Burg Namedy
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Die Burg Namedy im Andernacher Stadtteil Namedy wurde im 14. Jahrhundert durch das Patriziergeschlecht von Hausmann als eine kleine Wasserburg unter Einbeziehung des Adelshofes „Niederhof“ erbaute. Der Ritterbürgermeister von Koblenz und Ratsangehörige Dr. iur. Antonius von Hausmann zu Namedy (auch Anton von Husmann), Bruder der letzten Äbtissin des Namedyer Zisterzienserinnenklosters Hildegard von H(a)usmann (1518–1562), und seine zweite Frau Margeretha von Eltz bauten um 1550 bis 1560 die Burganlage aus. Sie wurde später im Barockstil erweitert.
Arnold Freiherr von Solemacher-Antweiler baute 1896 die Burg im Stil des Historismus in eine Schlossanlage um. Dabei wurde der Wohntrakt aufgestockt, zwei Seitenflügel hinzugefügt. 1908 erwarb Prinz Carl-Anton von Hohenzollern-Sigmaringen das Anwesen und ließ vom Andernacher Architekten Clemens Kroth einen eingeschossigen Spiegelsaal mit zwei Ecktürmen an den Nordwestflügel anbauen. Ein angebauter Hotelflügel wurde wieder entfernt. 1933 erhielten Treppenturm und Südostturm neue Hauben im Barockstil.
Während des Ersten Weltkrieges unterhielt Prinzessin Joséphine im Spiegelsaal ein Lazarett. 1988 übernahm Godehard Prinz von Hohenzollern (ein Enkel Carl-Antons) das Anwesen und entwickelte es zu einem kulturellen Zentrum, in dem Konzerte von Klassik bis Jazz, Theateraufführungen, und Kunstausstellungen stattfinden. An der Restaurierung des Spiegelsaals war 2003 auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt. Seit dem Tod Godehards im Jahr 2001 leitet seine Witwe Heide Prinzessin von Hohenzollern die Burg und die kulturellen Veranstaltungen.
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Koordinaten: 50° 27′ 21" n. Br., 7° 21′ 23" ö. L.

