Elazığ

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt, für die gleichnamige Provinz siehe Elazığ (Provinz).

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Elazığ
Wappen von Elazığ
Elazığ (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Elazığ
Koordinaten: 38° 40′ N, 39° 13′ O38.67416666666739.2227777777781067Koordinaten: 38° 40′ 27″ N, 39° 13′ 22″ O
Höhe: 1067 m
Einwohner: 347.857[1] (2012)
Telefonvorwahl: (+90) 424
Postleitzahl: 23 000
Kfz-Kennzeichen: 23
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Mehmet Süleyman Selmanoğlu (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Elazığ
Einwohner: 406.300[1] (2012)
Fläche: 2.211 km²
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²

Elâzığ [e'lazɯː] (armenisch Խարբերդ; ehemals: Mamûret'ül-Azîz, auch Elaziz genannt) ist eine Stadt in der Türkei mit 347.857 Einwohnern (2012). Sie ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Elâzığ und liegt 1067 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten]

Elâzığ war anfangs nur ein Weiler nahe der Stadt Harput, die im 19. Jahrhundert zunehmend ihre Bedeutung verlor. Elâzığ hieß damals Agavat mezrası.

Der osmanische Gouverneur (tr: Vali) vor Ort, Reşid Mehmed Pascha, baute den Weiler zu einer Stadt aus. Unter Sultan Abdülaziz wurden eine Kaserne, ein Krankenhaus und ein Gouverneurssitz errichtet. 1866 wurde die Stadt zu Ehren von Sultan Abdülaziz und seiner fünfjährigen Regentschaft in Mamûret'ül-Azîz (‏معمورة العزيز‎) umbenannt. Der Name bedeutet so viel wie „durch Abdülaziz bereichert“. 1878 wurden drei Distrikte von der Provinz Diyarbekir abgetrennt und die neue Provinz Mamûret'ül-Azîz gegründet.

Das wichtigste Ereignis in den ersten Jahren der Republik, war die Eroberung der Stadt am 24. Februar 1925 durch aufständische Truppen beim Scheich-Said-Aufstand. Bis Ende Juni blieb die Stadt in den Händen der Aufständischen.

Bei der ersten Volkszählung 1927 hatte die Stadt weniger als 20.000 Einwohner. 1934 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Name Mamûret'ül-Azîz verkürzte sich zu Elâzîz. Im November 1937 benannte der Ministerrat die Stadt in Elazık um, was im Dezember 1937 zur heute gültigen Form Elâzığ geändert wurde. 1936 war die Stadt zeitweilig Verwaltungssitz von zwei Provinzen, da die neugeschaffene Provinz Tunceli auch von Elâzîz aus verwaltet wurde. Die Bevölkerung wuchs rasch und 1970 wurden erstmals mehr als 100.000 Bewohner registriert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

In Elâzığ leben Kurden, Türken und Zazas. Bis zum Ersten Weltkrieg gab es eine große armenische Gemeinde, die aber durch den Völkermord an den Armeniern ausgelöscht wurde.[2]

Die armenisch-Evangelische Kirche im Stadtzentrum wurde in eine öffentliche Toilette umgewandelt, das Kirchengelände wird als Autoparkplatz genutzt.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Da Elâzığ als Stadt relativ jung ist, gibt es keine alten Bauten. Die meisten hier angeführten Gebäude liegen in Harput.

  • Harput Kalesi (Burg von Harput)
  • Ulu Cami von 1156. Errichtet von den Ortoqiden unter Sultan Fahrettin Karaaslan.
  • Sarahatun Camii von 1465. Wurde von Sara Hatun, der Mutter Uzun Hasans, errichtet.
  • Kurşunlu Cami aus der Zeit von 1738/1739
  • Ağa Camii von 1559.
  • Arap Baba Mescidi ve Türbesi, ein Grabbau aus der Zeit der Seldschuken von 1279. Er beinhaltet das Grab eines Heiligen.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elazığ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 10. September 2013
  2. "The Treatment of Armenians in the Ottoman Empire 1915-1916" von JAMES VISCOUNT BRYCE, London, T. Fisher Unwin Ltd., 1916
  3. Elazığ’da kiliseden bozma otopark. Abgerufen am 11. April 2014.