Hodonín

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hodonín (Begriffsklärung) aufgeführt.
Hodonín
Wappen von Hodonín
Hodonín (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Hodonín
Fläche: 6305 ha
Geographische Lage: 48° 51′ N, 17° 8′ O48.84972222222217.132222222222167Koordinaten: 48° 50′ 59″ N, 17° 7′ 56″ O
Höhe: 167 m n.m.
Einwohner: 25.049 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 695 01
Verkehr
Bahnanschluss: BřeclavPřerov
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Koliba (Stand: 2006)
Adresse: Masarykovo nám. 6
695 35 Hodonín
Gemeindenummer: 586021
Website: hodonin.eu

Hodonín (deutsch Göding) ist eine Stadt im Jihomoravský kraj (Südmähren) mit 25.049 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014). Sie liegt ca. 50 km südöstlich von Brünn an der March, die hier die Grenze zur Slowakei bildet. Die Eisenbahn verbindet es nach Südwesten über Břeclav (dt. Lundenburg) mit Wien und nach Nordosten über Otrokovice (Otrokowitz) mit Ostrava (Ostrau). Zur sechs Kilometer südlich gelegenen slowakischen Nachbarstadt Holíč (Holitsch) besteht ein Grenzübergang.

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtzentrum von Hodonín

Hodonín entstand an der Stelle einer slawischen Burg aus dem 10. Jahrhundert. 1169 ist der Ort zum ersten Mal belegt, 1228 wurde Hodonín zur Königsstadt erhoben. Im 16. Jahrhundert gehörte die Stadt den Herren von Lipá, in jener Zeit war sie weitgehend evangelisch und wurde dann nach der Schlacht am Weißen Berg rekatholisiert. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts siedelte sich hier Industrie an (Tabak, Lebensmittel, Textilien).

Die Stadt hatte seit dem Hochmittelalter eine starke deutsche Minderheit (Volkszählung 1910: 5952 Tschechisch- und 5223 Deutschsprachige), die bereits in der Zwischenkriegszeit durch Abwanderung nach Österreich und Tschechisierung stark abnahm (1921: von 13.200 Einwohnern nur mehr 960 Deutsche, 1930: von 13.166 Ew. nur mehr 582 Deutsche) und 1945 mit der kollektiven Vertreibung der Deutschen (Beneš-Dekrete) erloschen ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hodonín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)