HMS Fame (H78)

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Fame Royal Navy Marine der Dominikanischen Republik
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1405 ts Standard
1901 ts maximal
Länge: 100,28 m
Breite: 10,13 m
Tiefgang: 3,81 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
36.000 PS (26.460 kW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 6350 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4×1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2×4)
8 × 21-Zoll-Torpedorohre (2×4)
60 Wasserbomben

HMS Fame (H78) war ein Zerstörer der F-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 28. Juni 1934 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei Parsons in Wallsend-on-Tyne vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 26. April 1935.

Zusammen mit ihren Schwesterschiffen bildete HMS Fame zunächst die 6., später die 8. Zerstörerflottille, die der Home Fleet zugeordnet war.

Beim Athenia-Zwischenfall rettete HMS Fame zusammen mit anderen Schiffen die Überlebenden des torpedierten Passagierdampfers. In der Folgezeit eskortierte das Schiff mehrfach Geleite nach Norwegen. Im Jahr 1940 wurde der Zerstörer dann bei der Norwegenunternehmung (Unternehmen Weserübung) zur Deckung von Schiffen der Home Fleet eingesetzt.

Am 17. Oktober 1940 lief er bei einer Hochgeschwindigkeitsfahrt infolge eines Navigationsfehlers bei schlechter Sicht in der Nähe von Whitburn am Tyne, auf Grund. Das Schiff wurde von HMS Ashanti, die ebenfalls auflief, gerammt und brannte aus. Da es erst nach mehreren Tage geborgen werden konnte, wurde auch der Rumpf schwer beschädigt. Vier weitere Zerstörer konnten ihre Strandung gerade noch vermeiden.

Die Reparatur, die in der Werft von Chatham erfolgte, zog sich bis Ende 1941 hin. Die U-Boot-Abwehr- und Flugabwehr-Bewaffnung wurde dabei zulasten der Hauptgeschütze und eines Torpedorohrsatzes verstärkt.

In der Folgezeit wurde HMS Fame zur Sicherung von Geleitzügen im Nordatlantik eingesetzt. In dieser Zeit versenkte sie zwei deutsche U-Boote, nämlich am 16. Oktober 1942 U 353 und am 17. Februar 1943 U 69.

Von Frühjahr 1944 bis Kriegsende lag der Einsatzschwerpunkt dann im Ärmelkanal und in der Biskaya, wo der Zerstörer deutsche U-Boote jagte. Kurz nach Beginn der Operation Overlord gelang es ihm, gemeinsam mit den Zerstörern HMS Havelock und HMS Inconstant, das mit einem Schnorchelmast ausgestattete U-Boot U 767 südwestlich von Guernsey zu versenken.

Nach dem Ende des Krieges wurde HMS Fame der U-Boot-Abwehr-Schulflottille zugewiesen. Das Schiff wurde im Februar 1949 an die Dominikanische Republik verkauft. In der dortigen Marine fuhr es zunächst unter dem Namen Generalisimo, später wurde es in Sánchez umbenannt. Während des Bürgerkrieges im Jahre 1965 beschoss das Schiff gemeinsam mit anderen Einheiten der Dominikanischen Marine die Hauptstadt. Danach wurde es der Reserve zugewiesen und drei Jahre später zum Abwracken verkauft.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0853689105.

Weblinks[Bearbeiten]