Bistum Schleswig
Das Bistum Schleswig wurde 948 unter Einfluss des sächsischen Königs Otto dem Großen von der Universalsynode von Ingelheim gegründet. Der erste Bischof, Oredo (Hored/Horath), war als Suffragan dem Erzbischof von Hamburg, Adaldag, untergeordnet. Ob Adaldags Bischöfe jemals vor Ort tätig waren, ist nicht belegt und eher zweifelhaft. Bischofssitz war anfangs Haithabu (sächsisch: Sliaswig) und wurde spätestens nach der Zerstörung des Ortes ins heutige Schleswig verlegt. Nach Errichtung des Erzbistums in Lund im Jahr 1103 unterstand es dem Lunder Erzbischof. Die Zugehörigkeit des Bistum zum dänischen oder zum deutschen Reich war umstritten. Sahen auf der einen Seite einige der örtlichen Geistlichen das Bistum zu den neun dänischen Bistümern gehörig, so vertrat des Kaiserliche Reichskammergerichts zu Speyer hingegen die Auffassung, das Bistum sei ein deutsches Reichslehen.[1] Die Fläche entsprach den drei Sysseln in Südjütland.