Nattheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nattheim
Nattheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nattheim hervorgehoben
48.69916666666710.241388888889560Koordinaten: 48° 42′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heidenheim
Höhe: 560 m ü. NHN
Fläche: 44,99 km²
Einwohner: 6139 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89564
Vorwahlen: 07321, 07326 (Auernheim, Steinweiler) und 07327 (Fleinheim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HDH
Gemeindeschlüssel: 08 1 35 026
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fleinheimer Straße 2
89564 Nattheim
Webpräsenz: www.nattheim.de
Bürgermeister: Norbert Bereska
Lage der Gemeinde Nattheim im Landkreis Heidenheim
Alb-Donau-Kreis Ostalbkreis Landkreis Göppingen Niederstotzingen Sontheim an der Brenz Hermaringen Giengen an der Brenz Dischingen Nattheim Heidenheim an der Brenz Steinheim am Albuch Königsbronn Herbrechtingen Herbrechtingen Gerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Nattheim ist eine Gemeinde im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Nattheim liegt am Rande des Härtsfelds zwischen der Kreisstadt Heidenheim an der Brenz und der Gemeinde Dischingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Nattheim gehören folgende ehemals selbstständige Gemeinden mit ihren damaligen Ortsteilen (sechs Stück):[2]

  • Auernheim mit dem Weiler Steinweiler und dem Gehöft Waldzierter Hof sowie den abgegangenen Ortschaften Auerntaler Hof und Mittelhof.
  • Fleinheim mit der abgegangenen Ortschaft Walkendorf.
  • Nattheim mit dem Gehöft Wahlberg sowie den abgegangenen Ortschaften Gebstetten und St. Stephan.

Geschichte[Bearbeiten]

Nattheim war Siedlungsstätte der Kelten. Am Ortsrand liegt eine keltische Kultstätte, deren Wälle noch erhalten sind. Nattheim wurde erstmals 1050 in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. erwähnt. 1448–1504 gehörte der Ort zu Bayern, danach kam er an das Herzogtum Württemberg.

Am 1. Februar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Auernheim und Fleinheim eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1. Dezember 18711 2.058
1. Dezember 18801 1.999
1. Dezember 18901 1.838
1. Dezember 19001 1.733
1. Dezember 19101 1.694
16. Juni 19251 1.807
16. Juni 19331 1.881
17. Mai 19391 1.943
13. September 19501 2.716
Jahr Einwohner
6. Juni 19611 3.314
27. Mai 19701 4.400
31. Dezember 1980 5.337
27. Mai 19871 5.576
31. Dezember 1990 5.807
31. Dezember 1995 6.175
31. Dezember 2000 6.315
31. Dezember 2005 6.370
31. Dezember 2010 6.220

Ortsteile[Bearbeiten]

Auernheim[Bearbeiten]

Auernheim wurde erstmals 1258 urkundlich erwähnt. Seit 1297 gehörte es dem Kloster Neresheim und wurde 1810 von Bayern an das Königreich Württemberg abgetreten.

Fleinheim[Bearbeiten]

Fleinheim wurde zuerst 1277 urkundlich erwähnt. Es gehörte damals zum Besitz der Grafen von Helfenstein. 1504 kam der Ort an das Herzogtum Württemberg.

Steinweiler[Bearbeiten]

Steinweiler wurde 1775 von Siedlern, welche die Kalksteine, die dort sehr zahlreich vorhanden sind, für den Bau des Klosters Neresheim benötigten, als Siedlung von Steinhauern erbaut. 1810 kam es zum Königreich Württemberg.

Heute ist es ein kleines Dorf mit ca. 350 Einwohnern. In Steinweiler gibt es, neben einem Steinmetz, eine Kapelle (katholisch), ein Feuerwehrhaus mit eigenem Fahrzeug und ein Bürgerhaus. Die Kinder Steinweilers gehen nach Auernheim in den Kindergarten und in die Grundschule. Die weiterführenden Schulen sind in Nattheim, Neresheim und Heidenheim.

Die Steinbrüche im Naturschutzgebiet sind schon seit längerer Zeit stillgelegt. Das Gelände ist heute ein Ausflugsziel.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

In Nattheim wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Nattheim hat nach der letzten Wahl 18 Mitglieder (vorher 19). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,1 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,0 %
40,0 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,0 %p
+3,0 %p
BWV/CDU Bürgerliche Wählervereinigung/Christlich Demokratische Union Deutschlands 60,0 11 63,0 12
SPD/UA Sozialdemokratische Partei Deutschlands/Unabhängige 40,0 7 37,0 7
gesamt 100,0 18 100,0 19
Wahlbeteiligung 49,1 % 52,6 %


Partnerschaften[Bearbeiten]

Nattheim unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Breitenbrunn/Erzgeb. in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch die 2,5 km entfernte Abfahrt Heidenheim der A 7 (WürzburgUlm) an das überregionale Fernstraßennetz angebunden.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mit der Wiesbühlschule besteht eine Grund- und Hauptschule in Nattheim. Außerdem gibt es in Auernheim eine reine Grundschule.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Das Bike-Team Steinweiler (BTS) hat 2005 eine Biker-Bahn im Ortsteil Steinweiler gebaut. Das Grundstück wurde von der Gemeinde Nattheim zur Verfügung gestellt. Der Bau wurde von der Steinweiler Jugend in Eigeninitiative durchgeführt. 2007 wurde die Strecke auf ca. 3000 m² vergrößert.[3] Außerdem ist in Nattheim ein Hallenbad (Ramensteinbad) vorhanden. Des Weiteren gibt es eine Turnhalle (Ramensteinhalle), Fussballplätze (Halde und im Tal), sowie Tennisplätze und im Winter eine Skianlage mit Lift.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nattheim liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Museen[Bearbeiten]

Das Museum in der Alten Schule zeigt Funde von rund 130 Millionen Jahre alten Korallen. Im Dachgeschoss der Alten Schule befindet sich eine große Modelleisenbahn der Privaten Modelleisenbahner Nattheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nattheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 609–611.
  3. Die Geschichte unseres Bike Teams, Bike-Team Steinweiler.