Ernst Albrecht (Fußballspieler)

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Ernst Albrecht

Albrecht (6.v.l.) vor einem Länderspiel gegen Italien

Spielerinformationen
Voller Name Ernst Albrecht
Geburtstag 12. November 1907
Sterbedatum 26. März 1976
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1923–1944
1951–1952
Fortuna Düsseldorf
PSV Düsseldorf
Nationalmannschaft
1928–1934 Deutschland 17 (4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ernst Albrecht (* 12. November 1907; † 26. März 1976) war ein deutscher Fußballspieler, der von 1928 bis 1934 auf insgesamt 17 Einsätze in der Deutschen Fußballnationalmannschaft kam und dabei vier Tore erzielte.

Laufbahn[Bearbeiten]

Der schnelle und äußerst zuverlässige rechte Flügelstürmer feierte 1924 sein Debüt in der Ligamannschaft von Fortuna Düsseldorf. Der im Düsseldorfer Stadtteil Flingern geborene Albrecht konnte allerdings vorerst keinen Stammplatz für sich beanspruchen. Erst 1927/28 schaffte er den Durchbruch und bereits am 15. April 1928 debütierte er beim Länderspiel in Bern gegen die Schweiz mit einem Treffer in der Nationalmannschaft.

Er spielte bis 1945 für Fortuna Düsseldorf und wurde mit der Mannschaft 1933 Deutscher Meister. Beim Endspiel, das am 11. Juni 1933 in Köln gegen den FC Schalke 04 ausgetragen wurde, stand er durch eine im Vorfeld der Endrunde erlittene Verletzung nicht auf dem Platz. Beim Endspiel am 21. Juni 1936 in Berlin gegen den 1. FC Nürnberg dagegen stürmte der Rechtsaußen für die Fortuna. Das Finale wurde in der Verlängerung mit 1:2 Toren verloren. Albrecht gewann mit der Fortuna von 1936 bis 1940 in Serie die Meisterschaft in der Gauliga Niederrhein. Mit der Auswahl vom Niederrhein gehörte er am 27. Februar 1937 in Berlin der mit 2:1 Toren erfolgreichen Gauauswahl im Finale gegen Sachsen an. Die Vereinskollegen Paul Janes als rechter Verteidiger und Jakob Bender als linker Außenläufer gehörten ebenfalls dem Siegerteam des Reichsbundpokals des Jahres 1937 an. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Albrecht noch als (Spieler-)Trainer bei Viktoria 02 Düsseldorf, dem Polizei-Sportverein Düsseldorf sowie der Holzheimer SG tätig.

Er nahm auch 1928 an den Olympischen Spielen teil. Bis 1934 blieb er Stammspieler in der Nationalelf, ehe er, ausgerechnet kurz vor der Weltmeisterschaft 1934 in Italien, vom Augsburger Ernst Lehner verdrängt wurde, weshalb das Spiel am 11. März 1934 gegen Luxemburg (9:1) in Luxemburg sein letztes Länderspiel blieb. Er gehörte dem WM-Aufgebot 1934 in Italien an, kam aber bei der Erringung des dritten Platzes in der Elf von Reichstrainer Otto Nerz nicht zum Einsatz.

Ab 1952 widmete er sich ausschließlich seiner Toto-Lotto-Annahmestelle in der Düsseldorfer Innenstadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Knieriem/Grüne: Spielerlexikon 1890–1963, Agon-Verlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7
  • Bolten/Langer: "Alles andere ist nur Fußball". Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 978-3-89533-711-6