Hunter × Hunter

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Hunter × Hunter
Originaltitel HUNTER×HUNTER
Genre Komödie, Shōnen, Abenteuer, Fantasy
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Yoshihiro Togashi
Verlag Shueisha
Magazin Shōnen Jump
Erstpublikation 1998 – …
Ausgaben 32
Anime-Fernsehserie
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) 1999 – 2001
Studio Nippon Animation
Episoden 62
Regie Kazuhiro Furuhashi
Musik Toshihiko Sahashi
Erstausstrahlung 16. Oktober 1999 – 31. März 2001 auf Fuji TV
Synchronisation
Anime-Fernsehserie
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) seit 2011
Studio Madhouse
Episoden 135+
Regie Hiroshi Kōjina
Musik Yoshihisa Hirano
Erstausstrahlung 2. Oktober 2011 auf NTV

Hunter × Hunter ist ein Manga des japanischen Zeichners Yoshihiro Togashi. Auf dem Manga basiert eine Anime-Fernsehserie, mehrere Anime-OVAs und Radiohörspiele.

In der Handlung geht es um den Jungen Gon und dessen Leben als Hunter, einen besonders privilegierten Menschen, in einer Parallelwelt. Das Werk lässt sich den Genres Fantasy, Abenteuer, Shounen und Komödie zuordnen.

Inhalt[Bearbeiten]

Welt[Bearbeiten]

Die Handlung spielt in einer Parallelwelt, die ungefähr auf dem technischen Stand der unseren ist. Ein wesentlicher Unterschied ist die Existenz des Nen, einer Chakra-ähnlichen Kraft, die aus dem Inneren des Körpers kommt. Sie ermöglicht nach entsprechendem Training die Anwendung besonderer Fähigkeiten, die auch durch individuelle Voraussetzungen bestimmt werden.

In der Welt der Serie gibt es sogenannte Hunter, die durch das Absolvieren einer Prüfung besonders privilegiert sind. So dürfen sie sich unbegrenzt auf der Welt bewegen und haben auch das Recht zu töten.

Handlung[Bearbeiten]

Der als Waise bei seiner Tante lebende zwölfjährige Gon Freeks erfährt vom Hunter Kaito, dass sein Vater Jin Freeks ein Hunter ist und noch lebt, aber nicht gefunden werden möchte. So beschließt Gon ebenfalls Hunter zu werden und seinen Vater zu finden. Als Hinweise auf seinen Vater hat er nur einen Ring, eine Kassette und eine Speicherkarte für ein Spiel.

Bei der Prüfung trifft er auf Leorio, Kurapika und Killuah. Sie alle haben verschiedene Motivationen, an der gefährlichen Prüfung teilzunehmen. Killuah Zaoldyek ist der Spross einer berüchtigten Attentäterfamilie, der kein Attentäter werden will. Kurapika ist der letzte Angehörige des Volks der Kurta und will sich an den Tätern, den sogenannten Illusionisten, rächen. Leorio möchte durch die Tätigkeit als Hunter genug Geld verdienen, um Medizin zu studieren und als Arzt den Armen kostenlos helfen zu können. Die Vier freunden sich bald an, obwohl bei der Prüfung eine feindliche Stimmung herrscht und viele Teilnehmer gegeneinander arbeiten. Sie machen dabei auch die Bekanntschaft mit Hisoka, einem Magier, der seine Stärke durch das Besiegen möglichst vieler starker Gegner beweisen will. Er findet besonders Interesse an Gon, da er dessen Potenzial erkennt, und will später einmal gegen Gon antreten, wenn dieser stärker geworden ist.

Nach der bestandenen Prüfung fahren Gon, Leorio und Kurapika zum Kukulu-Berg, auf dem die Familie Zaoldyek wohnt. Sie wollen Killuah helfen, aus der Bevormundung seiner Familie freizukommen, was ihnen nach einigen Schwierigkeiten auch gelingt. Danach trennen sich ihre Wege: Leorio beginnt sein Medizinstudium, Kurapika sucht Arbeit und Gon macht sich mit Killuah gemeinsam auf die Suche nach Verdienstmöglichkeiten. Dabei gelangen sie zur Himmelsarena, einem Turm, bei dessen Besteigung man kämpfen muss und Geld verdienen kann. Während des Aufstiegs lernen sie vom Meister Wing die Kunst, das Nen zu nutzen. Außerdem treffen sie erneut auf Hisoka, der Gon besiegt.

Kurapika ist inzwischen Bodyguard für die Nostrado-Familie geworden, die Verbindungen zur größten Auktion der Welt in Yorkshin hat. Auch Killuah und Gon kommen nach Yorkshin, nachdem sie den Hinweis bekommen haben, dass sich über das Computerspiel Greed Island etwas über Gons Vater herausfinden lässt. Während die beiden zusammen mit Leorio versuchen, genug Geld für das Spiel zu sammeln, versucht Kurapika weiter, den Illusionisten auf die Spur zu kommen. Dabei wird er von Hisoka unterstützt, der zwar selbst Mitglied der Organisation ist, deren Anführer Chrolo Luzifer er jedoch herausfordern will. Nachdem die Illusionisten die Waren für die Auktion stehlen konnten, gelingt es Kurapika, eines ihrer Mitglieder zu töten. Das Spiel Greed Island wird an den Milliardär Battera verkauft. Kurapika gelingt es durch seine Fähigkeit, das Nen von Chrolo zu versiegeln und ihn dadurch unschädlich zu machen. Daraufhin verliert Hisoka vorläufig das Interesse an Chrolo und beendet die Zusammenarbeit mit den vier Freunden.

Bald darauf spielen Gon und Killuah das Spiel Greed Island im Auftrag von Battera, um Hinweise auf Gons Vater zu finden. Das Spiel funktioniert mittels Nen und teleportiert die Spieler auf eine Insel. Dort sollen 100 Spielkarten gesammelt werden, die besondere Fähigkeiten verleihen. Im Spiel schließt sich den beiden Freunden Biskuit Krüger an, die sie trainiert und hilft. Sie treffen auch auf Hisoka und einige Illusionisten, die eine Möglichkeit suchen, die Nen-Versiegelung Chrolos wieder rückgängig zu machen. Als ihnen dies gelingt, verlassen sie das Spiel. Gon kann das Spiel gewinnen und erhält die Möglichkeit, sich zu seinem Vater teleportieren zu lassen. Doch landet er nur bei dessen ehemaligem Schüler Kaito, da er zusammen mit Killuah gekommen war. Dies war von seinem Vater so vorgesehen, da er seinen Sohn nur treffen würde, wenn dieser alleine käme.

In der Zeit danach tritt eine ausgestorbene Art intelligenter menschenähnlicher Ameisen auf, die sogenannten Chimera-Ameisen. Diese vermehren sich enorm schnell und beginnen, Menschen an ihre Königin zu verfüttern, die den König ausbrütet. Daher macht sich Kaito in Begleitung von Gon und Killua auf den Weg, gegen die Ameisen zu kämpfen. Auch das Hunter-Komitee und die Illusionisten mischen sich ein. Kaito, Gon und Killua treffen bald auf die Royal Guards, drei besonders kampffähige Ameisen. Nachdem sie von diesen besiegt werden, können Gon und Killua fliehen, doch Kaito wird umgebracht und als Puppe der Ameisen wiederbelebt. Durch ihn gelingt es den Ameisen auch, Nen-Techniken zu erlernen.

Gon und Killuah werden nun zunächst vom Hunter-Komitee davon abgehalten, gegen die Ameisen zu kämpfen. Nachdem der König der Ameisen geboren wurde, gelingt es den Ameisen, den Staat Ost-Gorto zu übernehmen. Dort beginnt nun die Selektion Nen-begabter Menschen durch die Ameisen. Während sich einige Ameisen den Huntern anschließen und der König seine menschliche Seite entdeckt, greifen auch die Illusionisten in den Kampf ein, da einige streunende Ameisen ihre Heimat bedrohen. Sie vernichten kurzerhand alle Ameisen, die niemandem außer sich selbst loyal sind und ihre Heimatstadt bedrohen.

In einer finalen, verlustreichen Schlacht in und um den Präsidenten-Palast von Ost-Gorto stehen sich schließlich Hunter und Ameisen gegenüber. Das Team der Hunter kann sich trotz Vorbereitung nur mühsam gegen die Macht der drei Royal Guards zur Wehr setzen, während der Vorsitzende der Hunter-Organisation Netero König Meryem in sicherer Entfernung bekämpft. Nachdem selbst seine stärksten Angriffe wenig Wirkung zeigen, benutzt Netero eine Massenvernichtungswaffe gegen den König und opfert sich selbst, um Meryem schwere Verletzungen zuzufügen. Dieser wird scheinbar gerettet, als zwei der Royal Guards sich von ihm verzehren lassen. Gon erfährt, dass Kaito nicht mehr zu retten ist, verwandelt sich und tötet einen der Royal Guards in seiner Rage, erleidet aber selbst schweren Schaden dabei. Als die Situation für die Hunter ausweglos scheint, spürt Meryem seinen baldigen Tod durch Bombenvergiftung kommen und verbringt seine letzten Stunden in Gegenwart von Komugi, eines Menschenmädchens, das er schätzen gelernt hat.

Nachdem die Ameisen besiegt wurden, will Killua Gon mit den Fähigkeiten seines jüngeren Bruders retten, was von seiner Familie als Gefahr gesehen wird. Er schafft es aber, Alluka zu entführen, und der geheilte Gon trifft endlich auf seinen Vater. Währenddessen wird nach vielen Intrigen die Hunterin Cheadle als neue Vorsitzende gewählt. Neteros Sohn Beyond kündigt eine große Expedition der Menschheit zum verbotenen Dark Continent an.

Manga[Bearbeiten]

Der Zeichenstil ist recht einfach gehalten. Es wird wenig Rasterfolie benutzt, und es gibt klare Panels und Linien.

Der Manga von Yoshihiro Togashi erscheint seit 1998 wöchentlich in dem japanischen Manga-Magazin Shōnen Jump beim Shueisha-Verlag. Die Kapitel wurden in bisher 32 Tankōbon zusammengefasst.

Die Veröffentlichung der Serie in Japan wurde aufgrund gesundheitlicher Schwierigkeiten des Mangaka mehrmals unterbrochen, nach Pausen unterschiedlicher Länge allerdings bisher immer wieder aufgenommen. Anfang Oktober 2007 endete die bisher längste Pause von anderthalb Jahren mit einer Wiederaufnahme der Serie im Shonen Jump Magazin, bevor Anfang Dezember das erneute Aussetzen von Veröffentlichungen bekanntgegeben wurde, welches bis Ende Februar 2008 andauerte. Die folgende Unterbrechung begann am 4. Dezember 2008. Seit dem 24. Dezember 2009 wurde die Serie wieder fortgesetzt. Am 28. Mai 2010 begann die bisher letzte Auszeit, welche bis Anfang August 2011 andauerte.

Der Manga erschien auch auf Englisch bei VIZ Media, auf Französisch bei Kana, auf Spanisch bei Grupo Editorial Vid und auf Italienisch bei Planet Manga. In Deutschland wurde die Serie im BANZAI!-Magazin des Carlsen Verlags veröffentlicht. Zudem erscheint die Geschichte in Sammelbänden, von denen in Deutschland bisher 32 herausgegeben wurden. Wegen der Unterbrechungen des Mangas in Japan erscheint die Reihe seit April 2008 in Deutschland statt dreimonatlich nur alle vier Monate.[1]

Anime[Bearbeiten]

1999 produzierte das Studio Nippon Animation eine Anime-Fernsehserie mit 62 Folgen zum Manga. Dabei führte Kazuhiro Furuhashi Regie, Takayuki Goto entwarf das Charakter-Design und Nobuto Sakamoto übernahm die künstlerische Leitung. Die Serie wurde vom 16. Oktober 1999 bis zum 31. März 2001 auf dem Sender Fuji TV ausgestrahlt und später auch auf Animax gesendet.

Die Serie wurde auf Französisch auf dem Sender Mangas ausgestrahlt, auf Spanisch bei Animax Lateinamerika, in Chile auch auf Chilevision und ETC...TV. Der Sender Italia 1 strahlte den Anime in Italien aus und Spacetoon sendete die Serie auf Arabisch. Außerdem wurde Hunter x Hunter auf Animax Brasilien, RedeTV! (ebenfalls Brasilien) und dem philippinischen Sender GMA Network ausgestrahlt.

In den Jahren 2002, 2003 und 2004 wurde jeweils eine OVA vom Studio Nippon Animation produziert. Die ersten beiden OVAs bestanden aus acht, die dritte aus 14 Folgen. Dabei stammt das Charakter-Design von Shinobu Tagashira, Tetsuro Aoki und Takayuki Goto, die künstlerische Leitung übernahmen Shigeru Morimoto, Kazuo Fukuda und Hiroyuki Hasegawa. Regie führte Yukihiro Matsushita und Makoto Sato. Die erste OVA wurde auf Französisch, Spanisch, Arabisch und Portugiesisch übersetzt.

Am 2. Oktober 2011 startete eine Neuverfilmung von Hunter × Hunter bei NTV. Inzwischen ist es kein einfacher Reboot mehr, da die Geschichte schon weiter ist, als sie in der ersten TV-Serie und in der OVA-Reihe behandelt wurde.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Japanischer Synchronsprecher (Seiyū)
Gon Freeks Junko Takeuchi
Hisoka Hiroki Takahashi
Leorio Hōzumi Gōda
Killuah Zaoldyek Kanako Mitsuhashi
Kurapika Yuki Kaida

Musik[Bearbeiten]

Für die Serie verwendete man die beiden Lieder Ohayou von Keno und Taiyou wa Yoru mo Kagayaku von Wino für den Vorspann. Die drei Abspanne wurden unterlegt mit Kaze no Uta von Minako Honda, E-Jan - Do You Feel Like I Feel und Hotaru, beide von Masato Nagai.

Für Intro und Abspann der ersten OVA wurden Pale Ale und Carry on von Kurosawa Ken'ichi verwendet. Für die zweite OVA sind es Pray von Wish und Popcorn von Mikuni Shimokawa, bei der Dritten Believe in Tomorrow und Moshimo Kono Sekai de Kimi to Boku ga Deaenakatta Nara, beide von Sunflower's Garden.

Die Soundtracks wurden auch auf CD veröffentlicht.

Kinofilme[Bearbeiten]

Am 12. Januar 2013 erschien der Anime-Kinofilm Hunter × Hunter: Phantom Rouge.

Der zweite Kinofilm Hunter × Hunter: The Last Mission erschien am 27. Dezember 2013.

Weitere Adaptionen[Bearbeiten]

Musical und Theater[Bearbeiten]

Es wurden drei Musicals zum Manga produziert. Das erste, Hunter × Hunter: Musical, wurde im Dezember 2000 uraufgeführt. Hunter × Hunter; Deja-vu in summer folgte im August 2001, Hunter × Hunter; The Nightmare of Zoldyeck im August 2002.

Des Weiteren wurde das Theaterstück Hunter × Hunter: Real Stage; A Longing for Pakunoda ~ A Spider's Memory ~ im August 2004 uraufgeführt.

Spiele[Bearbeiten]

Zu Hunter x Hunter erschienen verschiedene Videospiele, darunter das Nintendo-DS-Spiel Jump Super Stars und Jump Ultimate Stars. Außerdem erschien ein Sammelkartenspiel.

Rezeption[Bearbeiten]

Bei einer Umfrage des Senders TV Asahi nach der beliebtesten Animeserie unter den Zuschauern im Jahr 2005 erreichte die Serie den 32. Platz,[2] im folgenden Jahr war es Platz 28.[3]

In der Rezension auf Splashcomics wird der zweite Band als actionreich bezeichnet, jedoch auch als zu gewalttätig und blutig für die von Carlsen angegebene Zielgruppe ab acht Jahren.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. AnimeY (Version vom 23. April 2012 im Internet Archive) über die Erscheinungsverzögerung
  2. animenewsnetwork über die Umfrage von TV Asahi 2005
  3. animenewsnetwork über die Umfrage von TV Asahi 2006
  4. Rezension bei Splashcomics zum zweiten Band von Brigitte Schönhense

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hunter × Hunter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien