Pantera

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Pantera
Pantera
Gründung Anfang der 1980er
Auflösung 2003
Genre Anfangs Hair Metal
später Neo-Thrash Metal
Website http://www.officialpantera.com/
Gründungsmitglieder
Gitarre, Gesang Terrence „Terry Glaze“ Lee (bis 1986)
Gitarre Darell Lance „Dimebag Darrell“ Abbott
Bass Tommy Bradford (bis 1982)
Schlagzeug Vinnie Paul
Gesang Donnie Hart (bis 1982)
Letzte Besetzung vor der Auflösung
Gesang Philip „Phil“ Anselmo (seit 1987)
Gitarre Darell Lance „Dimebag Darrell“ Abbott
Bass Rex „Rocker“ Brown (seit 1982)
Schlagzeug Vinnie Paul
Ehemalige Mitglieder
Gesang Matt L’Amour (1985)
Gesang David Peacock (1986)

Pantera (spanisch: Panther) war eine bekannte US-amerikanische Metal-Band aus Fort Worth, Texas. Das nicht näher bekannte Gründungsdatum liegt im Anfang der 1980er. Panteras Musik hatte starken Einfluss auf die Entwicklung des modernen Metal.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

1983, '84 und '85 veröffentlichen Pantera ohne Unterstützung einer Plattenfirma die Alben Metal Magic, Projects In The Jungle und I Am The Night. Die erste Platte Metal Magic war eine Sammlung von Liedern irgendwo zwischen kommerziellem Kiss und Hair Metal, ab 1984 wurde der Stil härter und es entstand mit Projects In The Jungle ein Album irgendwo zwischen Def Leppard zu Pyromania-Zeiten und Iron Maiden zu Killers-Zeiten. Das dritte Album I Am The Night enthält den ersten Speed Metal-Song der Gruppe (das Titelstück) und bewegt sich ansonsten zwischen Heavy Metal und Power Metal. Das Album schließt mit der Halbballade Forever Tonight.

Die kurz darauf vollzogene Trennung von ihrem damaligen Sänger Terrence Lee und die Aufnahme des aus New Orleans stammenden Phil Anselmo leitet eine Reihe Veränderungen in der Band ein. 1988 erscheint mit Power Metal ein weiteres Album im Eigenvertrieb. Auf der CD ist eine Neufassung des Liedes Down Below enthalten, im Original ein Stück von der I Am The Night. Sowie ein Lied namens "Pussy tight", das Dimebag Darrell singt. Die Band spielt auf Power Metal einen Stil zwischen Iron Maiden, Speed Metal und Mötley Crüe. Kurz darauf beginnt die Gruppe damit, einen deutlich härteren, eigenständigen Sound zu verfolgen, den sie selbst Groove Metal nannte.

Im Jahr 1989 erhalten Pantera nach unzähligen Anläufen beim Majorlabel Atlantic Records den lang ersehnten Plattenvertrag und es erscheint ein Jahr darauf mit Cowboys From Hell das erste offizielle, von Terry Date produzierte Album. Der herausragende Stil der Gruppe – geprägt von Phil Anselmos aggressivem, kraftvollen Gesang, der extravaganten Spielweise von Gitarrist Dimebag Darrell und das präzise Doublebass-Spiel seines Bruders Vinnie Paul – lässt Kritiker aufhorchen und läutet den Start einer steilen Karriere ein.

Nach ausgiebigen Touren quer durch die Welt schafft es die Single 'Mouth For War' vom 92er Album Vulgar Display of Power als erste Albenauskopplung überhaupt direkt in den US-Metal-Charts Platz 1 zu erreichen. Pantera erhalten allgemein gehörige Aufmerksamkeit und Bestätigung für die Verfolgung ihres zuvor eingeschlagenen musikalischen Weges.

1994 veröffentlichen Pantera das Album Far Beyond Driven, das nach eigener Aussage das härteste Album aller Zeiten sein soll. Abgeschlossen wird die CD durch ein Cover von Black Sabbaths 'Planet Caravan', das durch seine ruhige Atmosphäre, den Einsatz von Akustikgitarren und außergewöhnlicher Percussion einen Kontrapunkt zu den vorigen Tracks darstellt. Die Band erreicht ohne jegliche Radio-Unterstützung die Spitze der Billboard-Charts und gilt Mitte der 1990er als einflussreichste und wegweisendste harte Gruppierung. Songs wie 'I'm Broken' oder '5 Minutes Alone' sind bis heute Klassiker im Metalgenre.

Noch im selben Jahr werden Pantera für einen Soundtrack-Beitrag für den Hollywoodfilm The Crow – Die Krähe angefragt. Sie steuern mit dem Song 'The Badge' (ursprünglich von Poison Idea) ein für die Band untypisches Stück bei und kassieren auch für diese überraschende Songwahl Applaus.

"The Great Southern Trendkill" erscheint 1996 und soll in Anbetracht des aufgekommenen Hypes um einzelne Rockgruppen jegliche kommerzielle Anleihen der vorigen Tage vergessen machen. Pantera erreichen insofern ihr Ziel, als dass es bis heute das am wenigsten beachtete Album der Band bleibt. Fachmagazine kritisieren dabei die übertriebene musikalische Brutalität, verschiedene - auch textlich thematisierte - Drogeneskapaden von Phil Anselmo bis hin zu einer notwendigen Wiederbelebung und teils als rassistisch interpretierte Ansagen auf Konzerten hinterlassen erstmals einen Knick in der Karriereleiter.

Ihre Veröffentlichung Reinventing The Steel aus dem Jahr 2000 ist musikalisch ein Rückgriff auf die letzten Alben ohne wirklich erkennbare Weiterentwicklung. Dennoch wird das Album von Fans und Kritikern überwiegend positiv aufgenommen und Kerry King von Slayer hat einen Gastauftritt auf 'Goddamn Electric'. Nach einem weiteren Soundtrack-Beitrag für Heavy Metal 2000 wird es still um Pantera. Verschiedene Streitigkeiten zwischen Phil Anselmo und dem Rest der Bandmitglieder lassen Trennungsgerüchte aufkommen, ab 2003 gilt die Band offiziell als aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt ist Phil Anselmo schon mit seinem Hardcore-Projekt Superjoint Ritual unterwegs, sowohl in Interviews als auch auf Konzerten lässt er kein gutes Haar an seinen ehemaligen Mitmusikern. Vinnie Paul und Dimebag Darrell gründen daraufhin ihrerseits eine neue Band namens Damageplan.

Dimebag Darrell kam am 8. Dezember 2004 bei einem Konzert seiner neuen Band im Alrosa Villa Club in Columbus, USA zu Tode, als ein 25-jähriger, geistig verwirrter Mann auf die Bühne sprang und scheinbar aus Wut über die Auflösung Panteras gezielt auf ihn schoss.

[Bearbeiten] Bandmitglieder im Laufe der Zeit

[Bearbeiten] Diskografie

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[4] [5] [1] [6]

[Bearbeiten] Studioalben

[Bearbeiten] Live-Alben & Compilations

  • 1994: Driven Down Under (Live)
  • 1997: Official Live: 101 Proof
  • 1998: Singles 1991-1996
  • 2003: Reinventing Hell - The Best Of

[Bearbeiten] Singles & EPs

  • 1992: Mouth For War
  • 1992: Walk
  • 1994: I'm Broken
  • 1994: 5 Minutes Alone
  • 1994: Planet Caravan
  • 1994: Walk EP
  • 1994: Alive and Hostile EP

[Bearbeiten] Videos & DVDs

  • 1985: The Hot 'N' Heavy Home Vid (VHS)
  • 1991: Cowboys From Hell - The Videos (VHS)
  • 1993: Vulgar Video (VHS)
  • 1997: Pantera 3 - Watch It Go (VHS)
  • 1999: Pantera 3 - Watch It Go (DVD)
  • 2006: 3 Vulgar Videos From Hell (Re-Release) (Doppel-DVD)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d PopSearch (abgerufen am 18. März 2008)
  2. a b c d e f musicline.de: Chartverfolgung / Pantera / Longplay (abgerufen am 18. März 2008)
  3. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Okt 30 1993 (abgerufen am 18. März 2008)
  4. a b c d e austriancharts.at: Pantera in der österreichischen Hitparade (abgerufen am 18. März 2008)
  5. a b c d hitparade.ch: Pantera in der Schweizer Hitparade (abgerufen am 18. März 2008)
  6. a b c d everyhit.com (abgerufen am 18. März 2008)
  7. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Okt 22 1994 (abgerufen am 18. März 2008)
  8. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Sep 07 1996 (abgerufen am 18. März 2008)
  9. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Nov 01 1997 (abgerufen am 18. März 2008)
  10. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Jun 24 2000 (abgerufen am 18. März 2008)
  11. billboard.com: Chart Listing For The Week Of Nov 08 2003 (abgerufen am 18. März 2008)

[Bearbeiten] Weblinks

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