Härtsfeld

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Blick von Dorfmerkingen nach Osten über das nördliche Härtsfeld

Das Härtsfeld ist eine Hochfläche im Osten der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Die Region liegt zwischen Aalen, Nördlingen, Heidenheim an der Brenz und Neresheim. Es ist eine eher karge, gering besiedelte Jurahochfläche.

Die wichtigsten Orte auf dem Härtsfeld sind Dunstelkingen, Eglingen, Dischingen, Neresheim und dessen Ortsteile Elchingen, Dorfmerkingen und Ohmenheim, die Bopfinger Stadtteile Unterriffingen, Oberriffingen, Dorfen und Härtsfeldhausen sowie die Aalener Stadtteile Ebnat und Waldhausen.

Naturraum[Bearbeiten]

Naturschutzgebiet Dossinger Tal zwischen Dorfmerkingen und Dossingen, ein charakteristisches Karst-Trockental

Der Großteil des Härtsfeldes ist eine Karsthochfläche des weißen Jura der Schwäbischen Alb. Es bildet mehr oder minder eine Platte, die nach Südosten zur Donau abfällt; die Höhe beträgt 630 bis 430 m ü. NN.

Einige Trockentäler durchziehen das Härtsfeld. Diese Täler münden fast alle im Egautal. Die Egau entspringt im Stadtgebiet von Neresheim. Sie wird von mehreren Karstaufbrüchen gespeist, der größte davon ist der „Judengumpen“. In niederschlagsarmen Perioden fallen diese Quellen trocken, sodass die Egau in ihrem Oberlauf öfters kein Wasser führt.

  • Egautal mit Stausee (Härtsfeldsee)
  • Karstlandschaft mit typischer Wacholderheide:
    • Naturschutzgebiet „Zwing“ – Wacholderheide mit Waldlehrpfad nahe Neresheim
    • Naturschutzgebiet „Dossinger Tal“ mit Wacholderheiden und Jurafelsformationen

Kulturraum[Bearbeiten]

Herausragende Sehenswürdigkeit des Härtsfeldes ist die Benediktinerabtei Neresheim. Das Benediktinerkloster wurde im Jahr 1095 gegründet. Die Klosterkirche wurde von Balthasar Neumann entworfen und ist einer der größten barocken Hallenbauten Süddeutschlands. In der Kirche finden sich Kuppelfresken des Kirchenmalers Martin Knoller aus Steinach in Tirol. Die Hauptorgel der Abteikirche wurde 1792–1797 von Johann Nepomuk Holzhay aus Ottobeuren erbaut.

  • Weitere kulturelle Einblicke bietet das Härtsfeldmuseum in Neresheim.
  • Es werden historische Dampfzugfahrten auf der Härtsfeldbahn veranstaltet.
  • Quer durch das Härtsfeld zieht eine alte Römerstraße, die zwischen Frickingen und Dehlingen als Radweg genutzt wird.
  • Härtsfeldsee
  • Burg Katzenstein
  • Schloss Taxis am Englischen Wald bei Dischingen.
  • verschiedene Keltenschanzen, z. B. bei Haunsheim
  • Egauwasserwerk bei Dischingen
  • Heimatmuseum in Dischingen

Verkehr und Tourismus[Bearbeiten]

Blick vom Flugplatz Aalen-Heidenheim/Elchingen zur Abtei Neresheim

Literatur und Karten[Bearbeiten]

  • Freizeitkarten 1:50.000 mit Wanderwegen und Radwanderwegen, Blatt 522, Aalen–Härtsfeld 2003
  • Kompass Wanderkarte 778 Härtsfeld Heidenheimer Alb 1:50.000 mit touristischen Hinweisen
  • Wandern und Einkehren. Bd. 6 Schwäbische Alb, östlicher Teil. Drei Brunnen Verlag, 2004
  • Werner Schmidt: Rundwanderungen Schwäbische Alb. Östlicher Teil. Vom Lenninger Tal bis zum Härtsfeld. 22. Ausgabe. Schneider Verlag, Hohengehren 2003, ISBN 3-89676-664-3
  • Wanderkarte des Schwäbischer Albverein 1:35.000, Blatt 15, Heidenheim Nördlingen, 2003

Weblinks[Bearbeiten]

48.810.283333333333Koordinaten: 48° 48′ N, 10° 17′ O