Dorf ZH

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ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Dorff zu vermeiden.
Dorf
Wappen von Dorf
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0026i1f3f4
Postleitzahl: 8458
Koordinaten: 691123 / 26997747.5741688.649724426Koordinaten: 47° 34′ 27″ N, 8° 38′ 59″ O; CH1903: 691123 / 269977
Höhe: 426 m ü. M.
Fläche: 5.55 km²
Einwohner: 621 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 112 Einw. pro km²
Website: www.dorf.ch
Karte
Husemersee Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Kanton Schaffhausen Kanton Schaffhausen Kanton Thurgau Kanton Schaffhausen Bezirk Bülach Bezirk Winterthur Adlikon bei Andelfingen Andelfingen ZH Benken ZH Berg am Irchel Buch am Irchel Dachsen Dorf ZH Feuerthalen Flaach Flurlingen Henggart Humlikon Kleinandelfingen Laufen-Uhwiesen Marthalen Oberstammheim Ossingen Rheinau ZH Thalheim an der Thur Trüllikon Truttikon Unterstammheim Volken WaltalingenKarte von Dorf
Über dieses Bild
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Zentrum von Dorf
Glasmalereien in der Kirche von Dorf
Schloss Goldenberg 1742. Radierung von David Herrliberger

Dorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Silber zwei gekreuzte schwarze Schlüssel mit zugewendeten Bärten

Geographie[Bearbeiten]

Dorf liegt an der Strasse von Henggart nach Flaach im Flaachtal. Auf einer Anhöhe steht das Schloss Goldenberg. Von der Gemeindefläche sind 53,2 % landwirtschaftliche Nutzflächen, 40,2 % ist Wald, 5,0 % ist Siedlungsfläche und 1,6 % dienen dem Verkehr.

Die Gemeinde Dorf grenzt im Norden an Andelfingen, im Osten an Humlikon, im Südosten an Neftenbach, im Südwesten an Buch am Irchel und im Westen an Volken.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 50
1634 187
1850 413
1900 336
1950 295
1970 280
2000 593
2010 633

Politik[Bearbeiten]

Die SVP hat 50,36 %, die SP 11,35 %, die EDU 9,44 %, die glp 7,17 %, die FDP 6,39 %, die BDP 5,79 %, die Grünen 3,36 %, die EVP 2,47 %, und die CVP 1,35 % der Wählerstimmen (Nationalratswahl 2011).[2]

Gemeindepräsident ist Werner Winkler (Stand 2008).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde im Jahre 1044 erstmals urkundlich erwähnt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Villa Arbenz[Bearbeiten]

Südlich von Dorf, beim Rütihof unter dem Hügel Bergbuck, liegt die «Villa Arbenz», der frühere Kommandoposten der ehemaligen Grenzbrigade 6 der Schweizer Armee. Seinen Spitznamen trägt der Bunker nach dem letzten Kommandanten, Brigadier Peter Arbenz.

Die Anlage stammt aus den Jahren 1961/62. In den 1980er Jahren führten die Grenzbrigaden den 12cm-Festungsminenwerfer ein. Die Villa Arbenz selber besass aber nie eine solche Bewaffnung. Die früher als geheim klassifizierte Anlage erstreckt sich ab dem als Scheune getarnten Eingang 300 m lang und 50 m tief unter dem Bergbuck-Hügel. Sie wurde, trotz Armeereform 95, erst 2011 ausser Betrieb genommen und entklassifiziert. Die Militärhistorische Stiftung des Kantons Zürich hatte Interesse an einer Übernahme bekundet, die Anlage gehört aber bis dato immer noch dem Bund.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Max Maag (1883–1960), Schweizer Maschineningenieur und Orgelbauer
  • Eugen Wipf (1916–1948), Schweizer Funktionshäftling im SS-Sonderlager Hinzert

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dorf ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2011/nationalratswahlen2011/resultate.html#a-content abgerufen am 24. Januar 2012
  3. Geheime Kommandozentrale unter der Erde - News Zürich: Region - tagesanzeiger.ch. In: tagesanzeiger.ch. Abgerufen am 19. November 2014.