Democratic Unionist Party

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Democratic Unionist Party
Logo der DUP
Parteiführer Peter Robinson
Partei­führer Peter Robinson
Stell­vertretender Vorsitzender Nigel Dodds
Gründung 30. September 1971
Haupt­sitz 91 Dundela Avenue
Belfast
Nordirland
Aus­richtung Unionismus, Nationalkonservatismus, Europaskepsis
Farbe(n) Rot, Weiß, Blau
Parlamentsmandate 8 von 650 (Unterhaus, 2010)
Website www.mydup.com

Democratic Unionist Party (DUP) ist die zurzeit (2012) größte radikal-protestantische und unionistische Partei in Nordirland.

Gründer ist Pfarrer Ian Paisley, Vorsitzender ist Peter Robinson.

Die DUP tritt politisch gesehen für den status quo ein, also für eine Provinz Nordirland als Teil des Vereinigten Königreiches. Dabei bemüht sie sich um das Votum der Mehrheit in Nordirland. Diese ist protestantisch, anders als die Mehrheit der Christen in der Republik Irland – eine kleine evangelikale Freikirche, die Freie Presbyterianische Kirche, wurde als Abspaltung von der dominierenden presbyterianischen Kirche von Paisley selbst gegründet. Sie ist meist unionistisch, d. h. tritt für den Fortbestand der verfassungsmäßigen Ordnung in Nordirland ein. Gemeint ist also die Union zwischen Nordirland und den anderen Teilen des Vereinigten Königreiches.

Bei den Regionalwahlen vom November 2003 gelang es der DUP erstmals, die UUP in der Wählergunst zu übertreffen. Beobachter sehen darin eine Radikalisierung der Mehrheitsbevölkerung Nordirlands; andere sehen eher ein persönliches Vertrauensvotum für Paisley. Bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 erreichte die Partei 25% der Stimmen und 8 (von 18) Sitzen in Nordirland. Sie stellt damit nun fast die Hälfte des nordirischen Kontingents im Unterhaus. Aus den Nordirischen Landtagswahlen im März 2007 ging die DUP wie erwartet als stärkste Partei hervor und errang 36 der insgesamt 108 Mandate. Bei den darauffolgenden Nordirischen Landtagswahlen 2011 erreichte sie 38 Mandate.

Die DUP fordert vor allem eine Entwaffnung der IRA. Gleichzeitig fordert sie die irisch-republikanische Partei Sinn Féin auf, sich von Waffengewalt und damit von der IRA zu distanzieren.

Weblinks[Bearbeiten]