Adlikon bei Andelfingen

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Adlikon
Wappen von Adlikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0021i1f3f4
Postleitzahl: 8452
Koordinaten: 694347 / 27095447.5824998.692774448Koordinaten: 47° 34′ 57″ N, 8° 41′ 34″ O; CH1903: 694347 / 270954
Höhe: 448 m ü. M.
Fläche: 6.71 km²
Einwohner: 561 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 85 Einw. pro km²
Website: www.adlikon.ch
Karte
Husemersee Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Kanton Schaffhausen Kanton Schaffhausen Kanton Thurgau Kanton Schaffhausen Bezirk Bülach Bezirk Winterthur Adlikon bei Andelfingen Andelfingen ZH Benken ZH Berg am Irchel Buch am Irchel Dachsen Dorf ZH Feuerthalen Flaach Flurlingen Henggart Humlikon Kleinandelfingen Laufen-Uhwiesen Marthalen Oberstammheim Ossingen Rheinau ZH Thalheim an der Thur Trüllikon Truttikon Unterstammheim Volken WaltalingenKarte von Adlikon
Über dieses Bild
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Primarschulhaus Adlikon
Die Thur bei Dätwil

Adlikon (in einheimischer Mundart: [ˈɑdlikχə])[2][3] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Gold ein halber schwarzer, rotgezungter Löwe

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Adlikon liegt im Zürcher Weinland und umfasst auch die Weiler Niederwil südlich des Hauptdorfes sowie Dätwil am Südufer der Thur. Adlikon ist etwa 25 km von Zürich entfernt und liegt auf einem kleinen Höhenzug unweit der Autostrasse A4.

Ein Viertel der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt, zwei Drittel dienen der Landwirtschaft und knapp ein Zehntel ist durch Siedlung und Verkehr genutzt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1950 394
1990 515
2000 587
2003 597
2010 577

Die Bevölkerung hat seit 1990 durch Zuzug um etwa 12 % zugenommen.

Politik[Bearbeiten]

Die SVP ist mit 60 % Wähleranteil die weitaus stärkste Partei in Adlikon. Der Gemeindepräsident ist Gody Sigg (Stand April 2010).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der grösste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft mit rund 30 Betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedlung des Gemeindegebiets in der Römerzeit ist durch Gutshöfe bei Niederwil und Dätwil belegt.

Die Ortschaft wurde wahrscheinlich 1040 erstmals erwähnt: in villa Adalinchova hoba; jedoch bereitet die Unterscheidung zu Adlikon bei Regensdorf bei den frühen Belegen Schwierigkeiten. Der Ortsname ist eine Zusammensetzung eines um das Zugehörigkeitssuffix -ing- erweiterten althochdeutschen Personennamens mit dem Grundworte hof und bedeutet etwa ‚bei den Höfen der Sippe des Adalo/Adilo‘.[2][3]

Seit dem Jahre 1817 ist Adlikon eine selbstständige Gemeinde, 1872 wurde Humlikon abgetrennt. Eine gewisse wirtschaftliche Entwicklung erfolgte ab 1958.

Literatur[Bearbeiten]

  • E. Stauber: Geschichte der Kirchgemeinde Andelfingen. 1940–43
  • K. Wanner: Siedlungen, Kontinuität und Wüstungen im nördlichen Kanton Zürich (9.–15. Jh.). 1984

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b Adlikon unter ortsnamen.ch. Angegebne Lautschrift: ádlikχə.
  3. a b Gabrielle Schmid/Andres Kristol: Adlikon ZH (Andelfingen) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 75.