Breitscheidplatz
| Breitscheidplatz | |
|---|---|
| Platz in Berlin | |
| Der Weltkugelbrunnen auf dem Breitscheidplatz | |
| Basisdaten | |
| Ort | Berlin |
| Ortsteil | Charlottenburg |
| Einmündende Straßen | Kurfürstendamm, Hardenbergstraße, Budapester Straße, Tauentzienstraße, Kantstraße, Rankestraße |
| Bauwerke | Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Europa-Center, Bikini-Haus |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußgänger, Radfahrer, Straßenverkehr, ÖPNV |
Der Breitscheidplatz liegt in Charlottenburg im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwischen Kurfürstendamm, Budapester Straße und Tauentzienstraße (City West). Durch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist er weltbekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Östlich schließt sich das Europa-Center an, ungefähr auf der Mitte steht die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und zwischen beiden befindet sich der Weltkugelbrunnen. Westlich wurde der Platz 1960 bis 2009 durch den Gebäuderiegel des damaligen „Schimmelpfeng-Hauses“ über der darunter verlaufenden Kantstraße begrenzt. Unter dem Platz schwenkt die 1902 erbaute Linie U2 der Berliner U-Bahn von der Tauentzienstraße in nordwestlicher Richtung in die Hardenbergstraße in Richtung Bahnhof Zoo.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Auguste-Viktoria-Platz war der westliche Beginn einer Abfolge von Boulevards und Schmuckplätzen, des sogenannten „Generalszugs“. Ursprünglich verlief auch der Kurfürstendamm über den Platz.
Ab 1889 hieß der vorher unbenannte Platz nach dem Erfinder des Buchdrucks mit gegossenen Lettern Gutenbergplatz und wurde dann 1892 nach der Deutschen Kaiserin in Auguste-Viktoria-Platz umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dann am 31. Juli 1947 nach dem von den Nationalsozialisten verfolgten Sozialisten Rudolf Breitscheid benannt.
Im gleichen Stil wie die kurz zuvor gebaute Gedächtniskirche entstanden zwei einander gegenüberliegende Gebäude, die sich demzufolge „Romanisches Haus“ nannten. 1896 wurde das ältere an der Westseite des Platzes (zwischen Kurfürstendamm und Kantstraße) fertiggestellt, 1899 konnte der Konkurrent an der Ostseite (heute: das Europa-Center) ein sehr ähnliches Haus beziehen. Das zweite wurde allerdings weltberühmt, weil hier 1916 das „Romanische Café“ eröffnete. Das Gebäudeensemble wurde deshalb auch „Romanisches Forum“ genannt.
Im Zweiten Weltkrieg war nicht nur die Kirche, sondern auch die Randbebauung stark zerstört worden. Beim Wiederaufbau wurde das Erscheinungsbild nach den Vorstellungen der 1950er Jahre stark verändert. Die damalige Konzeption sah eine dominante Rolle des Autoverkehrs vor. Zwischen Gedächtniskirche und Europa-Center wurde eine wichtige Hauptverkehrsverbindung (die sogenannte „Schnalle“) geführt. Damit sie die Fahrzeuge kreuzungsfrei in die Budapester Straße leiten konnte, wurde ein Straßentunnel angelegt.
Im Jahr 1978 wurde mit einer Verbesserung der Nutzung und Aufenthaltsqualität begonnen. Die trennende Straßenverbindung vor dem Europa-Center wurde geschlossen und durch einen Fußgängerbereich ersetzt, sodass der Platz entlang der Tauentzienstraße durchgehend begehbar ist. Der den Platz von der Budapester Straße und dem nördlich gelegenen „Bikini-Haus“ trennende Straßentunnel wurde 2006 zugeschüttet.
Zukunft [Bearbeiten]
Planungen zur Umgestaltung des Platzes und des umliegenden Bereichs wurden in einer eigenen Planwerkstatt koordiniert. Durch diese baulichen Maßnahmen, die im Frühjahr 2006 abgeschlossen wurden, bekam der Platz eine neue Pflasterung, Beleuchtung und Bepflanzung. Weitere Veränderungen stehen mit den Neubauten an der Westseite bevor.
Weblinks [Bearbeiten]
- Breitscheidplatz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
- Gutenbergplatz. In: Luise.
- Auguste-Viktoria-Platz. In: Luise.
- Europa-Center, Breitscheidplatz bei berlin.de
- Planungen am Breitscheidplatz bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
52.50472222222213.335555555556Koordinaten: 52° 30′ 17″ N, 13° 20′ 8″ O