Brenda Vaccaro

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Brenda Buell Vaccaro[1] (* 18. November 1939 in Brooklyn, New York City, New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Brenda Vaccaro begann ihre Karriere als Theaterschauspielerin und Model. Schnell etablierte sie sich als sowohl dramatisch als auch komödiantisch begabte Mimin. Dreimal wurde sie innerhalb kurzer Zeit für den Tony Award nominiert: 1966 für The Cactus Flower, 1968 für Hello Now, Dow Jones und 1969 für The Goodbye People.

Auf der Kinoleinwand machte sich Brenda Vaccaro einen Namen durch ihre Porträts komplexer, sexuell sowohl aggressiver als auch frustrierter Frauengestalten. Ihre zweite Filmrolle ist bis heute ihre bekannteste geblieben: die der Shirley in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969). Für ihre Darstellung einer Frau, die sich Liebe kauft, wurde sie für den Golden Globe nominiert. Für ihren Part in Einmal ist nicht genug (Jacqueline Susann's Once Is Not Enough, 1975) gewann sie den Golden Globe für die beste Nebendarstellerin des Jahres und wurde in dieser Kategorie auch für einen Oscar nominiert. Wieder stellt die Schauspielerin eine sexuell und emotional frustrierte Frau dar, die dennoch ungebrochenes Selbstbewusstsein demonstriert.

Brenda Vaccaro trat in einer Reihe bekannter TV-Serien als Gaststar auf, darunter Golden Girls, Columbo, Ally McBeal, Nip/Tuck und Friends. Viermal wurde sie bereits für den Emmy nominiert: 1973 für den Fernsehfilm The Shape of Things, 1976 für die Serie Sara, 1990 für ihre Gastrolle als Angela Petrillo in Golden Girls und 2010 für den Fernsehfilm Ein Leben für den Tod. Gewonnen hat sie den wichtigsten US-amerikanischen Fernsehpreis im Jahr 1973.

1981 erregte Brenda Vaccaro großes Aufsehen in den Vereinigten Staaten, als sie Werbung für Tampons machte. Auf den Anzeigen fragte sie: „Benutzen Sie immer noch dieselben Tampons, die für Ihre Großmutter entwickelt wurden?“

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Filme
  • 1969: Pokerspiel für Zwei (Where It's At)
  • 1969: Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy)
  • 1970: Ich liebe meine Frau (I Love My Wife)
  • 1971: Mit Staatsanwälten spielt man nicht (Travis Logan, D.A., Fernsehfilm)
  • 1971: Summertree
  • 1971: Going Home
  • 1971: What's a Nice Girl Like You...? (Fernsehfilm)
  • 1973: Honor Thy Father (Fernsehfilm)
  • 1973: The Shape of Things (Fernsehfilm)
  • 1973: Sunshine (Fernsehfilm)
  • 1974: Judgment: The Trial of Julius and Ethel Rosenberg (Fernsehfilm)
  • 1974: Lily (Fernsehfilm)
  • 1975: The Big Rip-Off (Fernsehfilm)
  • 1975: Einmal ist nicht genug (Once Is Not Enough)
  • 1976: Bluthunde (Death Weekend)
  • 1977: Verschollen im Bermuda-Dreieck (Airport ’77)
  • 1978: Unternehmen Capricorn (Capricorn One)
  • 1979: Der rasende Charlie (Fast Charlie... the Moonbeam Rider)
  • 1980: Das Guayana-Massaker (Guyana Tragedy: The Story of Jim Jones, Fernsehfilm)
  • 1980: Die erste Todsünde (The First Deadly Sin)
  • 1981: Verfluchter Mist (The Pride of Jesse Hallam, Fernsehfilm)
  • 1981: The Star Maker (Fernsehfilm)
  • 1981: Zorro mit der heißen Klinge (Zorro: The Gay Blade)
  • 1981: Der lange Weg nach Hause (A Long Way Home, Fernsehfilm)
  • 1984: Supergirl
  • 1985: Wasser – Der Film (Water)
  • 1985: Die Zwillingsschwestern (Deceptions, Fernsehfilm)
  • 1987: Die Jetsons treffen Familie Feuerstein (The Jetsons Meet the Flintstones, Fernsehfilm, Stimme)
  • 1988: Heart of Midnight – Im Herzen der Nacht (Heart of Midnight)
  • 1989: Death on Safari (Ten Little Indians)
  • 1989: Cookie
  • 1989: Riptide (Masque of the Red Death)
  • 1990: Gib ihn mir wieder (Stolen: One Husband, Fernsehfilm)
  • 1991: Mörderische Spiele (Lethal Games)
  • 1992: Wilde Orchidee 3 (Fernsehfilm)
  • 1994: Perfect Love Affair (Love Affair)
  • 1994: Nashville (Fernsehfilm)
  • 1996: Liebe hat zwei Gesichter (The Mirror Has Two Faces)
  • 1996: Siegfried & Roy: Masters of the Impossible (Stimme)
  • 1998: Die Ehebrecher (When Husbands Chea, Fernsehfilm)
  • 2002: Just a Walk in the Park (Fernsehfilm)
  • 2002: Sonny
  • 2003: Schweinchen Wilburs großes Abenteuer (Charlotte's Web 2: Wilbur's Great Adventure)
  • 2004: Liebe zum Dessert (Just Dessert, Fernsehfilm)
  • 2005: The Boynton Beach Bereavement Club
  • 2010: Ein Leben für den Tod (You Don't Know Jack, Fernsehfilm)
  • 2011: Johnny Bravo Goes to Bollywood (Fernsehfilm, Stimme)
Fernsehserien

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Gewonnen
Nominiert
  • 1970: Golden Globe Award-Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Asphalt-Cowboy.[6]
  • 1970: Golden Globe Award-Nominierung als Beste Nachwuchsdarstellerin für Pokerspiel für Zwei.[7]
  • 1976: Oscar-Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Einmal ist nicht genug.[8]
  • 1976: Emmy-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie für Sara.[9]
  • 1979: Saturn Award-Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Unternehmen Capricorn.
  • 1991: Emmy-Nominierung als Beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie für Golden Girls.[10]
  • 2010: Emmy-Nominierung als Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Ein Leben für den Tod.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag bei filmreference.com
  2. 26th Primetime Emmys Nominees and Winners. emmys.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  3. 9ed. Festival Internacional de Cinema Fantàstic i de Terror (2/10 - 9/10). sitgesfilmfestival.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  4. Jacqueline Susann's Once Is Not Enough. hfpa.org. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  5. International Press Academy. pressacademy.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  6. Midnight Cowboy. hfpa.org. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  7. Where It's at. hfpa.org. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  8. Research & Preservation: Resources & Databases: Academy Awards Database. oscars.org. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  9. 28th Primetime Emmys Nominees and Winners. emmys.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  10. 43rd Primetime Emmys Nominees and Winners. emmys.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  11. 62nd Primetime Emmys Nominees and Winners. emmys.com. Abgerufen am 4. Februar 2014.