Internet Message Access Protocol

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IMAP (Internet Message Access Protocol)
Einsatzgebiet: Abrufen von E-Mails vom Provider.
Jene bleiben dabei auf dem Server.
Port: 143/TCP
993/TCP (Verschlüsselung)
IMAP im TCP/IP-Protokollstapel:
Anwendung IMAP
Transport TCP
Internet IP (IPv4, IPv6)
Netz-Zugang Ethernet Token
Bus
Token
Ring
FDDI ...
Standards:

RFC 3501 (IMAP, 2003)

Die Abkürzung IMAP steht für Internet Message Access Protocol. Das Protokoll IMAP erlaubt den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails. Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Protokoll POP3 verbleiben die Mails in der Regel auf dem Mailserver und werden nur bei Bedarf auf den Client-Rechner übertragen.

Die bei der IANA registrierte Portnummer für IMAP ist 143. Ein primär vor der Einführung von STARTTLS verwendeter zusätzlicher Port für mit SSL gesicherte Verbindungen (IMAPS) steht mit 993 zur Verfügung.

IMAP wurde mit dem Ziel entworfen, den Zugriff auf Mailboxen und Nachrichten so bereitzustellen, als befänden sich diese auf dem lokalen Rechner.

Eine grundsätzliche Beschreibung von IMAP findet sich in RFC 3501. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von optionalen Erweiterungen des Protokolls, die in eigenen RFCs und Drafts beschrieben sind.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorteile

Nur Liste
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  • zentrale Speicherung und Archivierung der E-Mails
  • gemeinsam genutzte Mailboxen für mehrere Benutzer möglich
  • ein und derselbe Benutzer kann zu unterschiedlichen Zeiten oder sogar parallel von verschiedenen Clients aus auf denselben Mailboxen arbeiten
  • Manche Server-Implementationen bieten Rechtevergabe für Mailboxen (lesen, schreiben, löschen, administrieren usw.) pro Benutzer und erlauben damit eine detaillierte Zugriffssteuerung (IMAP4 ACL Extension, RFC 4314)
  • Suchen und Sortieren kann serverseitig durchgeführt werden, sodass auch Clients mit geringer CPU-Leistung effizient große Mailboxen nutzen können
  • Reduzierung des lokalen Datenvolumens, besonders wichtig für Mobiltelefone u. ä.
  • sofortige Zustellung ohne ständige Abfragen durch Push-Verfahren möglich und dadurch Reduzierung der Übertragenen Datenvolumina (IMAP IDLE, RFC 2177)

[Bearbeiten] Nachteile

  • Da die E-Mails in der Regel auf dem Server liegen, ist zum Zugriff auf die Mails eine Internetverbindung notwendig. Manche E-Mail Clients halten zusätzlich eine Kopie der E-Mails auf der lokalen Platte, um diesem Problem zu entgehen (offline mode). Einige Clients erlauben sogar das Bearbeiten (Verschieben, Löschen etc.) von - zuvor lokal gespeicherten - Mails ohne bestehende Internetverbindung. Die durchgeführten Aktionen werden bei der nächsten Verbindung mit dem IMAP-Server nachgeholt. Dieser Betriebsmodus wird als disconnected mode bezeichnet.
  • Weniger für den Endnutzer als für den Serviceprovider ist relevant, dass durch die im Vergleich mit POP3 lange andauernden Verbindungen und die Verwaltung der E-Mails auf dem Server dieser stärker belastet wird als bei einem reinen POP3-Dienst.
  • Besonderer Augenmerk ist auf den Datenschutz, Sicherheit und Backup der Server zu richten, da hier in der Regel große Mengen persönlicher und geschäftlicher E-Mail liegen. Dies ist für den Endbenutzer besonders dann relevant, wenn er keinen Server im eigenen Netz, sondern einen Provider im Internet nutzt.

[Bearbeiten] Server

Im Unix-Umfeld kommen unter anderem folgende IMAP-Server zum Einsatz:

Auch auf anderen Plattformen und auch im kommerziellen Bereich bieten Messaging-Produkte IMAP-Schnittstellen an:

[Bearbeiten] Clients

IMAP wird von vielen Mail-Clients (Mozilla Thunderbird, Mozilla SeaMonkey, Netscape Communicator, Outlook Express, Outlook, KMail, Pegasus Mail, The Bat!, Apple Mail, Evolution, mutt, Sylpheed, Claws Mail, Opera M2, Eudora, fetchmail etc.) unterstützt. Allerdings bestehen große Unterschiede im Grad der Unterstützung. Ein Problem ist, dass viele Programme IMAP nutzen, als wäre es POP. Nur wenige Programme und Geräte nutzen die Möglichkeiten aus, die IMAP bietet. Zu ihnen zählen u. a. pine, Wanderlust, Gnus, KMail und Mulberry. Die aktuellen Versionen von Mozilla Thunderbird, Evolution Becky und Outlook Express bieten eine akzeptable Unterstützung für normale Benutzer, erweiterte Funktionen wie die Rechteverwaltung sind dort jedoch noch nicht möglich.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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