Hainfeld (Niederösterreich)

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Vollberg ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum deutschen Ordensgeistlichen siehe Josef Vollberg.
Hainfeld
Wappen von Hainfeld
Hainfeld (Niederösterreich) (Österreich)
Hainfeld (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Fläche: 44,7 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 15° 46′ O48.03333333333315.766666666667439Koordinaten: 48° 2′ 0″ N, 15° 46′ 0″ O
Höhe: 439 m ü. A.
Einwohner: 3.688 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3170
Vorwahl: 02764
Gemeindekennziffer: 3 14 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
3170 Hainfeld
Website: www.hainfeld.at
Politik
Bürgermeister: Albert Pitterle (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
14
8
1
14 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Hainfeld im Bezirk Lilienfeld
Annaberg Eschenau Hainfeld Hohenberg Kaumberg Kleinzell Lilienfeld Mitterbach am Erlaufsee Ramsau Rohrbach an der Gölsen St. Aegyd am Neuwalde St. Veit an der Gölsen Traisen Türnitz NiederösterreichLage der Gemeinde Hainfeld (Niederösterreich) im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Hainfeld ist eine Stadtgemeinde mit 3688 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Hainfeld liegt im Gölsental, eines Nebenflusses der Traisen, im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 44,73 Quadratkilometer. 46,24 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Durch die Hainfelder Straße B 18 besteht eine Straßenverbindung einerseits nach Traisen und von dort weiter in den Bezirkshauptort Lilienfeld und die Landeshauptstadt Sankt Pölten sowie andererseits nach Leobersdorf und ins Wiener Becken. Außerdem liegt der Ort an der Leobersdorfer Bahn, welche dieselben Orte verbindet; derzeit besteht aber kein durchgehender Personenverkehr Richtung Leobersdorf.

Der höchste Berg im Gemeindegebiet ist der Kirchenberg mit 922 m ü. A. An seiner Nordseite befindet sich das von Insidern gern so genannte "Bermuda-Dreieck" aus folgenden drei Schutzhütten: Liasenböndlhütte, Hainfelderhütte und Lindensteinhütte.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Bernau (173)
  • Gegend Egg (108)
  • Gerichtsberg (83)
  • Gerstbach (50)
  • Gölsen (671)
  • Gstettl (157)
  • Hainfeld (1998)
  • Heugraben (11)
  • Kasberg (59)
  • Kaufmannberg (10)
  • Landstal (29)
  • Ob der Kirche (317)
  • Vollberg (55)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Gegend Eck, Gölsen, Hainfeld, Heugraben, Kasberg, Landsthal, Ob der Kirche, Saugraben und Vollberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Vom 30. Dezember 1888 bis zum 1. Jänner 1889 fand hier der Hainfelder Parteitag statt, auf dem die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs gegründet wurde. 1928 erfolgte die Erhebung zur Stadtgemeinde.

Nach Wiener Neustadt war Hainfeld die am zweitmeisten zerstörte Stadt Österreichs im Zweiten Weltkrieg.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,25 %
(-2,41 %p)
32,27 %
(-5,07 %p)
7,47 %
(n. k.)
2005

2010


Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Albert Pitterle, Amtsleiterin Elisabeth Gaupmann.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 15 und die ÖVP 8 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ ein Mandat an die FPÖ.[3]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1974 besteht eine offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Issenheim im französischen Elsass.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Bierkrug im Museum
  • Einziges österreichisches Museum für historische Bierkrüge: Die private Sammlung umfasst Bierkrüge aus der Zeit von 1500 bis 1950.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hainfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 183, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 100. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1617. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,72 Prozent.

Einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist mit etwa 200 Beschäftigten die Schmid Schrauben, die einzige Schraubenfabrik Österreichs. Ebenfalls langjährige Unternehmen sind in der Stadt das Transportunternehmen Hans Zöchling mit etwa 250 Beschäftigten, die Baufirma Josef Lux und Sohn mit rund 120 Mitarbeitern, die Privatbrauerei Hainfelder Bier sowie die Metagro Edelstahltechnik. Die Fa. Grundmann, ein Ableger des größten Schließwarenherstellers der Donaumonarchie in Herzogenburg, der damaligen Carl Heinrich Gundmann-Werke, stellt seit 1894 Schlösser und Beschläge sowie mechatronische Schließsysteme her.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Im Gemeindegebiet von Hainfeld besteht der Schilift Dallinger östlich des Ortes in Richtung Gerichtsberg (Katastralgemeinde Gegend Egg). Auch der höher gelegene Gaisberglift einige Kilometer südlich der Stadt ist rasch erreichbar; er gehört bereits zum Gebiet der Nachbargemeinde Ramsau.
  • Auf dem Vollberg nördlich der Stadt wurde ein Waldlehrpfad angelegt.
  • Der Hainfelder Kirchenberg im Südwesten ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen mit mehreren markierten Anstiegen und drei Schutzhütten. Der Berg eignet sich im Winter auch für Schneeschuhwanderungen sowie für einfache Schitouren.
  • Das Stadtbad Hainfeld besteht bereits seit 1878 und wurde 1986/87 sowie 1996/97 gründlich saniert und erneuert. Es ist von Mai bis Ende August geöffnet.
  • Das Sportzentrum Voralpen wurde 1976 eröffnet und bietet Anlagen für Fußball, Leichtathletik, Stockschießen und Tennis sowie eine Sauna und einen Fun-Park.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Heinrich Zmoll, Bürgermeister von 1870–1905 (seit 1888)
  • Moritz Leister, Pfarrer (seit 1906)
  • Franz Winkler, Med. Rat, Bahnarzt (seit 1909)
  • Eduard Eichler, Bürgermeister von 1905–1919 (seit 1919)
  • Fritz Horny, Radioindustrieller (seit ?)
  • Ferdinand Benischke, Bürgermeister von 1922–1934 und 1945–1962 (seit 1957)
  • Anton Durst sen., verdienter Funktionär des Roten Kreuzes (seit 1967)
  • Josef Schadinger, Bürgermeister von 1962–1967 (seit 1967)
  • Otto Kurz, Eigentümervertreter der Firma Erich Schmid KG (seit 1977)
  • Walter Lederhilger, Bürgermeister 1967–1981 (seit 1981)
  • Franz Wallner, Gemeinderat ab 1955, Stadtrat, Vizebürgermeister, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes (seit 1990)
  • Paulus Müllner, Pfarrer (seit 2012)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hainfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Details auf der Homepage der Stadtgemeinde
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010