Großer Preis der Tschechoslowakei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Großen Preis der Tschechoslowakei im Automobilsport; zum gleichnamigen Motorrad-Rennen siehe Großer Preis der Tschechoslowakei (Motorrad).

Der Große Preis der Tschechoslowakei (auch Masaryk-Grand-Prix) war eine Motorsport-Veranstaltung für Monoposti, die zwischen 1930 und 1949 in Brünn auf dem Masaryk-Ring ausgetragen wurde.

Am 28. September 1930 fand auf dem Naturkurs, der eine damals noch übliche Rundenlänge von rund 30 Kilometern hatte, das erste Rennen statt. Der Straßenkurs führte über öffentliche Landstraßen und auch durch Ortschaften. Es gewannen Heinrich-Joachim von Morgen und Hermann zu Leiningen auf Bugatti. In den folgenden drei Jahren konnte der Monegasse Louis Chiron für Bugatti das Rennen gewinnen. 1934 gewann Hans Stuck mit einem Fahrzeug der Auto Union. Bei der sechsten Austragung am 29. September 1935 stand Motorsportlegende Tazio Nuvolari (Alfa Romeo) vor seinem ersten Sieg, als ihm im entscheidenden Moment der Reifen platzte und er nur Zweiter hinter Bernd Rosemeyer (Auto Union) wurde.

Nachdem 1936 keines ausgetragen wurde, fand 1937 das letzte Rennen auf der langen Rennstrecke statt. Es gewann Rudolf Caracciola im Mercedes-Benz Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nur noch ein Großer Preis der Tschechoslowakei ausgetragen. Auf der auf 17,8 km verkürzten und in umgekehrter Richtung zu befahrenen Strecke siegte 1949 Peter Whitehead mit Mercedes-Benz.