Bingöl
| Bingöl | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Provinz (il): | Bingöl | |||
| Koordinaten: | 38° 53′ N, 40° 30′ O38.88611111111140.5016666666671151Koordinaten: 38° 53′ 10″ N, 40° 30′ 6″ O | |||
| Höhe: | 1151 m | |||
| Einwohner: | 87.918[1] (2010) | |||
| Telefonvorwahl: | (+90) 426 | |||
| Postleitzahl: | 12 000 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | 12 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2009) | ||||
| Bürgermeister: | Serdar Atalay (AKP) | |||
| Webpräsenz: | ||||
| Landkreis Bingöl | ||||
| Einwohner: | 133.916[1] (2010) | |||
| Fläche: | 1.790 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner je km² | |||
Bingöl (türkisch für tausend Seen) (armenisch Ճապաղջուր, Dschapaghtschur; kurdisch: Çewlik; zazaisch: Çolig) ist eine Stadt in der Türkei und gleichzeitig Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Bingöl. Der Name des Landkreises lautet ebenfalls Bingöl.
Die Stadt war bis 1945 als Çabakçur (Ableitung aus dem armenischen Dschapaghtschur) bekannt. Andere Namen der Stadt sind Çewlik oder Çolig. Die Stadt Bingöl hat 87.918 und der gesamte Landkreis 133.916 Einwohner (Stand 2010). Bingöl ist von Bergen mit Gletschern umgeben.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück und kam wie seine Region unter die Herrschaft verschiedener Reiche. So waren Stadt und Region Teil des Reiches von Urartu. Der assyrische König Assurbanipal eroberte Bingöl 660 v. Chr. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Bingöl Teil des ersten persischen Großreichs. Die Perser wurden von den Seleukiden abgelöst. 60 v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet von den Arsakiden. Im Jahr 395 wurde Bingöl Teil des Byzantinischen Reiches, das hier mit Unterbrechungen bis zum Einfall der Araber im Jahr 634 herrschte.
Nach der Islamisierung der Region etablierten sich im 13. Jahrhundert türkische Emirate. Eines davon waren die Rum-Seldschuken, die Bingöl 1230 einnahmen. 1243 eroberten die Ilchane das Gebiet, nachdem sie die Rum-Seldschuken besiegt hatten. Den Ilchanen folgten die Aq Qoyunlu und ihnen die Safawiden. Die Safawiden wurden 1515 von den Osmanen besiegt. 1844 wurde die Stadt Bingöl unter dem Namen Çewlik ein Verwaltungszentrum innerhalb des Landkreises Palu. Doch ein Jahr später wurde Bingöl an die Provinz Erzurum angeschlossen. 1848 wurde Bingöl anlässlich einer Verwaltungsreform einer anderen Provinz, diesmal Diyarbakır, zugeschlagen. Bis zum Ersten Weltkrieg blieb Bingöl osmanisch, geriet jedoch im Juni 1916 unter russische Besatzung. Die Russen zogen sich 1917 zurück. Bingöl wurde als Teil des Vilâyets Genç Teil der Türkei. In den Anfangsjahren der türkischen Republik lag Bingöl im Bereich der kurdischen Aufstände, z. B. des Scheich-Said-Aufstands 1925. Per Gesetz wurde Bingöl im Januar 1936 Provinzhauptstadt und Genç Kreishauptstadt.
Geologie [Bearbeiten]
Geologisch gesehen liegt Bingöl in einem Erdbebengebiet. Schwere Erdbeben ereigneten sich am 22. Mai 1971 mit bis zu 800 Toten und am 1. Mai 2003. Die Stärke des Bebens von 2003 betrug 6,4 auf der Richterskala. Es starben 180 Menschen.
Bildung [Bearbeiten]
In Bingöl befindet sich die staatliche Bingöl-Universität (türkisch Bingöl Üniversitesi).
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 4. August 2011