Fliegerhorst Neubiberg

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Fliegerhorst Neubiberg
Neubiberg Airfield Aerial.jpg
Kenndaten
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km südöstlich von München
Basisdaten
Eröffnung 1933
Start- und Lande-Bahn
07/25



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Der Fliegerhorst Neubiberg ist ein ehemaliger Fliegerhorst im Süden von München.

Lage[Bearbeiten]

Der Fliegerhorst liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Neubiberg und Unterhaching. Den westlichen Teil der Start- und Landebahn kreuzt die Autobahn München–Salzburg, die hier im dafür errichteten Tunnel Neubiberg verläuft.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flugplatz wurde unter dem Namen Flugplatz München Süd 1933 eröffnet und militärische Fliegerausbildung durch den Deutschen Luftsportverband durchgeführt. Zwischen 1935 und 1945 wurde der Flugplatz von der Luftwaffe genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Flugplatz zunächst als Airfield R.85 und später unter dem Namen Neubiberg Air-Base ein Stützpunkt der United States Air Force. Die Basis war von Oktober 1950 bis November 1952 Heimatstützpunkt des mit F-84E ausgerüsteten 86th Fighter Bomber Wing. Zwischen 1952 und 1955 diente Neubiberg Air Base phasenweise als Ausweichplatz zunächst für RF-80 und später für C-119, deren Heimatbasis bei Toul sich noch im Ausbau befand.

Die Bundeswehr übernahm den Stützpunkt 1958. Zwischen 1958 und 1971 war das Lufttransportgeschwader 61 hier stationiert, von 1971 bis 1977 die Fliegerhorstgruppe Neubiberg, die von der Fliegerhorststaffel Neubiberg abgelöst wurde, die bis 1991 bestand. Zwischen 1971 und 1973 war außerdem eine Fluglehrgruppe in Neubiberg tätig.

Bis Oktober 1998 wurde der Flugplatz von der Polizeihubschrauberstaffel Bayern genutzt, bevor diese zum Flughafen München im Erdinger Moos umzog. Ein weiterer Nutzer war der Fliegerclub München[1].

1958 wurde die Offizierschule der Luftwaffe nach Neubiberg verlegt. Um Platz für die neu gegründete Universität der Bundeswehr München zu schaffen zog die Offizierschule 1973 auf den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Ehemalige Start- und Landebahn im Landschaftspark Hachinger Tal

Auf dem südlichen Teil des Geländes ist der Landschaftspark Hachinger Tal entstanden. Die Start- und Landebahn ist erhalten geblieben und Teil des Parks. Am östlichen Ende der Bahn wurde der neue Friedhof der Gemeinde Neubiberg angelegt. Der nördliche Teil des Geländes wird von der Universität der Bundeswehr genutzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe Spindelmann: Fliegerhorst Neubiberg. Süss-Druck, Moosburg 1969, ohne ISBN.
  • Günter Soltau: Der Fliegerhorst Neubiberg im Spiegel der deutschen Luftfahrtgeschichte. Aviatic Verlag, Oberhaching 2005, ISBN 3-925505-84-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage des Fliegerclubs München