Dimebag Darrell

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Dimebag Darrell

Dimebag Darrell (* 20. August 1966 in Dallas, Texas; † 8. Dezember 2004 in Columbus, Ohio; bürgerlich Darrell Lance Abbott) war ein US-amerikanischer Gitarrist. Er wurde als Mitglied der Groove-Metal-Band Pantera bekannt, bei der sein Bruder Vinnie Paul am Schlagzeug mitspielte, und war der Sohn des Country-Produzenten und Komponisten Jerry Abbott.

Leben[Bearbeiten]

Dimebag Darrell versuchte sich zunächst am Schlagzeug, wechselte aber schon bald darauf zur E-Gitarre. Musiker wie Ace Frehley, Tony Iommi und Eddie Van Halen wurden schnell seine großen Vorbilder, ebenso deutsche Metal-Bands, zum Beispiel Accept.

Als Jugendlicher übte er meist mehrere Stunden täglich an seinem Instrument und gewann im Laufe der Zeit eine Vielzahl lokaler Talentwettbewerbe, von denen er schließlich ausgeschlossen wurde, um auch anderen Nachwuchsmusikern eine Chance zu geben.

In den achtziger Jahren gab sich Darrell selbst den Namen Dimebag, der auf die kleinsten Tütchen, die es bei Drogendealern zu kaufen gibt, anspielt.

Bekannt wurde Dimebag Darrell (bis 1994 auch Diamond Darrell) als Gründungsmitglied der Neo-Thrash-Metal-Band Pantera. Nach der Veröffentlichung des 1988er Albums „Power Metal“ versuchte Megadeth, ihn als Gitarristen zu gewinnen, doch er lehnte ab, da er nur zusammen mit seinem Bruder Vinnie als Drummer das Angebot annehmen wollte.

Schlussendlich konnte Dimebag Darrell mit Pantera auf über zehn Millionen verkaufte Tonträger von 1983 bis 2000 und vier Grammy-Nominierungen zurückblicken. 1996 prangerte er in einem Interview an, dass es im Musikgeschäft immer mehr auf Show als auf das wirkliche technische Können ankomme.

Zuletzt war Dimebag Darrell nach der Auflösung von Pantera in der von ihm und seinem Bruder Vinnie Paul gegründeten Band Damageplan aktiv.

Darrell starb am 8. Dezember 2004 bei einem Konzert von Damageplan im „Alrosa Villa Club“ in Columbus,[1] nachdem Nathan Gale aus Marysville, Ohio, mindestens vier Schüsse auf den Gitarristen abgegeben hatte. Der Amokläufer feuerte weiter ziellos um sich und traf weitere Anwesende. Erst ein tödlicher Schuss aus der Waffe eines anwesenden Polizisten konnte Gale aufhalten. Insgesamt waren fünf Opfer zu beklagen, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Dimebag Darrell wurde auf dem „Moore Memorial Gardens“-Friedhof im texanischen Arlington in einem von der Rockband Kiss gestalteten Sarg beigesetzt (the Kiss Kasket).[2][3]

Posthum erschien 2006 mit Rebel Meets Rebel ein Album, welches das Ergebnis einer früheren Zusammenarbeit von Dimebag Darrell und weiteren ehemaligen Pantera-Musikern mit David Allan Coe, einem Outlaw-Country-Musiker, ist.

Betrayed von Avenged Sevenfold handelt vom Tod Darrels und ist diesem gewidmet. Nickelback veröffentlichte 2007 die Single Side of a Bullet, die von der Ermordung Dimebag Darrells handelt. Black Label Society widmeten ihr Lied „In This River“ Dimebag Darrell. Auf dem Album The Blackening von Machine Head findet sich mit dem Stück Aesthetics of Hate eine Entgegnung auf William Grim; dieser hatte Dimebag Darrell zuvor in einem Artikel in verschiedenster Weise massiv angegriffen. Blaze Bayley widmet Darrell das Lied Dimebag.

Das Rolling Stone Magazine führt Dimebag Darrell auf Platz 92 seiner Liste der 100 besten Gitarristen und erklärt: „Einer der führenden Köpfe des Modern Metal”. Referenziert werden die Stücke „Floods”, „Cemetery Gates” sowie „Mouth for War”. [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Weckmann: Dimebag Darrell. Der Beste der Besten. In: Metal Hammer. Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal. S. 75.
  2. taz.de – Das Ohio-Metal-Massaker
  3. metal-hammer.de – Zum Todestag von Dimebag Darrell
  4. rollingstone.com: The 100 Greatest Guitarists of All Time - Dimebag Darrell Englisch. Abgerufen 6. Juli 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dimebag Darrell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien