Hausautomation
Hausautomation (Hausautomatisierung) oder Heimautomation ist der Teilbereich der Gebäudeautomation, der auf die Gegebenheiten privater Wohnhäuser und die speziellen Bedürfnissen seiner Bewohner ausgerichtet ist. Während bei der Automatisierung von öffentlichen Gebäuden, Industriegebäuden usw. die damit erzielbaren Energie- und Personaleinsparungen im Vordergrund stehen, sind dies bei der Hausautomation der erhöhte Wohnkomfort, die Sicherheit der Bewohner und die Möglichkeit, mehrere Wohnsitze überwachen zu können.
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[Bearbeiten] Unterschiede zur Gebäudeautomatisierung
Obwohl viele der in der Gebäudeautomatisierung verwendeten Techniken und Geräte (steuerbare Schalter für Beleuchtung, Rollläden und Tore, steuerbare Thermostaten, Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Lichtschranken, Personenidentifizierung usw.) auch in der Hausautomatisierung verwendet werden, kommen bei der Hausautomatisierung häufig noch Funktionen hinzu, die bei der Gebäudeautomatisierung – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle spielen (z.B. Unterhaltungsprogramme, automatische Pflanzenbewässerung oder Haustierfütterung, Beleuchtungsprogramme für Partys usw.).
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Gebieten Hausautomation und Gebäudeautomation liegt jedoch in der Art, wie der Mensch mit dem System in Wechselwirkung tritt. Dieser Schnittstelle zwischen dem Menschen und dem Automationssystem (oft »Visualisierung« genannt) kommt bei der Hausautomation eine besondere Bedeutung zu, denn die Bedienung soll möglichst selbsterklärend erfolgen.
[Bearbeiten] Technische Komponenten
Grundsätzlich lassen sich die Komponenten in folgende Kategorieren aufteilen:
[Bearbeiten] Sensoren
Sensoren nehmen Einflüsse der Umgebung und Umwelt wahr und leiten diese Informationen weiter oder verarbeiten sie. Darunter zählen z.B. Bewegungsmelder, Helligkeitssensoren, Rauchmelder, Taster/Schalter, Temperaturfühler, Regenmesser, etc.
[Bearbeiten] Aktoren
Aktoren sind die Stellglieder in der Steuerung und schalten, dimmen, steuern Motoren an, etc.
[Bearbeiten] Systemsteuerung
Neuere Systeme verfügen über eine zentrale Steuerung, die über z. B. einen PC programmiert wird. Dadurch ist auch die Verbindung mit Internet, Telefon und Handy möglich. Ältere Systeme verfügen über Logikelemente, über die Verknüpfungen zwischen Aktorik und Sensorik hergestellt werden können Logik. Die Logik wird in älteren Systemen in den Sensoren, Aktoren, in den neueren Systemen in der zentralen Steuerung abgebildet. Steuerungen werden von diversen Herstellern angeboten, können aber auch auf einem PC mit spezieller Serversoftware (z.B. homeputer oder FHEM) betrieben werden.
[Bearbeiten] Sicherheitsaspekte
Bei der Erstellung eines Hausautomatisierungskonzeptes mit anschließender Auswahl von Technik und Produkten sollte das Thema Sicherheit besondere Berücksichtigung finden, z. B. in Sachen
- Störanfälligkeit (Auswirkungen von Schaltimpulsen, Störsignalen im Stromnetz oder durch Funkgeräte?)
- Manipulationssicherheit (wie leicht können Unbefugte Steuerungen beeinflussen oder gar Torantriebe betätigen?)
- Individualität (kann ein Nachbar mit dem gleichen System unbeabsichtigt Steuerungsvorgänge auslösen?)
- Quittierung nach Befehlsausführung (handelt es sich um ein bidirektionales System?)
[Bearbeiten] Siehe auch
- PLC-BUS
- X10 (Heimvernetzungsprotokoll über das Lichtnetz)
- Intelligentes Wohnen
- EnOcean
- Europäischer Installationsbus (EIB / KNX)
- Digital Addressable Lighting Interface (DALI)
- Local Control Network (LCN)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ T-Com-Haus: RFID und WLAN fürs "Mood-Management". 1. März 2005, abgerufen am 3. Juli 2009.