Ghimbav

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Ghimbav
Weidenbach
Vidombák
Wappen von Ghimbav
Ghimbav (Rumänien)
DEC
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Braşov
Koordinaten: 45° 40′ N, 25° 30′ OKoordinaten: 45° 39′ 48″ N, 25° 30′ 28″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 559 m
Fläche: 28,08 km²
Einwohner: 5.357 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Postleitzahl: 507075
Telefonvorwahl: (+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen: BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Dorel Toma (PSD)
Postanschrift: Str. Lungă, nr. 69
loc. Ghimbav, jud. Braşov
Webpräsenz:

Ghimbav (deutsch Weidenbach, ungarisch Vidombák) ist eine Stadt im Kreis Braşov (Rumänien).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Ghimbav liegt im Südosten Siebenbürgens, in der Mitte des Burzenlandes. Die Stadt Braşov befindet sich etwa sieben Kilometer östlich.

[Bearbeiten] Geschichte

Weidenbach wurde im Jahr 1342 erstmals urkundlich erwähnt[1]. Es war vermutlich eine Gründung deutscher Siedler. Seit 1422 gehörte Weidenbach – wie das gesamte Burzenland – zum Königsboden[2]. Seine Bewohner waren über mehrere Jahrhunderte überwiegend Siebenbürger Sachsen.

In seiner Geschichte wurde Weidenbach mehrfach weitgehend zerstört; so 1422 und 1658 durch Türkeneinfälle, 1469 und 1586 durch Feuerkatastrophen, 1599 durch Truppen des walachischen Fürsten Michaels des Tapferen, 1602 durch Soldaten der habsburgischen Truppen Giorgio Bastas und 1611 durch den siebenbürgischen Fürsten Gabriel Báthory[3].

Nachdem der Ort bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum Königreich Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen bzw. zu Österreich-Ungarn gehört hatte, ist es seitdem ein Teil des Staates Rumänien.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im bis dahin eher ländlich geprägten Dorf zu Industrieansiedlungen (u. a. Textil- und Papierfabrik).

2002 wurde Ghimbav zur Stadt erklärt[4]. Seit 2008 wird am Stadtrand der internationale Flughafen Braşov errichtet[5].

[Bearbeiten] Bevölkerung

Wie bereits erwähnt, war Weidenbach lange Zeit ein vorwiegend von Siebenbürger Sachsen bewohntes Dorf. Im Ort lebten im Jahr 1510 133 Hauswirte[3].

Bei der Volkszählung 1850 wurden 1163 Einwohner erfasst, davon 815 Deutsche, 225 Rumänen und 123 Zigeuner. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1893 Bewohner im Jahr 1941) nahm die Bevölkerungszahl stark zu, obwohl die Anzahl der deutschen Bewohner durch Auswanderung immer geringer wurde. Ursache war vor allem der Zuzug vieler Rumänen aus der Moldau[6]. Im Jahr 2002 bezeichneten sich von den damals 5112 Bewohnern der Stadt 4795 als Rumänen, 237 als Ungarn, 56 als Deutsche, 13 als Zigeuner und 11 als Angehörige anderer Nationalitäten[7].

[Bearbeiten] Verkehr

Ghimbav besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Braşov–Sibiu–Arad. Es bestehen gute Busverbindungen nach Braşov und nach Codlea.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die von der Evangelischen Kirche genutzte Basilika entstand um 1300 und wurde im 15. Jahrhundert zur Kirchenburg umgebaut. Die Wehranlagen sind in den letzten Jahrzehnten teilweise verfallen[6].

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. www.genealogy.net
  2. www.honigberg.net
  3. a b www.siebenbürger.de
  4. www.ropedia.ro
  5. Website des Flughafens Braşov
  6. a b H. Heltmann, G. Servatius: Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag Würzburg, 1993. ISBN 3-8083-2019-2.
  7. Volkszählungen in Siebenbürgen 1850–2002 (ung.)

[Bearbeiten] Weblinks

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