Hochschulreife

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Als Hochschulreife wird die Befähigung einer Person für ein Studium an einer Hochschule bezeichnet. Die Hochschulzugangs- oder Studienberechtigung wird durch ein entsprechendes Zeugnis über

bescheinigt, aus denen sich dem Grunde nach ein Anspruch auf Studienzulassung (Immatrikulation) ergibt.
Die drei aufgeführten (Sammel-)Begriffe werden auf sämtliche Bildungsabschlüsse angewandt, die zur Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule berechtigen.

Gegenüber der aufnehmenden Hochschule gilt als Nachweis der Studierfähigkeit des Studienbewerbers üblicherweise eine dieser vorgenannten Zeugnisurkunden, die nach dem erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II ausgestellt werden; dieser Nachweis kann aber auch in anderer geeigneter Form (s. im Folgenden) erbracht werden.

Zugang zum Hochschulstudium[Bearbeiten]

Der Nachweis der Qualifikation für ein Hochschulstudium erfolgt grundsätzlich durch den erfolgreichen Abschluss einer auf das Studium vorbereitenden Schulbildung. In diesem Sinne ist allgemeine Zulassungsvoraussetzung ein Reifezeugnis mit entsprechender Dauer und Qualität. Mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss wird die allgemeine Hochschulreife zuerkannt, falls zuvor eine eingeschränkte Studienberechtigung bestand.

Im November 2008 beschloss die Hochschulrektorenkonferenz die Neuordnung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte. Im März 2009 einigten sich die Kultusminister der Länder darauf, dass Absolventen beruflicher Aufstiegsfortbildungen – beispielsweise Handwerksmeister, Industriemeister, Fachwirte, Staatlich geprüfte Techniker und Inhaber gleichgestellter Abschlüsse – deutschlandweit die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung erhalten: Sie können ein Fach ihrer Wahl studieren, ohne eine Eignungsprüfung ablegen zu müssen. Damit wurden diese Abschlüsse der allgemeinen Hochschulreife gleichgesetzt. Berufstätige mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung plus dreijähriger Berufspraxis erhalten nach dieser Regelung mit der fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung ebenfalls die Möglichkeit zum Studium, wenn sie zuvor einen Qualifizierungstest bestanden oder ein einjähriges Probestudium erfolgreich absolviert haben.[1]

Prinzipiell gilt neben dem Zeugnis selbst auch dessen Qualität, weil in einigen Studienfächern eine Zulassungsbeschränkung besteht.

Zeugnisse der Hochschulreife[Bearbeiten]

In den Schulsystemen der deutschen Bundesländer können verschiedene Hochschulzugangsberechtigungen erworben werden:

Fachabitur ist eine Bezeichnung sowohl für die fachgebundene als auch für die Fachhochschulreife. Ursprünglich wurde allein die fachgebundene Hochschulreife umgangssprachlich als „Fachabitur“ (fachgebundenes Abitur) bezeichnet. Der Bedeutungswandel begann – insbesondere in den nördlichen Ländern der Bundesrepublik Deutschland – Anfang der 1970er Jahre mit der Gründung der neuen Hochschulart, der Fachhochschule. Zulassungsvoraussetzung war die Fachhochschulreife, die entweder über eine neu errichtete Schulform (Fachoberschule oder eine vergleichbare Oberschule) erworben werden konnte. Da das Abitur als Synonym für die allgemeine Hochschulreife bzw. fachgebundene Hochschulreife bekannt war, die Fachhochschulreife dagegen – noch eher – unbekannt, wurde umgangssprachlich teilweise die Fachhochschulzugangsberechtigung als „Fachabitur“ bezeichnet. Mittlerweile wird auch in Broschüren einiger deutscher Länder die allgemeine Fachhochschulreife bzw. fachgebundene Fachhochschulreife als „Fachabitur“ bezeichnet, und Fachoberschulen wie in Bayern verwenden Fachabitur durchgängig als Synonym für die Fachhochschulreife.

Andere Länder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Zu den Qualifikationen zur Aufnahme eines Studiums an Hochschulen siehe Studienberatung und Berufsberatung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der dritte Bildungsweg: Studieren ohne Abitur
  2. Seit 1999 lautet die offizielle Bezeichnung Esame di Stato.

Weblinks[Bearbeiten]