Fritz von Friedl (Schauspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fritz von Friedl; eigentlich Fritz Friedl[1] (* 17. April 1941 in Berlin), ist ein österreichischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Fritz (von) Friedl ist der Sohn des Kameramanns Fritz (von) Friedl. Schon als Kind spielte er in deutschen und österreichischen Filmen. Er studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien. Er hatte mehrere Engagements an Theatern in Österreich und Deutschland, unter anderem in Oberhausen, am Thalia Theater in Hamburg. In Wien war er am Theater in der Josefstadt und am Ensemble Theater engagiert.[2] Von 1972 bis 1978 war er außerdem am Wiener Burgtheater engagiert, dessen festes Ensemblemitglied er in dieser Zeit war.

Mit George Tabori arbeitete er in den 1980er Jahren vier Jahre am Wiener Schauspielhaus im Ensemble Der Kreis.

Fritz von Friedl wirkte bereits ab den 1960er Jahren vereinzelt in Fernsehproduktionen mit. So spielte er 1962 in einer Fernsehfassung den Holzknecht Franzl in dem romantischen Zaubermärchen Der Alpenkönig und der Menschenfeind von Ferdinand Raimund. Für die Kinoproduktion Karl May wurde er 1974 von Hans-Jürgen Syberberg als Untersuchungsrichter Larrass verpflichtet. Seit den 1980er Jahren stand er auch in mehreren internationalen Kinoproduktionen und Fernsehserien vor der Kamera. Er spielte außer in vielen deutschsprachigen Produktionen auch in amerikanischen und französischen Filmen. 1979 spielte er unter der Regie von Édouard Molinaro an der Seite von Marie-Hélène Breillat und Mathieu Carrière in La pitié dangereuse, einer französischen Filmadaption des Romans Ungeduld des Herzens von Stefan Zweig. Es folgten 1983 und 1988 kleine Rollen in der US-Mini-Serie Der Feuersturm und in der Fortsetzung Feuersturm und Asche. 2003 spielte er einen Pathologen in der Fernsehverfilmung des Romans Die Rückkehr des Tanzlehrers von Henning Mankell. Eine kleine Rolle hatte er 2004 auch in dem Kinofilm Klimt.

Fritz von Friedl war regelmäßig auch in österreichischen und deutschen Fernsehproduktionen zu sehen. Er übernahm hierbei mehrere durchgehende Serienrollen, wiederkehrende Episodenrollen und auch Gastrollen. Wiederkehrende Serienrollen hatte er in den österreichischen Serien Kaisermühlen Blues und Schloßhotel Orth. Außerdem übernahm er die Rolle des Dr. Burger in der ORF-Fernsehserie Julia – Eine ungewöhnliche Frau an der Seite von Christiane Hörbiger. In Erinnerung bleibt in dieser Serie besonders seine Darstellung als Arzt, der wegen eines möglichen ärztlichen Kunstfehlers unter Verdacht gerät.

Fritz von Friedl ist auch als Rezitator mit literarischen Programmen tätig. In Programmen liest er aus Romanen, Erinnerungen und Briefwechseln von Alexander Lernet-Holenia und Karl Anton Wolf.

Seit über dreißig Jahren ist er außerdem als Sprecher für Kultur- und Politikbeiträge im ORF, im Österreichischen Fernsehen und bei ö1-Radio tätig. Für den ORF wirkt er dabei regelmäßig als Off-Sprecher von Filmdokumentationen sowie als Synchronsprecher mit.[3]

Friedl lebt in Wien. Aus zwei Ehen hat er drei Söhne. Einer davon, Christoph (von) Friedl, ist ebenfalls Schauspieler, wie auch Friedls Schwester Loni (von) Friedl.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Eintrag Fritz Friedl im Mitgliederverzeichnis des VÖFS - Verband österreichischer FilmschauspielerInnen, abgerufen am 5. Juni 2014. Vgl. ZMR, abgefragt am 5. Juni 2014.
  2. Porträt Fritz von Friedl auf noe.ORF.at, Rubrik Kulinarium.
  3. Porträt Fritz von Friedl auf kundendienst.ORF.at.