Formel 3

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Monopoletta-BMW von 1949
Cooper F3, Norton-Manx-Motor
Cooper F3 Hinterachse
March-Toyota 1976 mit Rudolf Dötsch auf dem Nürburgring
Toyota-Ralt Formel 3, 1978
Formel-3-Rennen auf dem Hockenheimring 2008
Formel-3-Fahrzeug 2008; Hinterradaufhängung und Getriebe vom Vorderwagen getrennt

Die Formel 3 ist eine Motorsport-Rennklasse, die direkt über den werkslastigen Formeln (Markenformeln) Formel König, Formel Renault, Formel Ford, Formel BMW usw. angesiedelt ist und europaweit wegen ihrer verschiedenen Parameter als Vorstufe für die höheren Klassen (früher Formel 3000, heute GP2-Serie und Formel 1) angesehen wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vorwiegend in England Monoposto-Rennwagen mit 500-cm³-Motorradmotoren gebaut. Die bekannteste Marke war Cooper, zuerst mit J.-A.-P.-Motoren und später mit Norton-Manx-Motoren. Motor und Motorradgetriebe waren hinter dem Fahrer vor der Hinterachse eingebaut. Die Kraftübertragung erfolgte über eine Kette auf das Getriebe und von dort über eine zweite Kette auf die Hinterachse, das Differentialgetriebe galt als Sonderzubehör. Die Radaufhängung war unabhängig, mit unteren Dreieckslenkern und je einer Querblattfeder oben. Spätere Wagen waren extrem leicht, trocken zirka 240 kg, sie hatten einen Gitterrohrrahmen und Magnesiumräder. Hauptkonkurrenten waren Kieft und Martin. Beide Hersteller arbeiten heute nicht mehr in diesem Bereich. Deutsche Formel-3-Wagen in den Nachkriegsjahren waren Scampolo und Monopoletta mit Motoren von DKW, BMW und Fiat. 1971 wurde der heute übliche Luftmengenbegrenzer eingeführt.

Formel-3-Cup[Bearbeiten]

Hauptartikel: Deutscher Formel-3-Cup

Die Formel 3 wird in Deutschland seit 1975 als Deutsche Meisterschaft bzw. Formel-3-Cup ausgetragen und auch respektvoll die „Schule der Grand-Prix-Stars“ genannt. Viele aktuelle Formel-1- und DTM-Fahrer waren in der Formel 3 aktiv und dabei auch mehr oder weniger erfolgreich. Die Formel 3 ist in vielen Ländern die höchste nationale Monoposto-Rennserie. Es werden Automobile mit vier Rädern und seriennahen Motoren der Hersteller Opel, VW, Fiat, Toyota, BMW, Alfa Romeo und Mercedes-Benz, die für Geschwindigkeitsrennen auf Rundstrecken oder geschlossenen Strecken hergestellt wurden, eingesetzt. Seit der Saison 2007 ist der Leichtmetallräderhersteller ATS offizieller Hauptsponsor und der Formel-3-Cup firmiert unter „ATS Formel-3-Cup“.

Euroserie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Formel-3-Euroserie

Seit 2003 gibt es die Euroserie mit Rennläufen in mehreren europäischen Staaten. Etwas im Schatten stehen die national ausgerichteten Veranstaltungen, bei denen der technische Aufwand nicht gar so hoch getrieben werden muss.

Nahezu jedes Land mit einer nennenswerten Aktivität im Motorsport führt auch Formel-3-Rennen durch. Durch das international einheitliche Reglement sollte man meinen, ein italienischer F3 wäre einem englischen oder deutschen sehr ähnlich. Das ist aber nicht so, weil in jedem Land andere Reifen vorgeschrieben sind. Die Technik eines F3 ist so ausgereizt, dass durch einen anderen Reifen eine andere Fahrwerksabstimmung nötig ist. Das geht weiter bis zur Getriebeabstufung und zur Motorsteuerung. Die also äußerlich bis auf die Reifen gleichen Autos unterscheiden sich somit erheblich im Fahrverhalten.

Technische Basisdaten[Bearbeiten]

Karosserie

  • Gesamtbreite: 185 cm
  • Breite vor den Vorderrädern: 130 cm
  • Breite zwischen Vorder- und Hinterrädern: 130 cm
  • Breite des Heckflügels: 90 cm
  • Höhe ohne Überrollbügel: 90 cm
  • Mindestradstand: 200 cm
  • Mindestspurweite: 120 cm
  • Mindestgewicht: 550 kg inklusive Fahrer

Motor

  • Hubraum: max. 2000 cm³
  • Zylinder: max. 4, keine Aufladung
  • Airrestrictor (Luftmengenbegrenzer) 26 mm Durchmesser

Weitere Formel-3-Meisterschaften[Bearbeiten]

Internationale Meisterschaften[Bearbeiten]

Nationale Meisterschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]