Die Liebe der Danae

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Werkdaten
Titel: Die Liebe der Danae
Originalsprache: Deutsch
Musik: Richard Strauss
Libretto: Joseph Gregor unter Benutzung eines Entwurfes von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung: 14. August 1952
Ort der Uraufführung: Großes Festspielhaus, Salzburger Festspiele
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Antikes Griechenland
Personen
  • Jupiter (Bariton)
  • Merkur (Tenor)
  • Pollux, König von Eos (Tenor)
  • Danae (Sopran)
  • Xanthe, Dienerin der Danae (Sopran)
  • Midas alias Chrysopher (Tenor)
  • Vier Könige, Neffen des Pollux (2× Tenor und 2× Bass)
  • Semele (Sopran)
  • Europa (Sopran)
  • Alcmene (Mezzosopran)
  • Leda (Alt)
  • Vier Wächter (4x Bass)
  • Chor der Gläubiger (Tenor und Bass)
Strauss studiert den Klavierauszug (1945)

Die Liebe der Danae ist eine Oper von Richard Strauss (op. 83), die er als „Heitere Mythologie in drei Akten“ bezeichnete. Sie ist das vorletzte Bühnenstück des Komponisten und entstand zwischen 1938 und 1940. Das Libretto stammt von Joseph Gregor, der u. a. einen Entwurf von Hugo von Hofmannsthal einbezog.

Die Uraufführung war im Rahmen der Salzburger Festspiele 1944 geplant. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler wurden aber auch die Festspiele abgesagt. Stattdessen kam es am 16. August 1944 nur zu einer ersten und einmaligen Aufführung in Form einer öffentlichen Generalprobe, bei der unter der Leitung von Clemens Krauss Viorica Ursuleac die Titelpartie, Hans Hotter den Jupiter, Franz Klarwein den Merkur und Horst Taubmann den Midas sangen. Die Regie führte Rudolf Hartmann, das Bühnenbild schuf Emil Preetorius. Da noch kein gedrucktes Notenmaterial vorhanden war, wurde das Werk aus dem Manuskript einstudiert.

Die offizielle Uraufführung fand dann nach dem Tod von Strauss am 14. August 1952 im Großen Festspielhaus während der Salzburger Festspiele statt. Dirigent, Regisseur und Bühnenbildner waren dieselben wie 1944, es sangen Annelies Kupper (Danae), Josef Gostic (Midas) und Paul Schöffler (Jupiter).

Handlung[Bearbeiten]

1. Aufzug[Bearbeiten]

Im Thronsaal des Pollux, des Königs von Eos, haben sich dessen Gläubiger versammelt, um vom hoch verschuldeten Herrscher ihr Geld zurückzuerhalten. Um an solches zu kommen, sah dieser nur eine Hoffnung, nämlich seine vier Neffen mit dem Bild seiner Tochter auszusenden, damit diese reich verheiratet werden könne. Ein Freier ist schnell gefunden. Es handelt sich um den Goldkönig Midas von Lyden. Während dessen träumt Danae von einem Goldregen. Dieses Erlebnis schildert sie ihrer Dienerin Xanthe als diese verkündet, dass ein neuer Freier angekommen würde. Im Säulenhof des Palastes präsentieren die heimgekehrten vier Könige das Geschenk des Midas, einen goldenen Blütenzweig. In diesem Moment wird das Kommen des Goldkönigs angekündigt. Midas gibt sich als Crysopher, den Boten des Königs aus. Die verunsicherte Danae verliebt sich sogleich in diesen Boten. Als der vermeintliche Midas, der verkleidete Jupiter, dann, ein Werbelied singend, erscheint, bricht sie von ihren Gefühlen überwältigt zusammen.

2. Aufzug[Bearbeiten]

Die ehemaligen Geliebten Alkmene, Europa, Leda und Semele verübeln Jupiter sein Interesse für Danae. Dieser streitet auch mit dem echten Midas, der ihm die geliebte Danae nicht überlassen will. Der zornige Jupiter verflucht daraufhin Midas. Alles, was er zukünftig berührt, soll sich in Gold verwandeln. Dieser Fluch erfüllt sich sobald. Als Midas Danae umarmt, erstarrt sie zu Gold. Daraufhin bittet Midas Jupiter, die Umworbene zurückzuverwandeln und selbst ihren Bewerber zu wählen. Danae wird zurückverwandelt und entscheidet sich für Midas.

3. Aufzug[Bearbeiten]

Danae und Midas leben in Armut zusammen. Merkur verspottet Jupiter wegen dessen Zurückweisung. Die vier ehemaligen Geliebten versuchen vergeblich, Jupiter zurückzugewinnen. Dieser wird von den Gläubigern, die nach wie vor der Ansicht sind, Midas vor sich zu haben, aufgefordert, die Schulden zu begleichen. Jupiter befreit sich mit einem Goldregen aus dieser kritischen Situation. In der Gestalt eines Wanderers sucht er danach noch einmal Danae in ihrer ärmlichen Hütte auf, muss aber erkennen, dass ihre Liebe zu Midas nicht zu erschüttern ist, segnet sie und zieht sich zurück.

Orchester-Besetzung[Bearbeiten]

Piccoloflöte, 3 Flöten (2. und 3. auch Piccolo), 2 Oboen, Englisch Horn, Klarinette in Es (auch in D und C), 2 Klarinetten in B, Bassetthorn, Baßklarinette in B, 3 Fagotte, Kontrafagott, 6 Hörner, 4 Trompeten, 4 Posaunen, Tuba, Pauken, Schlagwerk (2 Spieler: Glockenspiel, Tamburin, Triangel, Becken, große Trommel, kleine Trommel, Tamtam), 2 Harfen, Celesta, Klavier 16 erste Violinen, 16 zweite Violinen, 12 Violen, 10 Violoncelli, 8 Kontrabässe[1]

Besetzung der Uraufführung[Bearbeiten]

Paul Schöffler (Jupiter), Josef Traxel (Merkur), Lászlo Szémere (Pollux), Annelies Kupper (Danae), Anny Felbermayer (Xanthe), Josef Gostic (Midas), August Jaresch, Erich Majkut, Harald Pröglhof, Franz Bierbach (Vier Könige), Dorothea Siebert (Semele), Esther Réthy (Europa), Georgine von Milinkovic (Alkmene) und Sieglinde Wagner (Leda)

Besonderheiten[Bearbeiten]

Bei der Partie des Jupiters handelt es sich um eine besonders exponierte Baritonrolle, welche sich im Tonumfang von G bis g' bewegt (die meiste Zeit allerdings zwischen g und g'). Aus diesem Grund wurden von Strauss mehrere Teile der Partitur um Transpositionszeichen ergänzt, durch welche alle Stimmen lagengetreu verschoben werden können. Dadurch wird die Rolle für den Sänger vereinfacht.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Liebe der Danae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Strauss: Die Liebe der Danae. Heitere Mythologie in drei Akten von Joseph Gregor, op. 83. Studienpartitur (= Richard-Strauss-Edition. Sämtliche Bühnenwerke. Wien und Mainz 1996, Orchester-Besetzung)