Fredenbaumpark
Der 63 Hektar große Fredenbaumpark gehört als „grüne Lunge“ der Dortmunder Nordstadt zu den großen Parkanlagen in der Stadt.
Die Geschichte des Parks begann vor circa 100 Jahren. Hervorgegangen ist der Park aus dem Stadtwald Westerholz. Die Umgestaltung des Stadtwaldes zur Parkanlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts eingeleitet und bis 1906 nach Plänen des Berliner Tiergartendirektors Hermann Geitner umgesetzt. Bereits 1888–90 war anstelle der Gaststätte Fredenbaum ein Saalbau mit 2.200 m² errichtet worden, in dem Schützen- und Volksfeste sowie Messen stattfanden.[1] Hier fanden jeweils am 27. Januar die Feierlichkeiten zum Kaisergeburtstag statt, die als gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres galten.
Nördlich des Fredenbaums, in unmittelbarer Nähe der heutigen Deutschen Gasrußwerken, wurde 1911 das erste Dortmunder Flugfeld eröffnet. Dieser Flugplatz war 1911 der Schauplatz der ersten Dortmunder Flugtage. Der Fredenbaumwirt Jos. Windheuser, ein begeisterter Anhänger der Luftfahrt, charterte für den 3. August 1913 das Parseval-Luftschiff PL 12 - CHARLOTTE. Aus Witterungsgründen fanden keine der geplanten Passagierfahrten statt, allerdings ließ Windheuser Reklamekarten des Vergnügungsparks von Bord des Luftschiffes über Dortmund verteilen. Das Flugfeld am Fredenbaum hatte bis zum Ersten Weltkrieg Bestand.
Im östlichen Teil des Parks wurde am Ostersonntag 1912 der Lunapark eröffnet, ein Freizeitpark im Stile des Berliner Lunaparks oder des Wiener Praters, in den über 60.000 Mark investiert wurden.[2] Als Attraktionen wurden unter anderem eine Gebirgsbahn, eine Wasserrutschbahn und ein Hippodrom angeboten.
Heute ist der Fredenbaumpark vor allem durch eine abwechslungsreiche Vegetation gekennzeichnet. Auffallend sind insbesondere große Rhododendren, die im Mai unter dem Dach der Laubbäume blühen.
Im westlichen Teil grenzt der Park an den Dortmund-Ems-Kanal. Hier ist er nur durch eine Bahnlinie der Dortmunder Hafenbahn von den Ruderhäusern der Dortmunder Rudervereine und dem Bundesleistungszentrum Rudern Dortmund des deutschen Ruderverbandes, das unmittelbar am Wasser liegt, getrennt. Über eine Öffnung und Erweiterung des Parks hin zum Wasser wird derzeit nachgedacht.
Der Fredenbaumpark beherbergt einen großen Bau- und Abenteuerspielplatz, den die Stadt durch Ankauf und Aufbau des „Big Tipi“ von der Expo 2000 in Hannover aufwertete. Laut Angaben der Stadt Dortmund ist das Tipi 35 Meter hoch und circa 25 Meter breit und damit das größte Tipi der Welt[3]. Die Konstruktion wird von zwölf 35 Meter hohen Douglasienstämmen aus dem Schwarzwald mit einem Basisdurchmesser von einem Meter getragen. Das riesige Zelt beherbergt eine Kletterwelt und wird für Veranstaltungen genutzt. Um den Kindern eine Auseinandersetzung mit der Natur zu ermöglichen, werden verschiedene Haustiere gehalten und versorgt. Ein Waldstück mit Spielgeräten und einem Teich steht zur Verfügung. Aus verschiedenen Materialien können „Buden“ gebaut werden. Der Spielplatz wird pädagogisch betreut und bietet für Kinder und Jugendliche ganzjährig verschiedene Aktivitäten.
Der Fredenbaumpark ist Austragungsort des Dortmunder Halbmarathon und der Laufstrecke des Dortmunder Westfalen-Triathlon. Zur Freizeitgestaltung bietet der Fredenbaumpark
- Spazierwege, Bänke & Liegewiesen
- Ergebniswelt Fredenbaum Big Tipi
- Rosengarten
- Musikpavillon
- Abenteuer- und Bauspielplatz
- Kinderspielplätze
- Bootsverleih
- Modellboot-Teich
- Joggingstrecke
- Inlineskating (3 km langer Rundkurs)
- Minigolf (18 Bahnen)
- Boule
- Beachvolleyball
- Tischtennisplatten
- Grillplätze
- Jugendverkehrsgarten
- American Football (Dortmund Giants)
- Gaststätte Schmiedingslust
[Bearbeiten] Literatur
- Claudia Puttkammer/ Sacha Szabo: Gruß aus dem Luna-Park. Eine Archäologie des Vergnügens. Freizeit- und Vergnügungsparks Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. WVB, Berlin, 2007. ISBN 978-3-86573-248-4
- Gustav Luntowski, Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb, in: Gustav Luntowski, Geschichte der Stadt Dortmund, hrsg. vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00397-2
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gustav Luntowski, Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb, a.a.O., S. 327
- ↑ Gustav Luntowski, Die leichte und die ernste Muse: Freizeitvergnügen und städtischer Kulturbetrieb, a.a.O., S. 328
- ↑ Seite des Jugendamtes Dortmund
[Bearbeiten] Weblinks
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Historische Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | per Rad
Zeche Zollern II/IV
| Kolonie Landwehr | Zeche Westhausen | Zeche Adolf von Hansemann | Kokerei Hansa
| Zeche Hansa | Bahnhof Huckarde Nord | Zeche Minister Stein / Neue Evinger Mitte | Alte Kolonie Eving
mit Wohlfahrtsgebäude | Zeche Gneisenau | Müsersiedlung der Zeche Gneisenau | Luftschacht Rote Fuhr | Lanstroper Ei | Bergbau-Beamtensiedlung Neu-Asseln | Museum für Kunst und Kulturgeschichte | Dortberghaus | Dortmunder U | Kaserne der Paulinenhütte | Verwaltungsgebäude Union | Denkmal zum KZ-Außenlager Buchenwald | Siedlung Oberdorstfeld | Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA)
| Westfalenhallen | Ehemaliger Volkspark: Westfalenstadion, Stadion Rote Erde, Volksbad (Strobelallee) | Fernsehturm Florian
| Wasserturm des Dortmunder Südbahnhofs | Unternehmervillen in der Dortmunder Innenstadt-Ost | Landesoberbergamt Dortmund | Ostenfriedhof | Hauptfriedhof Dortmund | Bahnbetriebswerk Dortmund-Betriebsbahnhof | Borsigplatz | Westfalenhütte | Hoesch-Museum | Hoeschpark | Weichenbauhalle der ehemaligen Maschinenfabrik Deutschland | Dortmunder Actien-Brauerei | Brauereimuseum Dortmund | Museum für Naturkunde Dortmund | Fredenbaumpark | Depot Immermannstraße | Altes Hafenamt Dortmund | Brückenensemble Unionstraße | Mahn- und Gedenkstätte Steinwache | Hörder Burg | Phoenix-See | Hochofenwerk Phoenix West | Hohensyburg
| Syburger Bergbauweg
Park der Villa Hügel | Grugapark Essen | Hauptfriedhof Mülheim | Kurpark des Solbad Raffelberg | Botanischer Garten Schweizer Straße | Friedensplatz Oberhausen | Revierpark Vonderort | Freizeitstätte Haus Wittringen | Von-Wedelstaedt-Park | Stadtpark Bochum | Naturhindernis-Pferderennbahn | Rombergpark | Fredenbaumpark | Hoeschpark | Hauptfriedhof Dortmund | Kurpark Hamm | Maximilianpark Hamm
| Stadtgarten Hagen | Garten des Hohenhof ![]()
51.5369444444447.4469444444444Koordinaten: 51° 32′ 13″ N, 7° 26′ 49″ O