Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv

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Filmdaten
Deutscher Titel Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv
Originaltitel Ace Ventura: Pet Detective
Aceventura-logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 83 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Tom Shadyac
Drehbuch Jack Bernstein,
Jim Carrey
Produktion Gary Barber
Musik Ira Newborn
Kamera Julio Macat
Schnitt Don Zimmerman
Besetzung

Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv ist ein US-amerikanischer Spielfilm der Gattung Komödie aus dem Jahr 1994. Die Regie führte Tom Shadyac, das Drehbuch schrieben Jack Bernstein und Jim Carrey. Die Hauptrollen spielten Jim Carrey und Courteney Cox.

Der Film begründete die Popularität von Jim Carrey und wurde mit dem Film Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (1995) fortgesetzt. Im Jahre 2009 wurde eine zweite Fortsetzung mit dem Titel Ace Ventura 3 – Der Tier-Detektiv direkt auf DVD veröffentlicht. Die Regie übernahm David M. Evans. Jim Carrey tritt in dem Film nicht wieder auf.

Handlung[Bearbeiten]

Der Privatdetektiv Ace Ventura beschäftigt sich mit der Suche nach vermissten Tieren. Eines Tages wird er beauftragt, das vermisste Maskottchen Snowflake der Football-Mannschaft Miami Dolphins zu finden. Der Besitzer der Miami Dolphins droht dem Verwaltungschef Roger Podacter und der Angestellten Melissa Robinson, dass sie entlassen werden, wenn der Delphin nicht bis zum Super Bowl in zwei Wochen wieder da wäre, weil ansonsten seine abergläubischen Spieler ohne Chance wären.

Von der ebenfalls ermittelnden Polizei wurde das Wasser des Delphinbeckens herausgelassen. Ventura findet in der Filteranlage des Beckens als erste Spur einen kleinen roten Bernstein in Dreiecksform und später heraus, dass vier davon in einen Meisterring eingefasst wurden, den alle Spielern der 1984er Mannschaft der Dolphins erhalten hatten. Unverzüglich macht er sich daran, in die Nähe aller damaligen Spieler zu gelangen und deren Ringe an den Händen zu kontrollieren, was ihm zwar gelingt, ohne jedoch einen Ring mit einem fehlenden Bernstein zu finden. Von Emilio, einem vertrauten Polizeibeamten, erfährt er, dass auch die Ermittlungen der Polizei nicht weiterführten.

Als Podacter von seinem Balkon zu Tode stürzt, kann Ventura in dessen Wohnung anhand einfachster Gegebenheiten den anwesenden Polizisten und deren von einem Selbstmord ausgehenden Chefin Lt. Lois Einhorn erläutern, dass es sich um einen Mord handelt. Ventura vermutet einen Zusammenhang mit der Entführung des Delphins.

Dann entdeckt er ein Meisterfoto mit einem weiteren Spieler. Robinson klärt ihn auf, dass Ray Finkle erst Mitte der Saison zur Mannschaft gestoßen und deshalb auf dem früheren Foto, nach dem Ventura vorging, nicht abgebildet ist. Dazu hatte Finkle im Superbowlfinale die mögliche Entscheidung zugunsten der Dolphins in letzter Sekunde vergeben. Finkle ist danach entlassen worden und soll in seine Heimat zurückgekehrt sein. Von dessen Eltern erfährt Ventura, dass Finkle in einer Nervenheilanstalt war und von dort vor acht Jahren spurlos verschwunden ist. Seine privaten Sachen sollten sie von dort abholen, haben es aber bislang nicht getan. Finkle gab seinem Mitspieler Dan Marino die Schuld für sein Versagen, weil er ihm den Ball mit der Naht innen statt außen hingehalten hatte. In Finkles Zimmer entdeckt Ventura Wut- und Racheparolen gegen Dan Marino. Telefonisch weist er Robinson an, Polizeischutz für Dan Marino zu veranlassen, doch diese kommt um Sekunden zu spät – Marino wird ebenfalls entführt.

Ventura unterrichtet Einhorn in deren Büro über seine Theorie eines Rachefeldzugs von Finkle gegen sein ehemaliges Team und dass Finkle nach seiner Meinung hinter allen drei Fällen steckt. Daraufhin beginnt die ihm sonst gegenüber abweisende Polizeichefin einen aggressiven Flirt mit ihm, den der Tierdetektiv jedoch nicht erwidert.

Ventura lässt sich von Robinson als möglicher künftiger Patient in die Nervenanstalt einliefern und findet dort in Finkles Hinterlassenschaften eine Zeitung mit einer Meldung über eine vermisste Anhalterin namens Lois Einhorn. Zuhause wartet eine Nachrichtet von Emilio auf dem Anrufbeantworter, dass dieser in Einhorns Schreibtisch eine Nachricht von Podacter entdeckt hat, in der dieser sich für einen schönen Abend mit Einhorn bedankt und auf den nächsten freut. Ventura findet als Lösung, dass Ray Finkle und Lois Einhorn identisch sind. Er heftet sich an Einhorns Fersen und gelangt in das Bootshaus eines Yachtclubs, wo Dan Marino gefesselt ist und der Delphin im Wasser schwimmt. Ventura kann die Entführer, von Einhorn für Helferdienste gedeckte Kriminelle, ausknocken, wird aber von Einhorn gestellt, die Polizeiverstärkung anfordert und Ventura nun die Entführungen und den Mord anlastet. Als die gesamte Polizei eintrifft, kann Ventura Einhorn die Pistole aus der Hand schlagen und einen Kampf mit ihr gewinnen. Einhorn fordert die Polizisten auf, Ventura zu erschießen, doch Robinson kommt mit Emilio, der ihre Geisel spielt, hinzu und fordert die Polizisten auf, ihre Waffen zu Boden zu legen. Nun sucht der Tierdetektiv seine Theorie den Polizisten zu beweisen, indem er an Einhorns Haaren zerrt, ihre Bluse auf- und die Hose herunterreißt – jedoch ohne Erfolg, bis ihn der hinter ihr befindliche Dan Marino darauf aufmerksam macht, dass Einhorns männliche Geschlechtsteile durch den Schritt nach hinten gebogen sind. Ventura klärt die Polizisten auf, dass Podacter hinter dieses Geheimnis gekommen war und deshalb sterben musste. Von Einhorns Hand zieht er einen Meisterring mit einem fehlenden Bernstein.

Gerade noch rechtzeitig treffen nun der Delphin und Dan Marino im Stadion ein, um zur Halbzeitpause die Zuschauer zu unterhalten bzw. zur zweiten Halbzeit des Super Bowls aufzulaufen.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, die Idee des Films eigne sich für eine Fernsehsendung, die eine halbe Stunde dauere. Der „gestreckte“ Film enttäusche, die Handlung sei „überflüssig“ und die meiste Zeit passiere nichts Sinnvolles.[1]

Das Lexikon des internationalen Films meinte: „Eine dramaturgisch wenig überzeugende Genre-Parodie um einen Privatdetektiv für gestohlene Haustiere. Wer sich auf das niedrige Niveau des Films einlassen mag, macht die Bekanntschaft mit einem begabten Komiker.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jim Carrey gewann für seine Rolle die Filmpreise Blockbuster Entertainment Award, London Critics Circle Film Award und Kids' Choice Award; für den MTV Movie Award und für die Goldene Himbeere wurde er nominiert.

Ira Newborn gewann im Jahr 1995 den Preis der American Society of Composers, Authors and Publishers.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 12 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 72,2 Millionen US-Dollar ein.

Aufnahmen von Uwe von Schamann, dem deutschstämmigen Kicker der Dolphins von 1979 bis 1984, wurden im Film für die Figur des Finkle verwendet.

In dem Hardcore-Klub, den Ace betritt, spielt die Band Cannibal Corpse den Song Hammer Smashed Face von ihrem Album Tomb of the Mutilated, das in Deutschland aufgrund des expliziten Covers indiziert ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von James Berardinelli, abgerufen am 20. Juni 2007
  2. Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv im Lexikon des internationalen Films