Jörg Zink
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Jörg Zink (* 22. November 1922 in Schlüchtern-Elm) ist ein deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Publizist und einer der bekanntesten Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung.
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[Bearbeiten] Biografie
Jörg Zink wurde 1922 auf einem christlichen Bruderhof, dem Habertshof, bei Schlüchtern geboren. Schon früh verlor er seine Eltern (1925/1926). Nach dem Abitur in Ulm diente er bei der Luftwaffe in der 2.Staffel des Zerstörergeschwader 1 (2./ZG1) als Bordfunker.
Am 8. März 1944 begleitete seine Staffel Torpedoflugzeuge, die vor Algier einen Truppenkonvoi angreifen sollten. Auf dem Rückflug zum Standort Istres sah er aus der Flugzeug-Glaskuppel heraus im Rahmen einer existentiellen Erfahrung "den Himmel meines Lebens".
Am 11. April 1944 wurde sein Flugzeug (Ju 88 C-6, Werk-Nummer 750105) bei einem Luftkampf mit britischen Mosquitos über der Loire-Mündung abgeschossen, wobei der Pilot Uffz. Gerhard Fritz ums Leben kam, Zink und Uffz. Paul Ullmann jedoch aus dem Wasser gerettet wurden. 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Freilassung studierte Zink Philosophie und Theologie an der Universität Tübingen, unter anderem bei Romano Guardini und Eduard Spranger. Von 1952 bis 1955 war er Repetent am Evangelischen Stift in Tübingen, und promovierte schließlich bei Helmut Thielicke in Hamburg zum Thema: „Der Kompromiß als ethisches Problem“.
Nach zwei Jahren als Pfarrer in Esslingen am Neckar arbeitete er von 1957 bis 1961 als Direktor des Burckhardthauses in Gelnhausen; von dort pflegte er Kontakte zu den evangelischen Kirchen in der DDR. Fast zwanzig Jahre war Jörg Zink Fernsehbeauftragter der Württembergischen Landeskirche im Süddeutschen Rundfunk, und sprach über hundertmal das „Wort zum Sonntag“ in der ARD.
Die fast zweihundert von ihm verfassten religiösen Sachbücher erzielten eine Auflage von 17 Millionen Exemplaren. Viel beachtet ist insbesondere seine Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche, die Jörg-Zink-Bibel. Genauso schuf er Liedertexte für das Evangelische Gesangbuch, z. B. "Der Abend kommt"[1]. Charakteristisch für seine Texte ist das Aufgreifen tradierter christlicher Leitmotive, die in einen neuen Kontext gestellt werden, z. B. in "Neue Zehn Gebote" oder "Die sieben letzten Tage der Schöpfung".
Seit 1970 bereist Zink Länder des Nahen Ostens, im besonderen Israel, und produzierte Filme und Bücher über die Religionsgeschichte und Kultur dieser Länder. Ab 1980 tat er dies als freier Publizist, da er von dem kirchlichen Dienst beurlaubt wurde. Am 7. November 1996 erhielt er für seine Verdienste um die evangelische Publizistik den „Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis“.
Jörg Zink ist zudem einer der wichtigsten Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung, und wurde hierfür 1983 mit dem „Bundesnaturschutz-Preis“ ausgezeichnet.
Zink ist verheiratet und hat drei Töchter und einen Sohn sowie vier Enkel.
[Bearbeiten] Werke
- Sieh nach den Sternen - gib acht auf die Gassen, Kreuz-Verlag, Stuttgart 1992 (Autobiographie)
- Neue Zehn Gebote, Kreuz-Verlag, Stuttgart 1995
- Wo das Rettende wächst, Kreuz-Verlag, Stuttgart 1996
- Zum Abendmahl sind alle eingeladen, Kreuz-Verlag, Stuttgart 1997
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe Württemberg, Stuttgart 1996, Nr. 673
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Jörg Zink im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Rezension des Werkes „Zwölf Nächte: Was Weihnachten bedeutet“, umfangreiche Zusatzinformationen
- Predigtpreis 2004
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zink, Jörg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Theologe, Publizist und Friedensaktivist |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1922 |
| GEBURTSORT | Schüchtern |

