Die Bibel – Jesus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Bibel – Jesus
Originaltitel Jesus
Produktionsland USA, Italien, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 180 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Roger Young
Drehbuch Suzette Couture
Produktion Lorenzo Minoli,
Judd Parkin
Musik Patrick Williams
Kamera Raffaele Mertes
Schnitt Benjamin A. Weissman
Besetzung
Synchronisation

Die Bibel – Jesus ist ein zweiteiliger TV-Film über das Leben Jesu von Nazaret, der im deutschsprachigen Fernsehen am 25. Dezember 1999 in der ARD ausgestrahlt wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschichte des Films beginnt, als Jesus bereits erwachsen ist. Er reist mit seinem Ziehvater Joseph durch die Dörfer, wo sie – meistens erfolglos – Arbeit als Zimmerleute suchen. Rom beutet das verarmte Volk aus, die Menschen hungern. Jüdische Steuereinnehmer ziehen durch die Dörfer und die jüdische Regierung unter Herodes Antipas unterstützt die Tyrannei.

Nach dem Tod seines Vaters, des Zimmermanns Joseph, zögert Jesus, seiner Berufung zu folgen. Doch Maria spricht ihm Mut zu, und so lässt er sein bisheriges Leben hinter sich. Als er eine Vielzahl von Wundern vollbringt, schließen sich ihm immer mehr Menschen an. Aber dies macht ihn zur Gefahr für die religiösen und weltlichen Herrscher Judäas. Beim letzten Abendmahl verabschiedet sich Jesus von seinen Jüngern und erwartet den Verrat durch Judas. Erneut widersteht Jesus den Verlockungen Satans und macht sich bereit für einen grausamen Tod am Kreuz. Doch zwei Tage später ist seine Grabkammer leer und Jesus erscheint seinen Jüngern. Sie sollen verkünden, dass die Liebe den Tod besiegt hat. Am Ende des Films sieht man Jesus an der Promenade einer modernen Hafenstadt in moderner Kleidung entlanglaufen. Er trifft auf eine Gruppe Kinder, die lachend auf ihn zu läuft und ihn umarmt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der in Marokko und auf Malta gedrehte Film verknüpft bisher gewohnte Bibelfilme mit modernen Elementen. Satan führt Jesus beispielsweise anhand der Zustände in der heutigen Dritten Welt vor Augen, dass der Zimmermann all ihr Elend verändern könnte. Später, am Abend vor Jesu Kreuzigung führt „er“ ihn abermals in Versuchung, und demonstriert, dass Jesu Tod am Kreuz nur die Inquisition und die Kreuzzüge heraufbeschwören wird, und dass er den Leidensweg nicht gehen sollte. Jesus wird als Mann dargestellt, der in eine Frau verliebt war, und der von seiner Mutter buchstäblich gedrängt wurde, seine Mission zu beginnen.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnete den Film als eine „aufwändige Bibelverfilmung“. „Der erste Teil“ nehme sich „viele künstlerische Freiheiten“, während der zweite „nur noch eine Liste von Bibelstellen“ abarbeite. „Höhepunkt der Konventionalität sind die Kreuzigung und das sich anschließende Erdbeben, dessen zerstörerische Folgen die Computer angerichtet haben.“ Insgesamt gehe der Film jedoch „übers Mittelmaß hinaus“, er habe „eine Fülle interessanter Ansätze, die man aber gerne weiter entwickelt gesehen hätte“.[1]

Anekdoten[Bearbeiten]

Fabio Sartor, der Darsteller von Jakobus dem Älteren, spielte 2004 die Rolle des Abenader in Mel Gibsons Die Passion Christi: Ein Apostel Christi wird zum Römer und Mörder Christi.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Bibel - Jesus wurde mit 2 Emmy-Nominierungen bedacht:

  • Beste Maske
  • Bester Film

Synchronisation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Die Bibel – Jesus im Lexikon des Internationalen Films