Folgefonna-Nationalpark

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Folgefonna-Nationalpark
Folgefonna National Park logo.svg
Folgefonna-Nationalpark (Norwegen)
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60.0166666666676.3Koordinaten: 60° 1′ 0″ N, 6° 18′ 0″ O
Lage: Hordaland, Norwegen
Nächste Stadt: Odda, Jondal, Rosendal
Fläche: 545 km²
Gründung: 29.04.2005
Die Nationalparks in Süd-Norwegen (Der Folgefonna hat Nummer 1)
Die Nationalparks in Süd-Norwegen (Der Folgefonna hat Nummer 1)
Der Bondhusbreen mit dem Fynderdalshorga (hinten) und dem Bondhus-See (vorne)
Der Bondhusbreen mit dem Fynderdalshorga (hinten) und dem Bondhus-See (vorne)
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Der Folgefonna-Nationalpark (norwegisch Folgefonna nasjonalpark), ist ein 545 km² großer Nationalpark im Südwesten Norwegens. Der Park gehört zu den Gemeinden Etne, Kvinnherad, Odda, Jondal und Ullensvang in der Provinz Hordaland.

Er wurde 2005 gegründet, um die einzigartige Gletscherlandschaft mit seiner großen Artenvielfalt und seinen unterschiedlichen Ökosystemen zu schützen. An den Nationalpark grenzen die Naturschutzgebiete Bondhusdalen, Buer und Hattebergsdalen. Der Folgefonna-Gletscher ist der drittgrößte Gletscher Norwegens.

Geografie, Landschaft und Geologie[Bearbeiten]

Der Nationalpark erstreckt sich, mit wenigen Ausnahmen, über den gesamten Gletscher und die sich darum befindende Landschaft, da beide Teile eine charakteristische Gletscherflora und -geologie aufweisen.

Westlich des Parks liegt der Sildafjorden und die Reichsstraße 48, östlich der Sørfjorden und die Reichsstraßen 13 und 550. Im Süden verläuft die Haukelivegen. Der Folgefonn Tunnel unterquert den Gletscher und führt durch Teile des Nationalparks.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Das feuchte Klima und die Böden im Nationalpark gewähren eine relativ vielfältige Vegetation. Die am weitesten verbreiteten Pflanzen sind Dreiblatt-Binse, Kraut-Weide, Steife Segge, Moosheide, Schneebett Segge, und Kleinseggenried. Am fruchtbarsten sind die regenreichen Gebiete westlich des Gletschers. Vom Meer bis zur Baumgrenze wachsen dort auch Pflanzen wie Roter Fingerhut, Beinbrech, Glocken-Heide, Rippenfarn, Bergfarn und Wald-Hainsimse. Eher selten sind zudem Strauß-Steinbrech und Purpur-Enzian anzutreffen.

Das größte Säugetier im Park ist der Rothirsch, der in den Bergwäldern westlich des Gletschers sehr zahlreich vorkommt. Die am weitesten verbreiteten Vögel im Park sind Alpenschneehuhn, Wiesenpieper, Steinadler, und Raufußbussard. In den größtenteils unberührten Küstenwäldern lebt zudem der Weißrückenspecht.

Tourismus und Verwaltung[Bearbeiten]

Der Gletscher ist ein beliebtes Ski- und Wandergebiet. Der Norwegische Wanderverein unterhält zahlreiche Wege sowie die Übernachtungshütten Sauabrehytta, Fonnabu, Breidablikk und Holmaskjer.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sven Bjørne-Larsen, Anne Rudsengen. Jostedalsbreen og Folgefonna (= Norges nasjonalparker. Bd. 4). Gyldendal, Oslo 2008, ISBN 978-82-05-37899-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Folgefonna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien