Check-in

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Abfertigungsvorgang von Reisenden sowie Standortmitteilungen in sozialen Netzwerken. Für den in der Softwaretechnik gebräuchlichen Ausdruck für den Check-in von Artefakten in ein Versionsverwaltungssystem siehe Commit.

Der Check-in ist der Abfertigungsvorgang für Reisende zur Feststellung der Anwesenheit und zur Feststellung der mitgeführten Gepäckmenge.

Flugreisen[Bearbeiten]

Check-in-Schalter am Flughafen Vancouver
Check-in-Automaten der Alitalia am Flughafen Florenz

Der Begriff ist insbesondere bei Flugreisen üblich. Beim Check-in wird nach Vorlage der Beförderungsberechtigung (Ticket) ein Platz im Flugzeug vergeben, gegebenenfalls Gepäck entgegengenommen, welches nicht als Handgepäck an Bord genommen werden darf, und der Passagier erhält die Bordkarte sowie einen Nachweis der Gepäcknummer (Tag number receipt). Diese, meist sechsstellige Nummer, ist, zusammen mit dem Airline IATA-Code, bei einem Verlust des Gepäckstückes eine unverwechselbare Identifizierungsmöglichkeit.

Klassischerweise wird der Check-in an einem Schalter durchgeführt, an dem es ein Förderband für das aufgegebene Gepäck gibt. Diese Schalter sind nach Fluggesellschaften und innerhalb dieser ggf. auch nach Sitzklassen getrennt. Spezielle Schalter für Passagiere der Ersten sowie der Businessklasse sorgen dafür, dass diese sich nicht in langen Schlangen anstellen müssen.

Häufig befinden sich so genannte E-Check-in-Automaten am Flughafen. Das sind Geräte, bei denen sich der Kunde ausweist und seine Bordkarte erhält. Hierbei gibt es auch eine Platzauswahlmöglichkeit. An speziellen, meist wenig frequentierten, Nur-Gepäck-Schaltern, kann der Kunde anschließend – falls vorhanden – sein Gepäck aufgeben. Gruppen können gemeinsam den Automaten nutzen und so benachbarte Plätze reservieren.

Beim Online-Check-in (oder E-Check-in) kann der Kunde vom PC aus über das Internet eine Bordkarte – bzw. ein Bordpapier – ausdrucken. Sofern der Kunde über kein aufzugebendes Gepäck verfügt, spart er die Zeit des herkömmlichen Check-in. Online-Check-in wird allerdings noch nicht in allen Ländern und auf allen Flügen angeboten.

Zusätzlich zum Online-Check-in bieten einige Fluggesellschaften ihren Kunden die Möglichkeit des Mobile-Check-in. Hierbei wird der Kunde über sein Handy per SMS einige Stunden vor dem Flug gefragt, ob er einchecken möchte. Nach Antwort per SMS erhält er eine Boarding-MMS oder eine E-Mail, die über einen 2-D-Barcode das Boarding ermöglicht.

Bei der Billigfluggesellschaft Germanwings ist seit Anfang 2007 ebenfalls ein Online-Check-in, genannt Web-Check-in, möglich. Die Besonderheit hierbei ist, dass im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften online eine Bordkarte ausgestellt wird, die genauso aussieht wie jene, die vom Check-in-Personal oder am Check-in-Automaten ausgestellt werden.

Ähnlich verhält sich der Check-in auch in der maritimen Personenschifffahrt bei Fähr- und Kreuzfahrten.

Andere Beförderungsarten[Bearbeiten]

Auch bei anderen Arten des Reisens kann ein Check-in erforderlich sein, beispielsweise bei manchen Zügen.

Hotelaufenthalt[Bearbeiten]

Bei Hotelaufenthalten wird dieser Begriff seit einiger Zeit auch verwendet. Hier beinhaltet der Check-in das Erfassen der Personalien des Gastes mithilfe eines Meldescheines, ggf. das Prüfen der Kreditwürdigkeit sowie das Aushändigen des Zimmerschlüssels.

Social Check-in[Bearbeiten]

Einige soziale Netzwerke erlauben es ihren Nutzern mittlerweile, an einem realen Standort „einzuchecken“ und so Freunden oder anderen Nutzern mitzuteilen, wo sie sich gerade befinden. Bekannte Beispiele aus den USA sind hier Facebook, Foursquare, Yelp und Gowalla. In Deutschland haben sich erste Dienste wie Friendticker, Dailyplaces oder Qype gebildet, die den Check-in ebenso in ihre Anwendungen integrieren. Der Check-in erfolgt dabei zumeist über eine Mobile-Applikation auf einem Mobiltelefon. Grundlage ist die Ortung des Nutzers über das integrierte (A)GPS. Zusätzlich zur Kommunikation des eigenen Standpunktes werden in Kooperation mit Werbepartnern Anreize, sogenannte Goodies, wie beispielsweise Gutscheine oder Eintrittskarten angeboten, die der Nutzer mit einer bestimmten vorher vom Anbieter festgelegten Anzahl von Check-ins gewinnen kann. So veranstaltete etwa Friendticker eine Aktion, bei der man sich an sieben Punkten in Berlin mit seinem Smartphone einchecken musste, um an eine DVD zu gelangen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Social Check-in: Friendticker-Mitgründer im Interview, t3n, abgerufen am 13. Juni 2012