Eckbolsheim

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Eckbolsheim
Wappen von Eckbolsheim
Eckbolsheim (Frankreich)
Eckbolsheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Strasbourg-Campagne
Kanton Mundolsheim
Koordinaten 48° 35′ N, 7° 41′ O48.5788888888897.6897222222222145Koordinaten: 48° 35′ N, 7° 41′ O
Höhe 139–154 m
Fläche 5,34 km²
Einwohner 6.514 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.220 Einw./km²
Postleitzahl 67201
INSEE-Code

Mairie Eckbolsheim

Eckbolsheim (elsässisch Eckelse) ist eine Gemeinde mit 6514 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Mundolsheim im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Kleinstadt liegt in der Agglomeration von Straßburg an der D 45 zwischen Wolfisheim und Straßburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in der Jungsteinzeit, etwa um 5000 bis 3500 v. Chr., lebten Menschen in der Gegend der heutigen Kleinstadt. Damals trat die Breusch mehrfach über die Ufer und überschwemmte das Gebiet. Ein keltischer Weg verband Straßburg mit dem Breuschtal und eine Römerstraße Basel mit Köln; sie kreuzten sich beim späteren Eckbolsheim.

Im Jahr 235 brachen die Germanen in das Gebiet ein. Sie besiegten die 7. römische Legion, wobei die Siedlung zerstört wurde.

Mönchsorden hatten zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert einen großen Einfluss auf das Elsass. Die Dominikaner gründeten 1224 ein Kloster in Eckbolsheim, welches sie Santa Margherita nannten. In dieses zogen vorübergehend Schwestern des Klosters Sylo nachdem ihr Kloster bei Schlettstadt 1263 abgebrannt war.[1]

Ortsname[Bearbeiten]

Ein früherer Ortsname war Eggiboldesheim. Somit ist der Name aus den Wörtern Ecke und tapfer (oder auch bald) zusammengesetzt. Orte, deren Namen mit heim enden sind in der Regel alemannische Gründungen. In einem Dokument des Papstes Innozenz IV. erscheint das heutige Eckbolsheim als Eckboltzheim. Um das Jahr 1517 wurde es gemäß Dokumenten Egöltzen genannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
4234 4288 4154 4104 5253 5937 6347

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marianne Wallach-Faller (Hrsg.), Ein Alemannischer Psalter aus dem 14. Jahrhundert: Hs. A. IV. 44 der Universitätsbibliothek Basel, BL. 61-178 S. 58 ff.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vom 18. bis ins 19. Jahrhundert erlebte die Landwirtschaft einen Aufschwung. Das handwerkliche und industrielle Gewerbe blieb vorerst spärlich; es existierten vor allem Mälzereien und Tierbeseitigungsanstalten. 1893 wurde die örtliche Straßenbahn in Betrieb genommen. Dank ihr erfuhr der Immobilienmarkt einen markanten Aufschwung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eckbolsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien