Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands

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Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V.
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1916[1]
Ort Berlin
Präsident Gunter Dunkel (Präsident)
Otto Beierl (stv. Präs.)
Vorstand Christian Brand,
Dieter Binkowska,
Hans Dieter Brenner,
Thomas Christian Buchbinder,
Gerd Häusler,
Constantin von Oesterreich,
Horst Reinhardt,
Michael Rüdiger,
Hans-Jörg Vetter,
Stefan Weber,
Georg Fahrenschon
Geschäftsführer Liane Buchholz
Mitglieder 65
Website www.voeb.de[2]

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, ist ein Spitzenverband der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt 62 Mitgliedsinstitute, darunter die Landesbanken sowie die bundes- und ländereigenen Förderbanken. Mit den vier weiteren kreditwirtschaftlichen Spitzenverbänden arbeitet der VÖB im Interessenverband Die Deutsche Kreditwirtschaft zusammen. Sitz des Verbandes ist Berlin. Der VÖB hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

Aufgaben des Verbandes[Bearbeiten]

Aufgabe des VÖB ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen und ideellen Interessen seiner Mitglieder in allen kreditwirtschaftlichen Fragen zu vertreten, die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedsbanken zu fördern und sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der VÖB tritt für die Belange seiner Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften des Bundes und der Länder, den Aufsichts- und Regulierungsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene sowie den Medien und der Öffentlichkeit ein. Der VÖB ist beim Deutschen Bundestag, beim Europäischen Parlament und bei der EU-Kommission akkreditiert. Der Verband ist Mitglied des Europäischen Verbandes Öffentlicher Banken (European Association of Public Banks, EAPB), Brüssel.

Vorstand[Bearbeiten]

Buddy Bär Sterntaler vor dem Sitz des VÖB in Berlin-Tiergarten, gestaltet von Matthias Koeppel

Der Verband wird von einem zehnköpfigen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der von der Mitgliederversammlung gewählte Präsident steht. Als Gast gehört dem Vorstand der jeweilige Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) an. Für die laufenden Geschäfte des VÖB ist die Hauptgeschäftsführerin verantwortlich, die vom Vorstand bestellt wird und in ihrer Amtsführung durch den Stellvertretenden Hauptgeschäftsführer und die Bereichsleiter des Verbandes unterstützt wird.

Die Präsidenten seit 1970 in chronologischer Reihenfolge[Bearbeiten]

Den Fachbereichen stehen folgende Personen vor: [3]

  • Georg Baur
  • Peter Blasche
  • Carsten Groß
  • Anke Großpietsch
  • Ralf Hannemann
  • Lothar Jerzembek
  • Claudia Theisen-Wacket
  • Christoph Wengler
  • Brigitte Wesierski

Arbeitgeberverband[Bearbeiten]

Der VÖB übt als einziger kreditwirtschaftlicher Verband auch die Funktion eines Arbeitgeberverbandes für alle seine Mitgliedsinstitute aus und nimmt die Interessenvertretung für seine Mitglieder wahr. Der VÖB berät seine ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedsinstitute in allen Fragen des Arbeitsrechts sowie in sozialversicherungsrechtlichen Themenstellungen und informiert sie über die wesentlichen Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung. Darüber hinaus vertritt er die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Organen sowie gegenüber Regierungs- und Verwaltungsstellen. Als Arbeitgeberverband benennt der VÖB zudem ehrenamtliche Richter für die Arbeitsgerichtsbarkeit. Innerhalb des Arbeitgeberverbandes besteht die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken. Die tarifrechtlichen und tarifpolitischen Aufgaben, insbesondere der Abschluss von Tarifverträgen, werden ausschließlich von der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken (51 Mitglieder, ca. 70.000 Beschäftigte) wahrgenommen.

Ombudsmann[Bearbeiten]

Als erstem kreditwirtschaftlichen Spitzenverband ist dem VÖB im Jahr 2001 für seine Mitgliedsinstitute die Schlichtungsaufgabe übertragen worden. Dies bedeutet, dass alle Privatkunden der dem VÖB-Schlichtungsverfahren angeschlossenen Banken die Möglichkeit haben, ihre Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Bank durch einen unabhängigen Ombudsmann außergerichtlich klären zu lassen. Das Schlichtungsverfahren ist für den Kunden kostenlos. Ombudsmann des VÖB ist Klaus Wangard.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Deutsche Kreditinstitute, deren Anteile ganz oder teilweise von der öffentlichen Hand direkt oder indirekt gehalten werden, oder die besondere aus dem öffentlichen Interesse erwachsende oder im öffentlichen Interesse stehende Aufgaben wahrnehmen, können ordentliche Mitglieder des VÖB werden. Kreditinstitute, die bereits Mitglied eines anderen kreditwirtschaftlichen Verbandes sind, können die außerordentliche Verbandsmitgliedschaft erwerben.

Ordentliche Mitglieder[Bearbeiten]

Ordentliche Mitglieder des VÖB sind:

Außerordentliche Mitglieder[Bearbeiten]

Außerordentliche Mitglieder des VÖB sind:

Standorte[Bearbeiten]

Der VÖB hat seinen Sitz in Berlin und unterhält eine Repräsentanz in Brüssel. Ferner unterhält er ein Büro in London.

VÖB-Service GmbH[Bearbeiten]

Die VÖB-Service GmbH mit Sitz in Bonn wurde 1991 gegründet und ist eine 100%ige Tochter des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands. Sie ist Anbieter von Beratungsdienstleistungen, Softwareprodukten und Bildungsmaßnahmen für die VÖB-Mitgliedsunternehmen, Kommunen und die Immobilienwirtschaft.

VÖB-ZVD Bank für Zahlungsverkehrsdienstleistungen GmbH[Bearbeiten]

Die VÖB-ZVD Bank für Zahlungsverkehrsdienstleistungen ist das Kompetenzcenter für chip-, kartenbasierte und sonstige elektronische Zahlungsverkehrsanwendungen des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands und seiner ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedsinstitute.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gründungsdatum: Satzung § 19 Schlussbestimmungen, (281,52 kb), PDF
  2. Verband Nr. 630 der "Bekanntmachung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern". 4,6 MB, PDF
  3. Organisationsplan (PDF; 45 kB)