Andernach

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Andernach. Zu weiteren Bedeutungen siehe Andernach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Andernach
Andernach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Andernach hervorgehoben
50.4397222222227.401666666666760Koordinaten: 50° 26′ N, 7° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 53,23 km²
Einwohner: 29.071 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 546 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56626
Vorwahlen: 02632, 02636 (Kell)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 003
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Läufstraße 11
56626 Andernach
Webpräsenz: www.andernach.de
Oberbürgermeister: Achim Hütten (SPD)
Lage der Stadt Andernach im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Andernach im Jahre 1646, Stich von Matthäus Merian
Andernach um 1900

Andernach (mundartlich: Annenach) ist eine Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz im nördlichen Rheinland-Pfalz.

Andernach gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; im Jahr 1988 feierte sie ihr 2000-jähriges Bestehen. Sie hat rund 30.000 Einwohner und ist industriell geprägt (Weißblech, Pharmazie, Chemie). Stadtteile sind Eich, Kell mit Bad Tönisstein, Miesenheim und Namedy.

Name[Bearbeiten]

Der ursprüngliche lateinische Name Antunnacum stammt wahrscheinlich aus dem Keltischen (Antunnacos). Das keltische Suffix -acos (latinisiert -acum) zusammen mit dem – nicht nachweisbaren – Namen Antunnus bedeutet in der Kombination soviel wie Dorf des Antunnus. Erstmals taucht der Name am Ende des 3. Jahrhunderts auf einem römischen Meilenstein im belgischen Tongeren, dem römischen Aduatuca Tongrorum, auf. In einem römischen Straßenverzeichnis erscheint dann später die Bezeichnung Antonnaco.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Landschaftskarte

Die Stadt liegt am linken Ufer des Rheins im Neuwieder Becken zwischen Brohl-Lützing im Nordwesten und der Mündung der Nette im Südosten. Unmittelbar im Anschluss an die Stadt steigen im Nordwesten die Hänge der Berge steil an. An dieser Stelle verjüngt sich das Rheintal von Andernach wieder und bildet den nördlichen Teil des romantischen Mittelrheins. Der schmale Durchlass zwischen dem Andernacher Geiersberg, der seit der Zeit um 1650 nach dem damals 100 Jahre alten Krahnen an seinem Fuße bis heute Krahnenberg heißt, und dem gegenüberliegenden Engwetter vor Leutesdorf trägt schon seit der Römerzeit den Namen Andernacher Pforte (lat. Porta Antunnacensis). Im Nordwesten beginnt die Vor-Eifel, im Südwesten die Pellenz. Andernach liegt damit am östlichen Rand der Vulkaneifel, die sich vom Rhein bis zur Wittlicher Senke erstreckt und sich naturräumlich in die Teilregionen Vulkanische Osteifel, Vulkanische Hocheifel und Vulkanische Westeifel gliedert.

Andernach wurde auf einer schon in der Antike großteils versandeten Bucht, in die der Felsterbach mündete, und einer darin liegenden ehemaligen Rheininsel errichtet, was im Profil der Stadt erkennbar ist und worauf die Flurbezeichnung In der Laach („Im See/ Teich“) hinweist.

Durch die Stadt fließen die Antel, auch Antelbach genannt (In der Antel), der Deubach (Deubachsiedlung) und der Kennelbach (Kennelstraße, Bachstraße (heute Ubierstraße), Schafbachstraße), jedoch größtenteils kanalisiert und unterirdisch. Bis teilweise ins 20. Jahrhundert hinein wurden am Kennelbach vier Wassermühlen (Hacks- oder Hackenborn-, Klees-, Mohrs- (nahe Rennweg), Bauchmühle (Breite Straße, LVA)) betrieben. Eine weitere Mühle, die Wickmühle (Pulvermühle), stand bis ins 17. Jahrhundert vor der Schafpforte (heute Ochsentor) ebenfalls am Kennelbach, dort Schafbach genannt. Namen wie Am Hackenborn, An der Mohrsmühle, Mohrsmühlenweg, Auf der Wick zeugen davon. Eine weitere, 26 m hohe Turmwindmühle, die Sankt-Thomas-Mühle, damals eine der höchsten in Deutschland, war von 1816 bis 1900 im nordöstlichen Wehrturm des durch die Säkularisation aufgehobenen Augustinerinnenstiftes Unsere liebe Frau vor den Mauern zu St. Thomas eingebaut, eine Loh- und Schneidemühle. Ferner fließt im Stadtteil Miesenheim die Nette.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990; Kurve für Andernach blau eingezeichnet

Andernach liegt in der so genannten gemäßigten Zone mit gemäßigt kühlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Innerhalb dieses Klimaraumes sind milde Winter und mäßig warme Sommer typisch. Bedingt durch die Lage im Neuwieder Becken liegen die durchschnittlichen Temperaturen etwa 1–1,5 Grad Celsius über denen des mittelrheinischen Raumes insgesamt.

Der Jahresniederschlag beträgt 619 mm. Diese Niederschlagsmenge liegt im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 24 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar; die meisten Niederschläge fallen im Juli; die Niederschlagsmenge des Monats Juli entspricht dem 2,9-fachen des Februarwertes. Insgesamt sind die Niederschläge recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An 25 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Stadtteile[Bearbeiten]

Andernach gliedert sich in fünf Stadtteile, die vier Stadtteile Eich, Kell, Miesenheim und Namedy sind zugleich auch Ortsbezirke:[2]

Stadtteil Einwohner
Kernstadt 22.632
Eich 2.080
Kell mit Bad Tönisstein 1.002
Miesenheim 3.306
Namedy 1.359

Einwohnerzahlen der Stadt Andernach (Stand: 31. Dezember 2010)[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Kommunalwahl in Andernach 2009
gewichtetes Ergebnis
 %
40
30
20
10
0
37,9 %
35,2 %
13,7 %
5,5 %
4,1 %
1,9 %
1,6 %

Der Stadtrat von Andernach besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem Oberbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Stadtrat:[4]

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE LINKE REP FWG Gesamt
2009 13 14 1 2 1 0 5 36 Sitze
2004 12 17 0 2 0 5 36 Sitze
1999 13 18 1 4 36 Sitze

Aufgrund der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.[5]

Wahlergebnisse 1946 bis 2004[Bearbeiten]

Stimmenanteile (in %) der in den jeweiligen Wahlperioden im Stadtrat vertretenen Parteien
Partei 1946 1948 1952 1956 1960 1964 1969 1970 1974 1979 1984 1989 1994 1999 2004
CDU 51,0 33,9 37,1 42,0 39,8 41,2 45,0 44,8 47,9 40,3 40,9 39,5 41,3 47,5 45,3
SPD 39,3 40,9 40,5 46,0 39,1 43,8 46,8 45,5 42,6 47,8 41,0 44,9 39,3 36,2 31,3
FWG –,– 13,4 18,6 12,1 16,5 15,0 8,2 9,7 6,0 6,4 8,0 8,3 7,6 10,1 12,5
GRÜNE –,– –,– –,– –,– –,– –,– –,– –,– –,– –,– 6,4 7,3 6,0 3,9 6,1

Die CDU hieß 1946 in Andernach noch CDP. Die KPD zog 1946 mit 9,7 % in den Stadtrat, 1948 gelang ihr der Wiedereinzug, 1952 scheiterte sie mit 4,01 % an der 5-%-Hürde. 1956 wurde die KPD verboten. 1960 tritt erstmals die FDP zu den Stadtratswahlen an, bleibt mit 4,61 % der Stimmen aber unter der 5-%-Hürde. Vor Abschaffung der Sperrklausel gelingt der FDP nur 1979 der Einzug in den Stadtrat.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

(vor 1969 als „Bürgermeister“ bezeichnet)

  • 1946–1948: Egon Herfeldt (CDP, später FWG)
  • 1949–1964: Johann Füth (CDU)
  • 1965–1974: Walter Steffens (CDU)
  • 1974–1994: Gerold Küffmann (CDU)
  • seit 1994: Achim Hütten (SPD)

Bürgermeister[Bearbeiten]

(vor 1969 als „Erster hauptamtlicher Beigeordneter“ bezeichnet)

  • 1965–1975: Werner Klein (SPD)
  • 1975–1982: Helmuth Günter (CDU)
  • 1983–1993: Rainer Krämer (SPD)
  • 1993–1994: Achim Hütten (SPD)
  • 1994–2002: Franz Breil (FWG)
  • 2002–2010: Josef Nonn (CDU)
  • seit 2010: Claus Peitz (CDU)

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 wurden in den Ortsteilen folgende Ortsvorsteher gewählt:

  • Eich: Alfons Schumacher (CDU)
  • Kell: Reinhard Hauter (CDU)
  • Miesenheim: Gerhard Masberg (CDU)
  • Namedy: Hartmut Dressel (FWG)

Abgeordnete[Bearbeiten]

Andernach gehört zum Bundestagswahlkreis „200 Ahrweiler“. Direkt gewählt wurde 2013 Mechthild Heil (CDU), über die Landesliste Andrea Nahles (SPD).

Das Direktmandat im Landtagswahlkreis „11 Andernach“ holte 2011 Hedi Thelen (CDU), über die Landesliste gewählt wurde Clemens Hoch (SPD), ihm folgte Anfang 2013 Marc Ruland (SPD).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Kommunalreform wurden die heutigen Stadtteile Namedy (7. Juni 1969), Eich, Kell mit Bad Tönisstein und Miesenheim (jeweils am 7. November 1970) eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Andernach
Jahr Ein-
wohner
Jahr Ein-
wohner
Jahr Ein-
wohner
Jahr Ein-
wohner
1790 1790 1933 12.523 2000 30.263 2012 30.343
1794 2150 1939 14.151 2001 30.309
1797 2179 1950 15.879 2002 30.239
1810 2159 1963 21.783 2003 30.318
1812 2451 1970 27.140 2004 30.359
1813 2524 1993 30.354 2005 30.987
1850 3500 1994 30.442 2006 30.567
1858 3942 1995 30.343 2007 30.623
1871 4482 1996 30.265 2008 30.484
1895 6583 1997 30.318 2009 30.469
1905 8789 1998 30.437 2010 30.379
1925 10.771 1999 30.395 2011 30.310

Angaben ab 1993: jeweils zum 31. Dezember einschließlich Nebenwohnsitze;
Quelle: Stadtverwaltung Andernach

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Andernach unterhält Städtepartnerschaften mit:[7]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen

Die Blasonierung lautet: „In Silber ein durchgehendes geschliffenes schwarzes Balkenkreuz, belegt mit zwei schräggekreuzten roten Schlüsseln, Bärte nach außen gewandt“.

Beim großen Stadtwappen zusätzlich:

Helmzier und Helmdecke: „Auf mit einem goldenen Mauerring (die Stadtmauer mit ihren Toren darstellend) bekröntem Bügelhelm mit rot-schwarzen Helmdecken drei silberne Pfauenstöße“.

Die Stadtflagge: „Geteilt von Schwarz und Rot, belegt mit dem Stadtwappen“.

Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund des kurkölnischen Wappens symbolisiert die Landesherrschaft des Erzstifts Köln für 627 Jahre, die roten Schlüssel verweisen zweifach auf das Erzbistum Trier, einmal als Attribut des Apostels auf St. Peter als Patron des Trierer Doms und Erzbistums von Trier, dem Andernach kirchlich angehörte, zum anderen deren Farbe, vom roten Balkenkreuz (auf silbernen Grund) des kurtrierischen Wappens übernommen. Das Wappen ist seit dem Jahre 1344 bekannt, die Farben seit 1483.

Auf den ältesten beiden Stadtsiegeln wird Maria, auf einem Thron sitzend, in der rechten Hand eine Kirche, in der linken Hand eine Stadt haltend, dargestellt. Die Siegelumschrift: „MATER DEI PATRONA CIVIUM ANDERNACENSIUM“ (deutsch: „Mutter Gottes, Patronin (Schutzherrin) der Andernacher Bürger“). Der älteste Siegelstempel (Typar) ist vor 1200 entstanden, der erste Abdruck aus dem Jahr 1250 erhalten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stich von Wm. Watts um 1840 nach Vorlage von Wm. Tombleson. Runder Turm, Dom, Stadtmauerrest mit Schulturm und Kurtmanns Erker; vorne die Ruine des römischen Rosmertatempels, im Hintergrund rechts St. Thomasmühle (ehemaliger Wehrturm der Abtei St. Thomas), mitte re. Dadenbergsturm mit Helm.

Runder Turm[Bearbeiten]

Hauptartikel: Runder Turm

Das Wahrzeichen der Stadt ist der „Runde Turm“ genannte Wehrturm, der den nordwestlichen Eckpunkt der Stadtmauer bildet. Als Wartturm der Stadtbefestigung wurde er in den Jahren 1440 bis 1453 errichtet. Er besitzt drei Geschosse und ein Giebelgeschoss. Bei einer Höhe von 56 Metern bis zur Turmspitze und bis zu 5 Meter dicken Mauern ist er der höchste Wehrturm am Rhein und einer der größten mittelalterlichen Wehrtürme überhaupt.

1689 widerstand der Turm einem Sprengversuch der abrückenden französischen Truppen Ludwig XIV. Was blieb, ist ein Ausbruch an der westlichen Feldseite des Turms von etwa 1,20 m Tiefe. Im Jahre 2003 wurde der große Turm an seinem 550. Geburtstag erneut renoviert.

Maria Himmelfahrt (Liebfrauenkirche – Mariendom)[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, eine mächtige Emporenbasilika mit vier Türmen, Westbau und Chor liegt am westlichen Rand der Stadt in direkter Nähe zur Stadtmauer und damit auch an der Westseite des in römischer Zeit dort befindlichen Kastells Antunnacum, aus dem die spätere Siedlung hervorging.

Im Zusammenhang mit dem Neubau des Pfarrheims unmittelbar neben der Kirche wurden im Jahre 2006 die Reste einer römischen Badeanlage aus dem 4. Jahrhundert entdeckt.[8] Diese wurden in das Gebäude integriert und sollen ab 2009 auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Derzeit kann bereits ein Teil der Badeanlage durch eine Glaskuppel vor dem Pfarrheim besichtigt werden.

Alter Krahnen[Bearbeiten]

Alter Krahnen
Hauptartikel: Alter Krahnen (Andernach)

Der Alte Krahnen ist ein 1561 fertiggestellter Stein-Turmdrehkran bei Rheinkilometer 613,8 am damaligen Hafen Andernachs. Er ersetze einen um 1400 erbauten Schwimmkran. Der Steinkran ist heute eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Andernachs.

Der Alte Krahnen war damals die größte Verladevorrichtung an Deutschlands Binnengewässern und diente 350 Jahre lang der Verladung von Weinfässern und der aus dem Eifelraum angelieferten Mühl- und Tuffsteine bis ins Jahr 1911. Seine Mechanik ist noch heute intakt.

Christuskirche[Bearbeiten]

Christuskirche (St. Nikolaus Minoritenkirche bis 1802), Westfront

Die heutige evangelische Christuskirche ist eine hochgotische, zweischiffige Hallenkirche mit dreijochigem Langchor und vielen spätgotischen Bauelementen. Sie war bis 1802 die ehemalige St.-Nikolauskirche des Minoritenklosters.

Die Gründung des Klosters um das Jahr 1240 geht auf eine Stiftung der Grafen von Virneburg zurück (vermutlich Ruprecht I. († 1242) oder sein Nachfolger Heinrich von Virneburg), in das kurz nach dessen Gründung Dietrich I. von Trier, 7. Abt des Klosters Laach (1235–1247), nach Aufgabe der Klosterleitung von Laach eintrat. Erbaut ab 1245 zur Zeit des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden, der drei Jahre später 1248 den Grundstein für den heutigen Kölner Dom legte, bis etwa 1450, als Dietrich II. von Moers den erzbischöflichen Stuhl innehatte.

Das Langhaus verläuft entlang der Hochstraße mit einem über sechs der zehn (5. bis 10.) Gewölbejoche des Hauptschiffes hingezogenen südlichen Seitenschiff, das im Inneren vollständig in den Raum des Langschiffes integriert ist. Während das Hauptschiff oblonge Joche trägt, sind die des Seitenschiffes quadratisch. Die Länge des Langhauses beträgt 50,60 m, die Breite 14 m, die Gewölbehöhe 14,60 m. Das 25 m hohe Kirchengebäude besitzt als Besonderheit keinen Glockenturm, stattdessen einen im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten 1857–1861 neu errichteten 15 m hohen Dachreiter zwischen 4. und 5. Joch, der alte mit Zwiebelzwischendach ging nach 1794 verloren. 1862 wurde ein neugotischer Lettner ins zweite Chorjoch eingebaut, der bedauerlicherweise 1955 entfernt wurde. Ob ein mittelalterlicher Lettner vorher bestand, ist nicht dokumentiert.

Die Kirche gilt als eine der wichtigsten und eindrucksvollsten rheinischen Minoritenkirchen und war über Jahrhunderte Begräbnisstätte der Stifterfamilie, des mittelrheinischen Adels und wohlhabender Bürger der Stadt, deren Wappen in den Kreuzgewölben angebracht sind. Möglicherweise sind Reste eines flachdachigen Vorgängerbaus integriert. Sie war berühmt wegen ihrer Wandmalereien, die zum Teil hinter Putz und Farbe wiedergefunden wurden und erhalten werden konnten.

1616 löste der Franziskanerorden die Minoriten ab, ihre Zahl war auf vier gesunken. Für dasselbe Jahr und 1620 sind größere Instandsetzungsarbeiten überliefert.[9] 1633 wurde die Kirche zerstört, jedoch 1709 wieder aufgebaut.

1802/1803 wurde das Kloster dann im Zuge der Säkularisation Napoleons aufgelöst. Kloster und Kirche dienten zunächst der napoleonischen Armee, später den Preußen als Kaserne, Depot und Pferdestall. Am 30. November 1854 wurde sie von König Friedrich Wilhelm IV. der evangelischen Kirchengemeinde mit einem für die Renovierung bestimmten Geldbetrag übergeben, hieß dann „Evangelische Stadtkirche“ und erhielt 1855 ihren heutigen Namen. Die Neueinweihung fand am 6. September 1855 im Chorraum durch Pfarrer Albrecht Julius Schöler statt, dem Nachfolger von Gustav Ilse, dem ersten Pfarrer (1850 bis 14. Januar 1854) der erst ab dem 31. Oktober 1854 selbständigen evangelischen Kirchengemeinde Andernach. Bis ins 20. Jahrhundert existierte unter dem achten Nordfenster ein Seitenportal.

Zur Errichtung des Wehrbezirkskommandos wurde bis 1905 der größte Teil der Klosteranlage abgerissen. Erhalten blieben lediglich der nördliche Teil des ehemaligen Kreuzgangs und ein Teil des früheren Dormitoriums, in dem heute der Gemeindesaal untergebracht ist. 1913 bis 1914 wurde die Kirche aufwendig restauriert, ebenso nach dem Zweiten Weltkrieg von 1955 bis 1969 zur Beseitigung der Kriegsschäden.

Rheintor (Kornpforte)[Bearbeiten]

Rheintor (Kornpforte)
Hauptartikel: Rheintor (Andernach)

Das Rheintor wurde um 1200 als Hauptzugang der Stadt vom Rheinufer her errichtet. Es ist die älteste Doppeltoranlage des Rheinlandes. In die Zeit der Erbauung gehören nur noch der Grundriss und Teile des unteren Mauerwerks. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude umgebaut, das 1899 seine heutige Gestalt, anlehnend an sein Aussehen im 17. Jahrhundert, wiedererhielt.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mittelalterliche städtische Wehranlagen mit der Ruine der kurkölnischen Stadtburg mit intaktem Bergfried (30 m, seit 1836 Gefängnis, 1911–1922 Jugendherberge, heute altkatholische Kirche) und restauriertem Pulverturm (1493–1495 erbaut), sowie der in Teilen erhaltenen Stadtmauer mit sechs (von zehn) vollständig erhaltenen Halbrundtürmen (Schulturm (nach der Schule in der Nähe, Westseite), Kurtmanns Erker (nach der Andernacher Familie Kurtmann, Westseite), Bern(hard)sturm (nur Sockel und Teil der Schale erhalten), Dadenbergturm (nach alter Andernacher Adelsfamilie von Dadenberg, Südseite), Helmwartsturm, Brüderturm (nach dem bis 1802 nahegelegenen Minoritenkloster), Ottenturm (Südseite)), den beiden Stadttoren Koblenzer Tor (Burgpforte, Ruine 2012 renoviert), Rheintor (Kornpforte) und dem Bollwerk, einer alten Zollstation am Rhein mit Ehrenmal und Rolandsstatue.
  • Hospitalkirche St. Joseph (vorm. Annuntiatenkirche St. Nikolaus und Elisabeth) mit barockem Innenausbau; die Kirche trägt noch den ehemaligen Patronatsnamen des früheren Hospitals St. Josef, das im März 1934 nach Beschluss vom 6. Dezember 1933 den heutigen Namen Stiftshospital St. Nikolaus erhielt.
Burg Namedy im Andernacher Ortsteil Namedy
  • St.-Michaels-Kapelle (13. Jahrhundert, eine Friedhofskapelle des ehemaligen, 1126–1129 auf den Trümmern des Vorgängerbaus St. Stephan gegründeten Augustiner-Chorfrauen-Stiftes Unsere Liebe Frau vor den Mauern zu St. Thomas nach dem hl. Thomas Becket benannt, vor 1482 Unsere Liebe Frau vor den Mauern / St. Maria) mit erhaltenem Wehrturm des Klosters aus dem 14. Jahrhundert, der seit 1816 Turmwindmühle St.-Thomas-Mühle (Loh- und Schneidemühle, mit 26 m die höchste in Rheinland-Pfalz) und ab 1912 Wasserturm war;
  • Johannes-Nepomuk-Statue (17. Jahrhundert) am Johannesplatz und verschiedene Bildstöcke an der Koblenzer Str. (teilweise im schlechten Zustand);
  • Historisches Rathaus erstmals 1407 als Sitz des Andernachers Rates erwähnt, mit jüdischer Mikwe (Ritualbad) aus dem 13. Jahrhundert der damaligen Synagoge, über drei unterirdische Stockwerke mit dem Rhein verbunden; Ersterrichtung des heutigen Baus 1561–1574 mit ursprünglich offener, kreuzgewölbten Markthalle (erhalten) im Parterre zur Hochstraße (1689 großteils zerstört, 1781 Neuerrichtung mit geschlossener Halle)
  • Im Stadtteil Namedy befindet sich die Burg Namedy aus dem 15. Jahrhundert, die sich im Besitz des Sigmaringener Zweiges des Hauses Hohenzollern befindet.
  • Bei Bad Tönisstein kann man die Tönissteiner Heilwasserquelle(n) besuchen. Sie gelten als die ältesten Römerquellen Deutschlands (2050 Jahre, Münzfunde aus Cäsars und Konstantins I. Zeiten). Sie wurden 1501 erstmals als Heylborn in den Andernacher Annalen urkundlich erwähnt und um 1540 von Dr. Johann Winter aus Andernach empfohlen; 1389 wurde ein heute nur noch als Ruine vorhandenes, Karmeliterkloster nach einem Heiligenbildfund (Pietà mit Hl. Antonius) errichtet, das bis 1809 existierte (siehe auch: Klosterruine Tönisstein). Diese Kloster St. Antoniusstein benannte man später volksmundlich Tönisstein. Das vorhandene Mineralwasser wurde dort als Heilmedium angewandt. Bad Tönisstein war vom ausgehenden 16. bis 18. Jahrhundert Heilbad und Sommerresidenz der Kurfürsten von Köln.
  • Vulkanpark mit verschiedenen geologischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Der Geysir Andernach, der höchste Kaltwassergeysir der Welt
  • Geysir Andernach, auch Namedyer Sprudel genannt, auf dem Namedyer Werth (Krummenwerth), der mit etwa 55–60 m der höchste Kaltwassergeysir der Welt ist. Der Sprudel sprang bereits erstmals 1903 nach einer Bohrung und wurde kommerziell als Mineralquelle genutzt. 1957 verschlossen wurde er 2001 erneut angebohrt und ist seit 2006 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Endgültig wurde der Geysir zusammen mit dem Geysir-Infozentrum am 30. Mai 2009 eröffnet. Seitdem verkehrt in den Sommermonaten zwischen dem Infozentrum und dem Namedyer Werth das Ausflugsschiff namens „Namedy“. Das Infozentrum sowie der Geysir sind von März bis einschließlich Oktober für die Besucher geöffnet.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Andernach

Andernacher Dialekt[Bearbeiten]

Der in Andernach gesprochene Dialekt, das so genannte Annenache Platt, gehört zum Moselfränkischen. Es gibt aber eine starke Beeinflussung durch die ripuarisch-fränkische Mundart, die weiter rheinabwärts gesprochen wird. So werden die Vokale noch stärker gedehnt, als dies beispielsweise in Mayen oder Neuwied der Fall ist. So wird:

  • ei zu äi (Rhein – Rhäin, sein – säin) oder ää (Bescheid – Beschääd, kein – kää); äu zu ää (Bäume – Bääm);
  • g oft zu j (Morgen – Morje, Gasse – Jass, aber Glück – Glöck, gut – good) oder entfällt (Vogel – Vuuel, Vögel – Vüüel, Kugel – Kuuel, Augen – Aue);
  • End-g oft erhalten (Berg, Schlag, aber Tag – Daach und Daag);
  • i oft zu e (Winter – Weende, Wind – Weend, (m)ich – (m)ech, mit – met);
  • w in wer, wie, was, wo, warum zu b (bär, bie, batt, bo, boröm, aber wenn – wenn);
  • a zu o (da – do, nach – no, Nachbar – Noobe, war – wor); pf zu p;
  • ü oft zu ö (Gewühl – Jewööhl, hören – hüüre, Hühner – Hööhner); u oft zu o (Waggon – Wajung, Huhn – Hoohn, kurz – kooz, um – om, so – su);
  • enklitische Wörter (ist es – eset, gegen das – jänet; gibt es – jiwwet, haben sie – hawese, wer das – bäret)
  • b und f (im Wortinnern) zu w oder ww (über – üwwer, sieben – siwwe, oben – ow(w)e, Ofen – Owe);
Kölsch Annenache Platt Hochdeutsch
Äädäppel Krombiere Kartoffeln
Berch Berg Berg
Bure Bauere Bauern
Döppe Döppe Topf
drüvver drüwwer darüber
Deesch Dösch Tisch
Finster Finste Fenster
Pääd Perd Pferd
Ring Rhäin Rhein
op dem Maat offem Maat auf dem Markt
ston stohn stehen
Schörreskaar Schorreskaar Schubkarre
Stroß Strooß Straße
Kreßdaach Wäihnacht, Chreesdaach Weihnachten (Christtag)

Auch enthält der Dialekt viele Wörter, die in der Hochsprache nicht existieren. Häufig handelt es sich hierbei um Lehnwörter aus dem Keltischen, dem Lateinischen, dem Niederländischen oder dem Jiddischen. In der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich (1794–1814) flossen auch viele französische Dialektwörter mit ein, zum Beispiel Plümmo (Federbett), pareere (gehorchen), Drottewaar (Bürgersteig, von frz. „trottoir“), Gatsen (Kuchen), Prommetaat (Pflaumenkuchen, von frz. „tarte aux prunes“), Pottemanee (Geldbeutel), Filu (Lausbub), Mösch (Spatz, von frz. „mouche“ – Fliege, Spatz), Määrel (Amsel, frz. „merle“). Die Fissemadente (Blödsinn) sind echtes Deutsch aus dem 15. Jahrhundert.

Märkte in Andernach[Bearbeiten]

Andernach war schon zur Römerzeit und in der Spätantike für seinen Nah- und Fernhandel, letzterer insbesondere in Tuffstein, Basalt und Mühlsteinen, bekannt, der erhaltene Grabstein des Austroaldus aus der Zeit um 600 kündet davon. Die Stadt erhielt bereits im Mittelalter, spätestens 1167 nach der Schenkung an den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, das Marktrecht – die Urkunde weist den spätlateinischen Begriff teloneum auf, das hier Marktzoll bedeutet.[10] Sie beherbergte im Laufe ihrer Geschichte mehrere, namentlich vier große Märkte neben kleineren wie den 1456 von Erzbischof Dietrich II. von Moers bestätigten Wochenmarkt. Seit 1250, der vermutlichen Weihung der Minoritenkirche St. Nikolaus, der heutigen Christuskirche, oder früher gab es im Frühjahr am Montag nach Misericordia, dem zweiten Montag nach Ostern, die Brüderkirmes, auf das Minoritenkloster zurückgehend, die Peter-und-Paul-Kirmes am 29. Juni, der Bartholomäusmarkt am 24. August, von Walram von Jülich am 30. Dezember 1332 vom Kloster Laach nach Andernach verlegt und der Michelsmarkt, der als einziger die Zeiten überlebte. Er geht auf einen Erlass des damaligen Landesfürsten, Erzbischofs Friedrich III. von Saarwerden zurück, der am 8. Juni 1407 urkundlich der Stadt bis auf (den nie erfolgten) Widerruf einen Markt an Michaelis (29. September), den Michaelismarkt erlaubte mit sieben Tagen langer Marktfreiheit. Er war Jahrhunderte lang ein Kram- und Viehmarkt und wandelte sich bereits im 19. Jahrhundert und speziell im 20. Jahrhundert zu einem Volksfest mit Markt, als er bis 1931 am Rhein stattfand. Er findet seit 1932 wieder wie vor Jahrhunderten in der Stadt statt, mit Ausnahme der Jahre 1939–1947, und wird seit 1993 am letzten Septembersonntag gefeiert. 1974 gesellte sich Der Michelsmarkt der Künste hinzu, an dem Künstler aus der Region ihre Werke ausstellen.[11]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Döppekooche (Topfkuchen), Kribbelsche (Reibekuchen), Rheinischer Sauerbraten, Nussecken und Schokobrötchen, Bienenstich

Essbare Stadt[Bearbeiten]

In Andernach werden Grünflächen mit essbaren Pflanzen wie Mandeln, Pfirsich, Mispeln bepflanzt, die von der Bevölkerung frei geerntet werden können. [12]. Andernach erhielt als Essbare Stadt für dieses fortschrittlich urbane Konzept verschiedene Auszeichnungen Andernach, erstmals 2010 beim Bundeswettbewerb „Entente Florale - Unsere Stadt blüht auf“ die Goldmedaill bei der ersten Teilnahme.

Sagen[Bearbeiten]

Bäckerjungensage

Die Andernacher Nachbarschaften[Bearbeiten]

Eine Besonderheit Andernachs sind die sogenannten „ehrenwerten Nachbarschaften“ – Vereinigungen von Bürgern, die sich aufgrund der Zugehörigkeit zu einem Stadtteil oder einem Straßenzug einander verbunden fühlen.

Laut Josef Ruland (Nachbarschaft und Gemeinschaft in Dorf und Stadt, Düsseldorf 1963) gehen die Ursprünge der Nachbarschaften zurück auf das Zunftwesen und werden zeitlich mindestens auf Mitte des 17. Jahrhunderts rückdatiert. So kann die Hochstraßen-Nachbarschaft schriftliche Dokumente aus dem Jahre 1640 vorweisen. Aber auch die übrigen Nachbarschaften führen zum Teil seit Jahrhunderten Nachbarschaftsbücher, in die alle wichtigen Ereignisse des täglichen Lebens eingetragen wurden. Die Burgpfortennachbarschaft kann ihren Ursprung auf 1513 datieren. An die Zunftordnungen angelehnt sind die gebräuchlichen Amtsbezeichnungen Schultheiß, Schöffe und Amtmann. Letzterer hat das höchste Amt innerhalb einer Nachbarschaft inne und war in früheren Zeiten unter anderem dafür zuständig, die Einhaltung von Regeln für ein gedeihliches Zusammenleben (zum Beispiel die Reinhaltung der Brunnen) zu überwachen.

Hauptsächlicher Sinn und Zweck der betont religiös orientierten Nachbarschaften war die gegenseitige Hilfe bei Krankheit, Unglück oder Tod. Noch heute existieren sogenannte Sterbekassen – gespeist aus Mitgliedsbeiträgen, welche Zuschüsse für die Kosten von Beisetzungen gewähren. Auch nehmen Abordnungen der Nachbarschaften mit der traditionellen Nachbarschaftsfahne an den Beerdigungen verdienter Mitglieder teil.

Der karitative Zweck dieser Bürgervereinigungen ist im Laufe der Zeit immer mehr in den Hintergrund getreten. Noch regelmäßig werden heute um die Karnevalszeit die „Geloch“ (Ausspr.: [ɡeˈlɔːx] = Gelage in Andernacher Platt) genannte Versammlung abgehalten (seinerzeit Versammlung zur Wahl des Schöffenstuhls, der den Amtmann bestimmte)[13] bzw. der Frauenkaffee, Sommerfeste oder gemeinsame Busfahrten. Die noch existierenden 17 Andernacher Nachbarschaften in der Kernstadt und die weiteren 17 in den Ortsteilen[14] leiden heutzutage an Nachwuchsmangel und Überalterung, vermögen kaum noch das Interesse der jüngeren Generationen zu wecken, obgleich der Kerngedanke der Nachbarschaften, das „Geben und Nehmen“, stets aktuell ist.[15] Seit April 2010 sind sie auch mit eigener Internetseite vertreten.

Musik[Bearbeiten]

Ein Kunstlied aus dem 15. Jahrhundert aus den Niederlanden oder Antwerpen trägt den Titel T'Andernaken (Liedanfang des mittelniederländischen Textes: „T'Andernaken (all) op den Rijn, daer vant ic twee ma(e)chdekens spelen gaen“; dt.: „Zu Andernach (ganz) am Rhein, da fand (sah) ich zwei Mädchen spielen (sich amüsieren) gehen“) und erzählt von den Liebesgeschichten zweier junger Damen, davon eine vom traurigen Abschied ihres Geliebten, da er nach Andernach muss. Es existieren verschiedene Textversionen (6 Strophen, 20 Strophen) und schildert neben den Erzählungen (in der 20-Strophen-Version), wie schön die Stadt ist. Das Lied war im 15. und 16. Jahrhundert recht bekannt und wird verschiedenen Renaissance-Künstlern wie Ludwig Senfl (1534), Erasmus Lapicida (1504), Jacob Obrecht (1501), Pierre de la Rue (1500), Alexander Agricola und anderen zugeschrieben, die jeweils eigene (Instrumental)fassungen schrieben. Selbst der musikalische englische König Heinrich VIII. (~1515) verfertigte eine Variation darüber. Es ist auch im Antwerps Liedboek – Een schoon liedekens Boeck (Antwerpener Liederbuch – ein schönes Liedchenbuch) von 1544 unter der Nummer 149 als Een oudt liedeken (Ein altes Liedchen) aufgelistet.

In einfacher, aber tiefgründiger Sprache ist das mittelalterliche Adventslied Es kommt ein Schiff, geladen verfasst. Das Schiff ist Symbol für die Jungfrau Maria, die den Geist Gottes, umschrieben als Wort Gottes, in die Welt bringt. Vermutlich im Elsass entstanden, wurde das Lied 1608 in das Andernacher Gesangbuch aufgenommen. Über Jahrhunderte tradiert, gehört es heute zum kostbaren alten Liedgut der katholischen und evangelischen Kirchen.

1960 wurde von dem Musiker Gustav Gerdom, Gründungsmitglied der Gruppe Die Mickeys, das Lied „Kein Wort so schön wie Andernach“ komponiert. Dieses Lied wird heute wie damals als „heimliche Hymne“ der Stadt gespielt und gesungen.

Im Jahr 2002 gründete sich in Andernach die Alternative-Rock- und Crossover-Band Blind, die im Jahr 2009 mit ihrer vierten Single Half a Dream Away Platz 94 in den deutschen Charts erreichte.

Andernachschach[Bearbeiten]

Eine Schachvariante, die ihren Namen seit einem der jährlichen Treffen von Freunden von Schachvarianten 1993 in Andernach führt. Die Figur, die schlägt, wechselt die Farbe.

Museen[Bearbeiten]

Andernacher Stadtmuseum[Bearbeiten]

Stadtmuseum Andernach
Portikus-Detail

Das Andernacher Stadtmuseum in der Hochstraße 99, im Jahre 1600 nach sechsjähriger Bauzeit als Stadtpalast des Oberamtmannes Georg III. von der Leyen, Urenkel Georgs I. von der Leyen († 1509), der seit 1485 Herr zu Saffig, Olbrück und Adendorf war, und seiner ersten Ehefrau Katharina von Eltz zu Pyrmont († 1605) errichtet, deren beider Wappen den, zur Abstützung des ebenfalls reichlich verzierten Standerker im ersten Stock viersäuligen, aufwendig gestalteten Portikus schmücken – eines der schönsten Häuser der Stadt (Spätrenaissance mit barockem Einfluss) mit ursprünglich Grundbesitz bis zur Mauerstraße und zur Stadtmauer im Osten. 1652 erfolgte die Schenkung von Grundstücken des Stadthofes, heute das St.-Nikolaus-Krankenhausareal, an den Annunziatenorden durch Margaretha von Metternich zu Schweppenburg, zweite Frau von Hermann Georg I. von der Leyen (1580–1639), Sohn und Amtsnachfolger seines Vaters Georg III. von der Leyen († 1612). 1689 wurde das Haus durch Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Seit der Renovierung erhielt es das heutige Mansarddach. Bis 1751 blieb der Adelssitz im Besitz der Familie von der Leyen. Von der Familie nicht mehr genutzt, wurde er im selben Jahr an den Andernacher Bürger Peter Loch veräußert, dessen gleichnamiger Sohn es 1768 ererbte und 1822 an Peter Thonnet verkaufte. 1841 kam es durch Einheirat an Dr. Christian Moll. Danach war es zwischenzeitlich seit

  • 1863 Brennerei/Brauerei der Euskirchner Familie Classen
  • 1877 Brauerei der Fa. Mengelbier & Comp. (Josef Cabellen)
  • 1879 „Kaiserliche Reichspost“ unter Reichspostmeister Mesenich
  • 1886 Brauerei „Zum Leyen’schen Hof Leo Meyer“ von der Bauchmühle an der heutigen Breitestraße
  • 1893 Brauerei „Zum Leyen’schen Hof Wilhelm Leifert“
  • 1915 Brauerei „Zum Leyen’schen Hof Wilhelm Leifert Wwe. & Kinder“
  • 1921 Eigentum der Stadt Andernach als geplantes Stadtmuseum
  • 1936 Stadtmuseum
  • 1940 Notlazarett
  • 1946 Aussiedlerunterkunft
  • 1953 in Renovierung
  • 1969 Stadtmuseum
  • 2005 in Restaurierung
  • 2007 Stadtmuseum (Wiedereröffnung am 1. Juni)

Es beherbergt Funde aus der Region durch die Jahrhunderte, ein Modell der Stadt um 1600 u. v. m., in Abständen sehenswerte Ausstellungen (Ausgrabungsfunde, Karneval, Geysir, Zinnfiguren etc.)

Johann-Winter-Museum[Bearbeiten]

Kleines Heilkundemuseum in der Frankenstraße 19, Dr. Johann Winter gewidmet. Es enthält eine Darstellung der Medizingeschichte und -entwicklung von Spezialgebieten durch die Jahrtausende anhand von Gegenständen, Funden, Dioramen und Szenen. Zum Museum gehören eine Heilkundebibliothek, eine Fossilsammlung und ein Kräutergarten.[16]

Bibliotheken[Bearbeiten]

Andernach verfügt in den Räumen des Historischen Rathauses über eine wohlsortierte Stadtbücherei mit Internetanschluß, über die Tag und Nacht Literatur heruntergeladen (ONLEIHE) werden kann. Am 8. Mai 2012 ist an der alten Stadtmauer gegenüber dem Polizeiamt ein Öffentlicher Bücherschrank aufgestellt worden. Damit ist Andernach nach Mainz die zweite Stadt in Rheinland-Pfalz mit dieser Einrichtung.

Historischer Verein Andernach e. V.[Bearbeiten]

Mit Geschichte und Kultur von Andernach befasst sich der "Historische Verein Andernach e. V." (seit 1986). Seit 1995 hat er im Zweijahresrhythmus bislang 10 Bände Andernacher Annalen herausgegeben sowie eine zweibändige Sammlung journalistischer Bereichterstattung von Karl Wind über Andernach zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.[17]

Andernacher Karneval[Bearbeiten]

Der Karneval in Andernach ist seit verbrieften knapp 600 Jahren Kultur und Tradition in der Stadt und weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Das Wort „Fastnacht“ ist erstmalig im Jahre 1416 als „vassenaicht“ in überlieferten Andernacher Rechnungen als Zuschuss für Bürger und Gesellen zu ihrer Feier belegt. Im Zuge des Aufstiegs Preußens nach 1815 und der von Köln ausgehenden Karnevalsreform von 1823 fand der erste nachweisliche Rosenmontagszug in Andernach im Jahre 1832 statt, erneutes Aufleben des öffentlichen Fastnachtstreibens mit einem Maskenzug am Fastnachtsdienstag im Jahre 1855, in dem auch die erste „Carnevals-Gesellschaft – Alizariner“ gegründet wurde, die heute nicht mehr existiert. Der erste heute noch existierende Fastnachtsverein wurde 1893 gegründet, und die namentlich bekannte erste „Tollität“ war Robert I., „Prinz von Thoren“ des Jahres 1896. Starkes Ansteigen des Karnevals ist für die Zeit danach und nach dem Ersten Weltkrieg belegt, das bis heute anhält, unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg und die unmittelbaren Jahre danach. In der Stadt selbst wird die „Annenacher Faasenacht“, wie der Karneval bevorzugt genannt wird, ausschließlich von den Karnevalsgesellschaften getragen, von denen es allein in der Kernstadt mehr als sieben gibt, drei davon älter als hundert Jahre. Die Mitgliederzahlen liegen z. T. über 1.000 bei den größten Vereinen, d. h. etwa 10 % der Stadtbevölkerung sind in Karnevalsvereinen organisiert. Andernach gehört wegen seiner starken fastnachtlichen Aktivität zu den karnevalistischen Hochburgen am Rhein. Der Karnevalsruf ist in Anlehnung an Köln, dem es mehr als 600 Jahre als südlichste Bastion des kurkölnischen Staates angehörte, „Annenach Alaaaf“, das Motto „Allen wohl – Niemand weh!“.[18]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Andernach wird durchquert von der Bundesstraße 9 und der Bundesstraße 256. Anschluss an die Bundesautobahn 48 besteht über die Abfahrt Koblenz und an die Bundesautobahn 61 über die Abfahrten Kruft und Plaidt.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet von Andernach führt die Linke Rheinstrecke Köln – Bonn – Koblenz. Von ihr zweigt im Bahnhof Andernach die Eifelquerbahn über Mayen nach Gerolstein sowie eine Anschlussstrecke zum Andernacher Hafen ab.

Im Andernacher Bahnhof halten neben Zügen des Regionalverkehrs auch Intercity- und Intercity-Express-Züge. Die Stadt Andernach hat im Oktober 2009 eine Städtepatenschaft für einen ICE übernommen, auf dessen Triebköpfen nun beidseitig das Wappen und der Stadtname prangen.[19]

Weitere Regionalbahn-Haltepunkte befinden sich in Namedy an der Linken Rheinstrecke und in Miesenheim an der Eifelquerbahn.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1895–1941) gab es eine Standseilbahn auf den Krahnenberg, als Zahnradbahn oder Krahnenbergbahn bezeichnet.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Anlegestelle der KD in Andernach

Andernach ist Ausflugsziel der Personen-Rheinschifffahrt der KD (Köln-Düsseldorfer).

Bis 1985 existierte eine Autofährverbindung nach Leutesdorf. Seit Mai 2009 pendelt von freitags bis sonntags dreimal täglich wieder eine Personenfähre zwischen Andernach und Leutesdorf.[20] Vom selben Anleger aus fährt das Schiff auch zum Naturschutzgebiet Namedyer Werth, in dem der Geysir liegt.

Bei Rheinkilometer 611,7 linkes Ufer liegt der Rheinhafen Andernach, der Stromhafen zwischen Rheinkilometer 611,7 und 612,6.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Die Luftanbindung Andernach erfolgt durch die rund eine Autostunde entfernten Großflughäfen Köln/Bonn (65–90 km, je nach Route) und Frankfurt (Main) (120 km) sowie durch den Flughafen Frankfurt-Hahn (85–100 km).[21]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten]

Insgesamt besteht die Freiwillige Feuerwehr Andernach aus den Löschzügen Kernstadt I und II, Miesenheim I und II, Eich, Namedy und Kell. In diesen Löschzügen versehen etwa 220 Mitglieder ihren Dienst. Den Löschzügen der Kernstadt stehen zudem noch ein Mehrzweckboot sowie zwei Rettungsboote für Einsätze auf dem Rhein zur Verfügung.

Hochwasserschutz[Bearbeiten]

Ende 2006 wurde eine teilweise mobile Hochwasserschutzwand entlang der Rheinpromenade fertiggestellt. Die Schutzeinrichtung ist auf Pegelstände bis zu 9,30 m ausgelegt.

Bildung[Bearbeiten]

Die meisten weiterführenden Schulen in Andernach sind im Schulzentrum südöstlich des Bahnhofs angesiedelt (Breite Straße und Salentinstraße). Diese Schulen werden von mehr als 4000 Schülern besucht.

In Andernach gibt es zwei Gymnasien, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium (BVS; 1029 Schüler) und das ältere Kurfürst-Salentin-Gymnasium (KSG; 953 Schüler). Weitere Schulen im Schulzentrum sind die Geschwister-Scholl-Realschule mit 772 Schülern und die Duale Oberschule St. Thomas (benannt nach dem ehemaligen Kloster St. Thomas) mit 316 Schülern, die seit dem Schuljahr 2009/10 nunmehr beide als Realschule plus bezeichnet werden; Stand der Schülerzahlen im Schuljahr 2011/2012.[22]

Daneben gibt es noch die berufsbildende August-Horch-Schule mit ungefähr 1700 Schülern sowie die Elisabethschule, eine Schule für Lernbehinderte mit ungefähr 130 Schülern.

In Andernach gibt es weiterhin sieben Grundschulen, davon vier in der Kernstadt und jeweils eine in den Stadtteilen Eich, Namedy und Miesenheim.

Sport[Bearbeiten]

Ältester und größter Sportverein Andernachs ist der Turner-Bund Andernach, der traditionell im Bereich des Turnens tätig ist und darüber hinaus über Angebote im Trampolinturnen, Schwimmen, Karate, Judo, Badminton und andere mehr verfügt. Er wurde bereits 1867 gegründet.

1909 ging aus dem Katholischen Gesellenverein Andernach der spätere Leichtathletikverein DJK Andernach hervor, der seit den 1970er Jahren mit dem Neuwieder LC und später auch dem TV Engers als Startgemeinschaft LG Rhein-Wied bei Wettkämpfen auftritt und mit Inge Helten und Ute Hedicke internationale Spitzenathletinnen hervorbrachte. Auch dieser Verein ist neben dem namensgebenden in anderen Bereichen wie Tennis und Volleyball aktiv.

Im zeitgleich aufkommenden Fußball wirkte die DJK von Beginn ebenso mit der Turnerbund mit seiner damals neugegründeten Fußballabteilung, aus der später die lange Zeit führende Sportvereinigung (SpVgg) Andernach wurde. 1999 fusionierte die SpVgg mit den Fuballabeilungen der DJK und des ebenfalls bereits 1910 gegründeten BSV Andernach zur heutigen SG 99 Andernach.

1926 entstand der Andernacher Tennisclub. Noch jüngeren Datums ist der Andernacher Ski-Club von 1963, der sich wie DJK und Turner-Bund nicht auf Aktivitäten im Skisport beschränkt.

Daneben verfügt Andernach über weitere Sport- und Spielvereine mit einem breiten Spektrum an Betätigung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Andernach verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Adams: Kurzgefaßte Geschichte der Stadt Andernach. Andernach 1955.
  • Wolfgang P. Fischer: Spurensuche 2000 – Spuren von Christentum in Andernach. Andernach 2000.
  • Das Mittelrheinische Becken (= Werte der deutschen Heimat. Band 65). 1. Auflage. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2003, ISBN 3-412-10102-8.
  • Franz-Josef Heyen (Hrsg.): 2000 Jahre Andernach – Geschichte einer rheinischen Stadt. Stadtverw. Andernach 1988.
  • Robert Hoeniger: Der Rotulus der Stadt Andernach 1173–1256. M. DuMont Schauberg, Köln 1884.
  • Manfred Huiskes: Andernach im Mittelalter. Bonn 1980.
  • Hans Hunder: Andernach. Darstellungen zur Geschichte der Stadt. Stadtverwaltung Andernach 1986.
  • Marc Breuer, Elfie Nadolny & M.Krings: Priesterschicksale in der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel von Johannes Schulz, Josef Zilliken und Adolf Rosch. In: Andernacher Annalen 1, 1995/96
  • Claus Peitz, Heinz Stark: Annenach Alaaf – Die Geschichte des Karnevals in Andernach. Andernacher Beiträge 20, herausgegeben von Klaus Schäfer, Andernach 2006; ISBN 3-9807996-4-6.
  • Gisela Pfeil: Annenache Vezeelche. Andernach 1998 (Band 1) und 2005 (Band 2).
  • Josef Ruland: Nachbarschaft und Gemeinschaft in Dorf und Stadt. Düsseldorf 1963.
  • Josef Schaefer: Andernacher Histörchen – Geschichten unserer Heimatstadt. Selbstverlag, Andernach 1982, 2. erw. Auflage, erlebt und erzählt in Andernacher Platt.
  • Klaus Schäfer (Hrsg.): Andernacher Juden im Mittelalter. Begleitheft zur Ausstellung im Stadtmuseum (6. Oktober–16. Dezember 1990).
  • Klaus Schäfer: Notizen zum Michelsmarkt in Andernach. Jubiläumsheft zum 600. Michelsmarkttag 2006.
  • Paul B. Steffen: Das Franziskanerkloster zu Andernach. Vor 750 Jahren kamen die Franziskaner nach Andernach, In: Heimatbuch Landkreis Mayen-Koblenz vol. 3 (1984) p. 81-82.
  • Pater Paul B. Steffen: Das Zisterzienserinnenkloster Namedy, In: Heimat-Jahrbuch Landkreis Mayen-Koblenz. 1986. 1 Abb., 1986.p. 70-72.
  • Stadtverwaltung Andernach (Hrsg.): Andernacher Wörterbuch. Andernach 1984.
  • Gerhard Terwelp: Andernach zur Zeit des dreissigjährigen Krieges. Andernach 1887; digitalisierte Fassung.
  • Gerhard Terwelp: Beiträge zur Geschichte der Stadt Andernach. Andernach 1888; digitalisierte Fassung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andernach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Andernach – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Andernach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Andernach vom 9. Juli 2009 (PDF-Dokument)
  3. Statistische Daten der Stadt Andernach
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Erläuterung des Landeswahlleiters zum „Gewichteten Ergebnis“
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 168 (PDF; 2,50 MB)
  7. Städtepartnerschaften Andernachs
  8. Siehe http://rhein-zeitung.de/on/06/11/28/service/gesundheit/wellness/t/rzo297079.html?markup=Badeanlage
  9. Hanna Adenauer, Josef Busley, Heinrich Neu: Die Kunstdenkmäler des Kreises Mayen. In: Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler des Rheinlandes. Bd. 17, II. Abt., L. Schwann, Düsseldorf 1941
  10. Dr. Manfred Huiskes: Andernach im Mittelalter. Bonn 1980, Rheinarchiv 111, S. 200
  11. Dr. Klaus Schäfer: Notizen zum Michelsmarkt in Andernach. Jubiläumsheft zum 600. Michelsmarkttag 2006
  12. Siehe http://www.andernach.de/de/leben_in_andernach/essbare_stadt.html
  13. Siehe: http://www.andernachernachbarschaft.de/geschichtliches_zu_den_nachbarschaften.html
  14. Siehe: http://www.andernach.de/de/leben_in_andernach/nachbarschaften.html
  15. Siehe: http://www.andernachernachbarschaft.de/warum_heute_eine_mitgliedschaft__in_der_nachbarschaft_notwendig_ist_.html
  16. a b Johann-Winter-Museum
  17. Webadresse
  18. Geschichte des Andernacher Karnevalsprinzen
  19. Deutsche Bahn – ICE „Andernach“ getauft
  20. Fährverbindung nach Leutesdorf
  21. Routen nach Google Maps, auf 5 km gerundet.
  22. Stadt Andernach – Schulen. Website der Stadt. Abgerufen am 14. Juni 2012.
  23. Siehe http://www.albert-hillesheim.de/andernach/ander4.htm