschleißanzeige für die vorderen Scheibenbremsbeläge.

RN-Ausstattung

Heckscheibenwischer und -wascher; Zeigeruhr; Aschenbecher hinten; Make-up-Spiegel auf Fahrerseite; Radioabdeckung; beleuchteter und verkleideter Kofferraum; Türverkleidung mit Stoffeinsatz; Handschuhfach mit Verschluss.

RT-Ausstattung (zusätzlich zu RN)

Zentralverriegelung mit Infrarot-Fernbedienung; elektrische Fensterheber vorn; Velours-Polsterung; Automatikgurte hinten; Ölstandanzeige im Armaturenbrett; regelbare Armaturenbeleuchtung; Lesespot; ausstellbare hintere Seitenfenster (Zweitürer); Warmluftdüsen zum Fondabteil. In Phase 2 mit verlängertem Armaturenbrett, unter dem sich ein Ablagefach und die Uhr befinden. Am alten Platz der Uhr befindet sich jetzt ein kleines Münzfach.

Clio 16V

Anfang 1991 erschienene Top-Version. Stoßfänger in Wagenfarbe mit integriertem Spoiler; verbreiterte vordere Kotflügel aus einem neuartigen flexiblen Verbundwerkstoff (2 mm starkes Noryl). Bei einem Aufprall unter 15 km/h nehmen die Kotflügel wieder ihre ursprüngliche Form ein. Auch die hintere Seitenpartie wurde mit einer Verbreiterung versehen. Die Radhäuser sind mit breiten Seitenschwellern verbunden. Über der Heckscheibe befand sich ein Dachspoiler. Die leicht gewölbte Motorhaube war zusätzlich mit einer Lufthutze zur Wärmeableitung vom Auslasskrümmer versehen. Innen verfügte der Clio 16V über Sportsitze, auf Wunsch in Leder. Schalthebel und Dreispeichen-Lenkrad mit Lederbezug, modifiziertes Armaturenbrett mit vergrößertem Blendschutz und darin integrierten Zusatzinstrumenten (Öltemperatur, Öldruck, Ölstand).

Weitere Ausstattungsvarianten
  • Prima (Grundausstattung ohne Extras – als günstige Einstiegsvariante angeboten)
  • Graffiti (Mit Kassettenradio, Sonnendach und bunten Sitzen – nur in blau, rosarot, weiß und schwarz erhältlich)
  • Campus (Einsteigermodell ähnlich dem Renault 5 Campus und dem Clio Prima)
  • Baccara (Phase 1/2) / Initiale (Phase 3) (Luxus-Version mit Lederausstattung, Chrom-Türöffnern, Klimaanlage, speziellen 14"-Leichtmetallfelgen, Wurzelholzdekor)
  • Caribe, Chiemsee, Fidji, Grand Prix, Limited, Maxi, Mexx, Oasis, RTi, RSi, Williams

Es gab weiterhin noch von etwa 1992 bis 1996 Cabrio-Umbausätze für dieses Fahrzeug, die durch den offiziellen Renault Haustuner Elia-AG vertrieben wurden. Ein direktes Cabrio gab es offiziell nur als fahrbare Studie, ein Einzelstück also, das soweit bekannt ist, bei Renault Frankreich ausgestellt ist. Alle anderen Clio-Cabrios sind definitiv Umbauten. Oft wurden für diese Umbauten niedrige (dreitürige) Modelle verwendet, da die Clios zu dieser Zeit noch recht jung waren. Oft waren die Varianten RL, RN, Prima, Graffiti oder Campus die Basis für diese Umbauten, andere Ausstattungen sind sehr selten.

Diese Umbauten sind allgemein bekannt und berüchtigt für eine etwas komplizierte Handhabung und eine gewisse Undichtigkeit. Das Planendach ist quasi ein Regenschutz und kein vollwertiges Dach. Hierbei gibt es zwei Variationen: Beim älteren Kit wird das Dach über Druckknöpfe an der Seitenwand gehalten, beim jüngeren Kit wird das Dach per Befestigungsbügel an die Seitenwand gepresst.

In Deutschland wurden von ELIA rund 500 Umbausätze ausgeliefert. Wieviele Fahrzeuge tatsächlich umgebaut wurde ist nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt wieviele Cabrio-Umbaute noch auf der Strasse unterwegs sind.

Technische Daten[Bearbeiten]

Sondermodelle[Bearbeiten]

Clio II (Typ B, 1998–2012)[Bearbeiten]

2. Generation
Renault Clio (1998–2001)

Renault Clio (1998–2001)

Produktionszeitraum: 1998–2012
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–3,0 Liter
(43–187 kW)
Dieselmotor:
1,5–1,9 Liter
(48–74 kW)
Länge: 3821 mm
Breite: 1639 mm
Höhe: 1417 mm
Radstand: 2472 mm
Leergewicht: 915–1400 kg

Im August 1998 wurde die zweite Generation des Clio eingeführt, der intern Clio B genannt wird.

Heckansicht

Ab Ende 1999 war der erste Renault Clio Sport mit einem 2.0-l-16V-Motor und 169 PS erhältlich. Damit setzte Renault die lange Tradition sportlicher Kleinwagen wie dem R5 Turbo (Backenturbo) oder dem Renault Clio Williams (Clio Typ 57) fort.

Auch hier wurde die Generation durch mehrere Überarbeitungen in fünf Phasen unterteilt. Im Juni 2001 erfolgte das erste Facelift (Clio B Phase IIgenannt), das vor allem an den dynamischer gestalteten Frontscheinwerfern, neuen Rückleuchten und einer hochwertigeren Innenausstattung erkennbar war.

Bei einer erneuten Aufwertung im Herbst 2003 zur Phase III blieben die optischen Veränderungen vergleichsweise unauffällig. Die Baureihe wurde optisch überarbeitet, um neue Ausstattungsvarianten, einen stärkeren Dieselmotor und motorenmäßig überarbeiteten Renault Clio Sport (2.0 16V, 179 PS) ergänzt.

Der Clio B war in verschiedenen Varianten verfügbar, unter anderem auch als Kompaktsportwagen mit 187 kW (V6-Zylinder-Mittelmotor), Heckantrieb und 6-Gang-Getriebe – mit der Bezeichnung Clio V6 24V.

Auch nach Einführung der dritten Generation im September 2005 war der Clio B als Sondermodell Campus weiterhin erhältlich. In Österreich wurde er unter dem Namen „Storia” vertrieben.

Im September 2006 erhielt diese auf Phase III basierende Version ein Facelift (Phase IV). Unter anderem wurde die hintere Kennzeichenhalterung von der Heckklappe in den Stoßfänger versetzt. Der Clio Campus wurde parallel zum aktuellen Twingo II in den Renault-Werken Novo mesto in Slowenien und Flins in Frankreich produziert.

Im Frühjahr 2009 gab es ein weiteres Facelift (Phase V) mit neu gestalteter Frontpartie, geänderten Ausstattungsvarianten und drei Motoren mit 43, 55 (1.2, Ottomotor) und 47 kW (1.5 dCi Turbodiesel).

Mit Erscheinen der vierten Generation wurde die Produktion nach 14 Jahren und über fünf Millionen produzierten Fahrzeugen im Herbst 2012 eingestellt.

Ausstattungen[Bearbeiten]

  • Authentique (Grundausstattung)
  • Expression (gehobene Grundausstattung)
  • Privilège (helle, gehobene Ausstattung)
  • Dynamique (dunkle, gehobene, sportliche Ausstattung, meist mit Aluzierteilen)
  • Initiale Paris (graue Lederausstattung mit Velourseinsätzen, Licht-, Klima- und Scheibenwischerautomatik, Xenonlicht etc.)
  • Sport (nur in Verbindung mit dem 2.0 16V; Sportsitze mit Teilleder/Alcantara, erste Modelle mit Motorhaube aus Aluminium, Licht-, Klima- und Scheibenwischerautomatik, Xenonlicht etc.)
  • Zusätze: Comfort-Paket (elektr. Fensterheber etc.) oder Luxe-Paket (Klimaautomatik, Lichtautomatik, etc. möglich)
  • Extreme (Authentique+ Polsterstoff „Grey-Blue“, Bordcomputer, Außenspiegel in Wagenfarbe, Sportsitze und Lederlenkrad, Stoßfänger vorn „Sport“ mit Nebelscheinwerfer)
  • Tech Run (Dynamique+ Polsterstoff „Grey-Blue“, Bordcomputer, manuelle Klimaanlage, Radio mit CD, Aluräder 15")
  • Campus; einzig verbliebene Ausstattung, die im Frühjahr 2009 ein weiteres Facelift erhielt.

Motoren[Bearbeiten]

Clio III (Typ R, 2005–2013)[Bearbeiten]

3. Generation
Renault Clio (2005–2012)

Renault Clio (2005–2012)

Produktionszeitraum: 2005–2013
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,2–2,0 Liter
(48–148 kW)
Dieselmotoren:
1,5 Liter
(50–78 kW)
Länge: 4032–4233 mm
Breite: 1719–1768 mm
Höhe: 1484–1496 mm
Radstand: 2575 mm
Leergewicht: 1080–1310 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[1] 5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest

Im September 2005 wurde die dritte Generation des Clio eingeführt, der Clio R. Wie bereits der Renault Modus im Jahr davor, konnte auch der neue Clio die Bestnote von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest erreichen.

Der Clio ist 2007 auch in einer Sondermodell-Version erschienen. Zusammen mit dem Surf- und Snowboard-Ausrüster Rip Curl entstand dieses kleine „Update“. Das limitierte Sondermodell trägt neben den bekannten Farben auch die neue Lackierung Iceberg Blue sowie die Firmenlogos von Rip Curl. Motorenseitig erhält er die neuen Renault-Motoren; den 1,2-Liter-Turbomotor mit 74 kW (100 PS) und den 1,5-Liter-Turbodiesel mit 63 kW (85 PS). Ein wichtiges Merkmal dieses Sondermodells ist ein verringerter CO2-Ausstoß.

Außerdem legte Renault den Clio F1-Team R27 auf, ein Clio Sport mit dem Fahrwerk der Cup-Modelle und einer Sonderlackierung.

Im Herbst 2007 stellte Renault auf der IAA in Frankfurt am Main die Serienversion des Clio Grandtour vor, der im Januar 2008 lanciert wurde.

Ebenfalls im Januar 2008 erhielten der drei- und fünftürige Clio eine dezente Modellpflege, die eine Ausstattungsstraffung und neue Motoren beinhaltet. So fielen die 1,4- und 1,6-Liter-Benziner zugunsten des 1,2 TCE aus dem Programm. Der 1,5 dCi 63 kW (86 PS) erhielt einen sechsten Gang sowie einen Rußpartikelfilter.

Im Mai 2009 erhielt der Clio III ein tiefgreifenderes Facelift, bei dem Front- und Heckbereich der aktuellen Renault-Designlinie angepasst wurden. Außerdem setzt man zwei neue Motoren ein: einen 1,6-l-Vierzylinder mit 94 kW (128 PS), der nur mit der neuen GT-Ausstattung erhältlich ist, sowie einen 2,0-l-Saugmotor mit 148 kW (201 PS), der den etwas schwächeren Vorgänger-Motor im RS ersetzt.

Anfang 2013 lief die Produktion des Clio III aus. Auf anderen Märkten außerhalb Europas wird er als Clio Collection weiterhin angeboten.

Ausstattung[Bearbeiten]

Der Renault Clio wird in den folgenden Ausstattungsvarianten angeboten:

  • Authentique (bis 2010) / Tonic (seit 2010; nur Österreich)[2] (Grundausstattung)
  • Expression (2009)
  • Emotion (2010; nur Österreich)[3]
  • Dynamique (2009)
  • Luxe (2009)
  • Gordini (2010)
  • GT (Sportausstattung, seit 2009)
  • RS Cup (2009)
  • Renault Sport (2009)
  • Privilège (bis 2007)
  • Initiale (höchste Ausstattung bis 2008)
  • Exception (höchste Ausstattung seit 2008)
  • Rip Curl (Sonderausstattung)
  • 20th (Sonderausstattung, Österreich, 2010)[4]
  • Sport Auto-Edition (auf 99 Exemplare limitiert) (2012)[5]
  • Ange & Démon (limitiert auf 666 davon sind 99 Stück auch als Sport Auto-Edition bekannt) (je 222 Matt-Weiß, Matt-Grau, Matt-Rot) (2012)
  • Red Bull Racing RB7 (2012) (weniger als 1000)
  • Akrapovic Edition (50 Exemplare)

Motoren[Bearbeiten]

Clio IV (Typ X98, seit 2012)[Bearbeiten]

4. Generation
Renault Clio (seit 2012)

Renault Clio (seit 2012)

Produktionszeitraum: seit 2012
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
0,9–1,6 Liter
(54–147 kW)
Dieselmotoren:
1,5 Liter
(55–66 kW)
Länge: 4062 mm
Breite: 1731 mm
Höhe: 1448 mm
Radstand: 2589 mm
Leergewicht: 1055–1146 kg

Der Clio der vierten Generation (Typ X98) feierte auf dem Pariser Autosalon Ende September Premiere und wird offiziell seit dem 10. November 2012 angeboten.

Er wurde offiziell als Fünftürer vorgestellt, der Grandtour genannte Kombi folgte im März 2013. Ein Dreitürer wird vorerst nicht mehr angeboten.[9] Die vierte Generation basiert auf einer veränderten Version der Renault-Nissan Plattform B, deren ursprüngliche Form bereits in den beiden Vorgängermodellen verwendet wurde.

Motoren[Bearbeiten]

Bei den Motoren gibt es einen neu entwickelten Dreizylinder-Turbo-Benziner mit 0,9 l Hubraum und 66 kW (90 PS), der als Eco-Drive-Version mit Start-Stopp-Automatik und Energierückgewinnung 4,3 l Super/100 km verbraucht. Weiterhin gibt es den 1,2-Liter-Vierzylinder mit 54 kW (73 PS).

Im Frühjahr 2013 kam der TCe 120 auf den Markt. Das Vierzylinder-Turbotriebwerk leistet 88 kW (120 PS), hat ein maximales Drehmoment von 190 Nm und ist mit einem Doppelkupplungs-Getriebe (EDC) ausgestattet. Bei den Dieselmotoren ist der aus dem Vorgängermodell bekannte 1,5-Liter-dCi in einer überarbeiten Variante mit 55 kW oder mit 66 kW erhältlich. Beide Varianten verfügen über eine 5-Gang-Handschaltung.

1.2 16V LPG 75 1.2 16V 75 0.9 TCe 90 1.2 TCe 120 EDC 1.6 Turbo R.S. EDC 1.5 dCi 75 1.5 dCi 90
Bauzeitraum seit 09/2013 seit 11/2012 seit 03/2013 seit 11/2012
Motorcode D4F 740 H4Bt 400 H5Ft M5M K9K 612 K9K 608
Motortyp R4-Ottomotor R3-Ottomotor R4-Ottomotor R4-Dieselmotor
Gemischaufbereitung Saugrohreinspritzung Direkteinspritzung
Motoraufladung Turbolader
Hubraum 1149 cm³ 1149 cm³ 898 cm³ 1197 cm³ 1618 cm³ 1461 cm³
max. Leistung 54 kW (74 PS) bei 5500/min
[53 kW (72 PS) bei 5500/min]
54 kW (74 PS) bei 5500/min 66 kW (90 PS) bei 5250/min 88 kW (120 PS) bei 4900/min 147 kW (200 PS) bei 6000/min 55 kW (75 PS) bei 4000/min 66 kW (90 PS) bei 4000/min
max. Drehmoment 107 Nm bei 4250/min
[103 Nm bei 4250/min]
107 Nm bei 4250/min 135 Nm bei 2500/min 190 Nm bei 2000/min 240 Nm bei 1750/min 200 Nm bei 1750/min 220 Nm bei 1750/min
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb
Getriebe, serienmäßig 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-EDC 5-Gang-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit 167 km/h 185 km/h 199 km/h 225 km/h 168 km/h 180 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 14,7 s 14,5 s 12,2 s 9,9 s 6,7 s 14,3 s 11,6 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 5,6 l Super
[7,2 L Gas]
5,5 l Super 4,5 l Super 5,2 l Super 6,3 l Super 3,6 l Diesel 3,2 l Diesel
CO2-Emission (kombiniert) 128 g/km
[116 g/km]
127 g/km 105 g/km 120 g/km 144 g/km 95 g/km 83 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 5

Zeitleiste der Modellvarianten[Bearbeiten]

Modellvarianten des Renault Clio, Renault Thalia, Renault Symbol und Nissan Platina
Modell Karosserie 1990er 2000er 2010er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
1. Generation (Typ 57)
Clio Drei-/Fünftürer Phase I
Clio Drei-/Fünftürer Phase II
Clio Drei-/Fünftürer Phase III
2. Generation (Typ Clio B)
Clio Drei-/Fünftürer Phase I
Clio Sedan / Clio Symbol / Thalia  Stufenheck Phase I
Clio Drei-/Fünftürer Phase II
Clio Classic / Thalia Stufenheck Phase II
Nissan Platina Stufenheck
Clio Drei-/Fünftürer Phase III
Clio Campus Drei-/Fünftürer Phase Campus 1
Clio Campus Drei-/Fünftürer Phase Campus 2
Basierend auf 2. Generation
Thalia II / Symbol Stufenheck
3. Generation (Typ Clio R)
Clio Drei-/Fünftürer Phase I
Clio Grandtour / Clio Estate Kombi Phase I
Clio Drei-/Fünftürer Phase II / Collection
Clio Grandtour / Clio Estate Kombi Phase II / Collection
4. Generation (Typ X98)
Clio Fünftürer Phase I

Abgeleitete Modelle[Bearbeiten]

Clio 16V[Bearbeiten]

Renault Clio 16V Williams (1994–1998)

Das Modell verfügt über einen 16V-Motor mit 1,8 l Hubraum und 99 kW (135 PS). Diese Variante wurde von Anfang 1991 bis Frühjahr 1994 nur etwa 30.000 mal produziert. Zusätzlich wurde 1995 zu Ehren von Michael Schumacher der im Benetton-Renault den F1 Titel gewonnen hat, 500 Exemplare von dem Sondermodell "Grand-Prix" gebaut.

Zu Ehren des Formel-1-Teamchefs Frank Williams gab es ab Mitte 1994 den Clio 1 Williams. Dieses auf 5.000 Stück limitierte Sondermodell war mit einem 16V-Motor 2,0 l Hubraum und 150 PS ausgestattet.

Des Weiteren gab es 1995 ein Sondermodell namens „Swiss Champion“, gewissermaßen eine zweite Edition der ersten Phase des Williams-Modells. Nur 500 Exemplare wurden fabriziert. Das Modell wurde von Renault gebaut, da Nigel Mansell zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister mit Williams-Renault geworden war[10][11].

Stufenheck[Bearbeiten]

Renault Thalia (1999–2002)

Auf dem internationalen Markt hat sich seit Mitte 1999 eine Stufenhecklimousine auf Basis der zweiten Generation durchgesetzt. Je nach Markt war dieser in verschiedenen Motorisierungen und Ausstattungsvarianten sowie unter verschiedenen Modellnamen erhältlich.

Anfang 2002 erhielt das Fahrzeug ein Facelift, wobei die Front an der im Frühjahr 2001 überarbeiteten in Europa angebotenen Clio-Version angepasst wurde.

2008 wurde das Modell dann auf den meisten Märkten durch eine zweite Generation ersetzt, welche keine optische Ähnlichkeit mit dem Clio III aufweist.

Clio V6 24V[Bearbeiten]

Renault Clio V6 (2003–2004)

Als 1998 der Clio V6 24V auf dem Pariser Automobilsalon als Konzeptstudie vorgestellt wurde, war das Interesse so groß, dass man sich entschied, das Sondermodell zu bauen. Entwickelt wurde es von Renault in Zusammenarbeit mit Tom Walkinshaw Racing (TWR).

Der Clio V6 24V besaß einen 3,0-Liter-V6-Mittelmotor mit Vierventiltechnik. Durch die veränderte Motorlage wurde der Clio zum Zweisitzer; die Rücksitze entfielen. Die erste Generation verfügte über eine Leistung von 166 kW/226 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h.

Die zweite Generation von 2003 hatte eine Leistung von 187 kW (254 PS) und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Insgesamt wurden 2.935 Exemplare produziert.

Diese Versionen wurden im schwedischen Uddevalla bei TWR (erste Generation) bzw. bei Alpine in Dieppe (zweite Generation) „weitgehend von Hand“ endmontiert. Der Neupreis der ersten Generation lag in Deutschland bei 38.500 Euro und bei der nachfolgenden Generation bei 39.900 Euro.[12] Aufgrund des Konzepts, einen Mittelmotor-Sportwagen auf Basis eines frontgetriebenen Kleinwagens mit Frontmotor zu entwickeln, kann der Clio V6 24V als Nachfolger des Renault 5 Turbo gelten.

Clio Renault Sport[Bearbeiten]

Im September 2006 kam die dritte Clio-Generation auch als Sportversion R.S. bei den Händlern.

Der 2.0-l-16V-Motor leistet 145 kW (197 PS) und überträgt die Kraft mittels eines 6-Gang-Schaltgetriebes auf die Vorderräder. Das maximale Drehmoment liegt bei 215 Newtonmetern bei 5.550/min. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in 6,9 Sekunden erfolgen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h (inzwischen mit geänderter Getriebeübersetzung 223 km/h).

Es wurden viele technische Verbesserungen wie beispielsweise der Aerodynamik, der Lenkung und des Fahrverhaltens vorgenommen. Der Radstand wurde um 10 mm auf 2.590 mm vergrößert, wodurch die Straßenlage verbessert wurde. Die Bremsen wurden modifiziert, der RS besitzt eine Vierkolben-Bremsanlage von Brembo; somit soll der Clio von 100 km/h auf 0 km/h in weniger als 35 Metern abgebremst werden können.

An Bord befinden sich sechs Airbags, viele Ablagefächer und ein maximales Stauvolumen von insgesamt 1.050 Litern. Der Clio verbraucht knapp 10 Liter Super.

Vom Clio R.S. gab es ab 2007 eine weitere special Edition, den Clio Renault Sport F1-Team R27 welcher in limitierter Stückzahl produziert wurde. Dieses Modell besitzt den gleichen Motor wie der normale Clio RS, verfügt aber zusätzlich noch unter anderem über Recaro-Schalensitze und anthrazitfarbene Felgen. Bis zum Produktionsende im Jahr 2009 verließen 3367 Fahrzeuge das Werk im französischen Dieppe. In Deutschland lag der Grundpreis dieser F1-Edition bei 24.900 Euro.

Mitte 2009 wurde auch dem Clio R.S. ein Facelift zuteil. Des Weiteren hob man die Leistung auf 148 kW (201 PS) an. Außerdem gab es eine Cup-Version die durch eine abgespeckte Ausstattung und Sportfahrwerk mit geänderten Federn/Dämpfern straffer abgestimmt ist.

Seit Frühjahr 2013 ist auf Basis der vierten Clio-Generation wieder eine Sport-Version (als Clio Renault Sport 200 EDC) im Angebot, die am Pariser Autosalon im September 2012 vorgestellt wurde. Beim neuen Modell kommt ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 147 kW (200 PS) zum Einsatz. In Verbindung zum neuen Motor besitzt der Clio ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Normverbrauch ist gegenüber dem Vorgänger um zwei Liter gesunken und liegt somit bei 6,2 Liter auf 100 km. Das Drehmoment ist hingegen um 24 Nm gestiegen und beträgt 240 Nm bei 1750/min.

Mit einem sogenannten Cup-Fahrwerk wurde der Clio im Vergleich zum Standardmodell um fünf Millimeter tiefergelegt. Der neue Clio R.S. wird ausschließlich als Fünftürer ausgeliefert.[13]

Clio als Rennwagen[Bearbeiten]

Clio Cup[Bearbeiten]

Mit dem Renault Clio werden seit Jahren Markenpokale ausgetragen, unter anderem der europaweit stattfindende Eurocup Clio im Rahmen der World Series by Renault. Auch in Deutschland gab es von 2002 bis 2007 einen eigenständigen Clio Cup: Diese Version des Markenpokals hieß bis 2005 „Renault Clio Cup” und ab 2006 „New Renault Clio Cup”. Seit 2011 wird der Clio Cup Bohemia veranstaltet. Weitere Länder, in denen Clio Cups existieren bzw. existierten, sind Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Dänemark, China, Belgien, Brasilien, Mexiko, die Türkei, Ungarn[14], Marokko[15], Portugal, Schweden und die Schweiz.[16]

Meister des Eurocup Clio
Saison Fahrer
2011 FrankreichFrankreich Nicolas Milan
2012 SpanienSpanien Oscar Nogués

Rallye[Bearbeiten]

Im Rallyesport wird der Clio III erfolgreich in der Gruppe R3 eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renault Clio – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse des Renault Clio beim Euro-NCAP-Crashtest
  2. http://www.renault-angebote.at/files/pl_clio_09_10.pdf
  3. http://www.renault-angebote.at/files/pl_clio_09_10.pdf
  4. http://www.renault-angebote.at/files/pl_clio_09_10.pdf
  5. http://www.sportauto.de/marken/news/renault-clio-rs-sport-auto-edition-unser-sportler-bringt-fahrspass-und-spart-4232925.html
  6. TCE = Turbo Control Efficiency
  7. bis Ende 2007: 215 km/h
  8. FAP = Filtre à Particules (Rußpartikelfilter)
  9. [1]
  10. Geschichte zu Clio Sport auf Renault-Clio-Williams (abgerufen am 3. Juni 2010)
  11. Limitiert auf Autoplenum.de (abgerufen am 3. Juni 2010)
  12. Geschichte zum Clio Renault Sport V6 24V auf Clio-V6.com (abgerufen am 3. Juni 2010)
  13. Renault Clio R.S. in Paris
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHungaroring – Renault Clio Cup Hungary – Race – Provisional Classification. wsr.alkamelsystems.com, 15. Juli 2007, abgerufen am 30. März 2012 (PDF; 86 kB).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRounds 5 & 6 – Marrakech (MAR), Event timetable. fiawtcc.com, April 2012, abgerufen am 4. November 2012 (PDF; 62 kB).
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPresentation. renault-sport.fr, abgerufen am 30. März 2012.