Christoph Keese
Christoph Keese (* 31. Mai 1964 in Remscheid) ist ein deutscher Journalist und Lobbyist.
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[Bearbeiten] Leben
Nach dem Abitur in Essen absolvierte Keese die Henri-Nannen-Schule, die Journalistenschule des Verlags Gruner und Jahr. Anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaften in Marburg und Frankfurt am Main. Nach dem Studium begann er im Jahr 1988 als Vorstandsassistent bei Gruner und Jahr und wurde im Jahr 1989 vorübergehender Leiter der Unternehmenskommunikation.
Anfang der 1990er Jahre ging Keese zur Berliner Zeitung, wo er geschäftsführender Redakteur und zeitweise Ressortleiter Wirtschaft und Medien war. Von Mai 1993 bis August 1994 war Keese Geschäftsführer der Akademie für Betriebswirtschaftslehre GmbH in Dresden, einem privaten Bildungsträger für die Aus-, Fortbildung und Umschulung auf dem Gebiete der Wirtschaftslehre.[1][2] Seit 1998 arbeitete er an der Konzeption der Financial Times Deutschland mit, wo er zunächst Prokurist der Financial Times Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH war.[3] Ab dem 1. September 2001 wurde er gemeinsam mit Wolfgang Münchau Chefredakteur und trat damit die Nachfolge von Andrew Gowers an. Ab Sommer 2003 übte er dieses Amt allein aus. Im Mai 2004 wechselte Keese als Chefredakteur zur Welt am Sonntag und übernahm im April 2006 den Vorsitz der Chefredakteursrunde von Welt am Sonntag, Die Welt und Berliner Morgenpost sowie die Verantwortung für die Onlineredaktion der Welt. Zum 1. April 2008 gab Keese die redaktionelle Gesamtverantwortung für alle Welt-Titel an Thomas Schmid ab und übernahm die neu geschaffene Aufgabe des Konzerngeschäftsführers „Public Affairs“ der Axel Springer AG.
Keese gehörte dem Kuratorium der Johanna-Quandt-Stiftung an, bis er im April 2008 – wie auch Gabriele Fischer und Mathias Müller von Blumencron – als Reaktion auf die NDR-Dokumentation Das Schweigen der Quandts sein Amt dort niederlegte.[4] Er ist Mitglied des Kuratoriums von AFS Interkulturelle Begegnungen, mit dem er 1980/81 als Austauschschüler ein Jahr in den USA verbrachte[5]
Christoph Keese moderiert auch die n-tv-Dokumentationsreihe Chefsache, bei der jeweils ein Konzernchef interviewt und ein Unternehmen vorgestellt wird.
Er engagiert sich zudem politisch für die Einführung eines Leistungsschutzrechtes für Presseverleger.[6]
[Bearbeiten] Bücher
- 101 Frauen der deutschen Wirtschaft. Gabler Verlag, 2003 (Herausgeber, mit Wolfgang Münchau)
- Rettet den Kapitalismus. Hamburg: Hoffmann und Campe, 2004
- Tugenden und Laster - Gradmesser der Menschlichkeit. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2004 (Sammelband)
- Verantwortung Jetzt. Wie wir uns und anderen helfen und nebenbei unser Land in Ordnung bringen. C. Bertelsmann, 2006
[Bearbeiten] Weblinks
- Profil bei Welt online
- Interview mit Keese bei Gelbe Reihe - Wirtschaftsjournalismus
- Der Presseschauder - Das Blog von Christoph Keese[7]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Handelsregister-Bekanntmachungen vom 4. Juni 1993 (HRB7825): Akademie für Betriebswirtschaftslehre GmbH, Dresden, privater Bildungsträger
- ↑ Handelsregister-Bekanntmachungen vom 14. September 1994 (HRB7825): Akademie für Betriebswirtschaftslehre GmbH, Dresden, privater Bildungsträger
- ↑ Handelsregister-Bekanntmachungen vom 14. März 2000 (HRB70371): Facts & Figures Beteiligungsgesellschaft mbH
- ↑ P. Katzenberger: „Quandt-Preis: Juroren treten zurück“, SZ, 25. Juli 2008
- ↑ Das Kuratorium von AFS
- ↑ Elektrischer Reporter
- ↑ Interview Daniel Schultz vs. Christoph Keese auf ‘mysteriöse’ Weise aufgetaucht,Carta
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Keese, Christoph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1964 |
| GEBURTSORT | Remscheid |