Schlüchtern

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Dieser Artikel erläutert die Stadt Schlüchtern; zum gleichnamigen historischen Amt der Grafschaft Hanau, siehe Amt Schlüchtern.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schlüchtern
Schlüchtern
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schlüchtern hervorgehoben
50.359.5166666666667207Koordinaten: 50° 21′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 207 m ü. NN
Fläche: 113,3 km²
Einwohner:

16.777 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36381
Vorwahlen: 06661, 06664 (Gundhelm, Vollmerz)
Kfz-Kennzeichen: MKK, alt: HU sehr alt: SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 025
Adresse der
Stadtverwaltung:
Krämerstraße 2
36381 Schlüchtern
Webpräsenz: www.schluechtern.de
Bürgermeister: Falko Fritzsch (SPD)
Lage der Stadt Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (Main-Kinzig-Kreis) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Schlüchtern ist eine Kleinstadt im Main-Kinzig-Kreis in Osthessen im Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Schlüchtern liegt im östlichen Main-Kinzig-Kreis, ungefähr 30 km südwestlich von Fulda am Südwestende des zur Vorder- und Kuppenrhön gehörenden Landrückens und an der A 66 zwischen Frankfurt am Main und Fulda. Die engere Region wird Bergwinkel genannt, weil hier die Ausläufer der Brückenauer Kuppenrhön im Osten, des Sandsteinspessarts im Süden und des Südlich Unteren Vogelsbergs im Westen zusammentreffen. Das Tal in Schlüchtern bezeichnet sich als Schlüchterner Becken. Durch die Stadt hindurch fließt die Kinzig, die in Sinntal-Sterbfritz an der Kinzigquelle entspringt und in Hanau in den Main mündet. Schlüchtern und die Region liegen daher im Kinzigtal.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Schlüchtern grenzt im Norden an die Gemeinden Flieden und Kalbach des Landkreises Fulda. Im Osten und Süden liegt die Gemeinde Sinntal und im Westen die Stadt Steinau an der Straße. Der Südzipfel von Schlüchtern grenzt an den gemeindefreien Gutsbezirk Spessart und hat dort im Gegensatz zu einigen Nachbargemeinden keine Exklaven.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Schlüchtern besteht aus den Stadtteilen Ahlersbach, Breitenbach, Elm, Gundhelm, Herolz, Hohenzell, Hutten, Klosterhöfe mit Röhrigs, Gomfritz und Drasenberg, Kressenbach, Niederzell, Schlüchtern-Innenstadt, Vollmerz mit Hinkelhof und Ramholz, Wallroth.

[Bearbeiten] Geschichte

Schlüchtern - Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Nach Auffassung des Sprachwissenschaftlers und Historikers Ernst Erich Metzner geht der Name Schlüchtern auf den Ereignis- bzw. Walstatt-Namen „Sluhti“ bzw. „Sluht-warim“ (sinngemäß in etwa „Bewohner/Anwohner/Hüter der Schlacht bzw. des Schlachtfeldes“) zurück.[2] Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 993 als „Slu(o)hterin“, es gibt Hinweise auf eine schon um 750 bestehende Klostersiedlung, also wenige Jahre nach Gründung des Klosters Fulda durch Bonifatius 744. Das Kloster Schlüchtern und die Stadt waren der Vorort des gleichnamigen Amtes Schlüchtern, des nordöstlichsten Amtes der Grafschaft Hanau und ihres Hanau-Münzenberger Landesteils. Eine alte und wieder aufgegriffene Idee ist es, den Ort mit der keltischen Siedlung Gauonarion zu identifizieren. Schlüchtern liegt an einer im Mittelalter wichtigen Handelsstraße, der Via Regia, von Frankfurt am Main nach Leipzig.

Im Jahre 1837 hatte die Stadt Schlüchtern 2.114 Einwohner. Unter Berücksichtigung der zwölf heute zu Schlüchtern gehörenden Gemeinden betrug die Einwohnerzahl 8.391.[3]

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Stadt wurde auf der Website der Stadt Schlüchtern veröffentlicht.[4]

[Bearbeiten] Gegenwart

Seit 1966 ist Schlüchtern ein anerkannter Luftkurort.

In den letzten Jahren ist Schlüchtern bekannt geworden durch Bürgerinitiativen, die sowohl den Bau einer Justizvollzugsanstalt [5] als auch einer Ahmadiyya-Moschee [6] verhinderten.

Die Einwohnerzahl der Stadt Schlüchtern – einschließlich der zwölf im Zuge der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden – hat sich in den vergangenen Jahren wie folgt entwickelt[7]:

  • 1939: 10.313
  • 1950: 15.003
  • 1970: 13.695
  • 1981: 14.199
  • 2006: 17.194
  • 2010: 16.777

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[8]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl in Schlüchtern 2011
 %
50
40
30
20
10
0
41,1 %
35,8 %
12,3 %
7,5 %
3,3 %
n. k.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,4 %p
-4,0 %p
+3,2 %p
+0,8 %p
+3,3 %p
-4,7 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,1 15 39,7 15 32,7 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,8 13 39,8 15 35,0 13
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,3 5 9,1 3
FDP Freie Demokratische Partei 7,5 3 6,7 2 6,0 2
LINKE Die Linke 3,3 1
BISS Bürgerinitiativen und Grüne im Schlüchterner Stadtparlament 4,7 2 19,1 7
REP Die Republikaner 7,2 3
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 46,4 44,3 58,0

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

  • Jarocin (Polen), seit 24. Oktober 2003

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zwei der drei Stadttürme Schlüchterns (beide zum ehemaligen Kloster bzw. dem Ulrich-von-Hutten-Gymnasium gehörend)

[Bearbeiten] Märkte und Feste

Jedes Jahr am ersten Novemberwochenende findet in Schlüchtern der „Kalte Markt“ statt, der seit dem 12. Jahrhundert existiert. Der „Helle Markt“ findet seit 1996 jährlich am letzten Aprilwochenende statt. Das „Weitzelfest“ wird am ersten Augustwochenende und der Weihnachtsmarkt am zweiten Adventwochenende gefeiert. Außerdem findet jeden Dienstag ein Wochenmarkt auf dem Stadtplatz statt.

[Bearbeiten] Bildung

Die Stadt Schlüchtern verfügt über 3 allgemeinbildende Schulen und 5 berufsbildende Schulen

Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen die Bergwinkel-Grundschule mit einem Beratungs- und Förderzentrum, die Stadtschule Schlüchtern (Haupt- und Realschule) und das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium.

Zu den berufsbildenden Schulen zählen die Kinzig-Schule (Berufliches Schulzentrum Schlüchtern), die Lehrbaustelle des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessens e.V., die Förderschule Heinrich-Hermann-Schule für praktisch Bildbare, die Volkshochschule Regionalstelle Schlüchtern und die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

  • Agentur für Arbeit Hanau - Aussenstelle Schlüchtern
  • Forstamt Schlüchtern (Hessen-Forst)
  • Polizeistation Schlüchtern (Aussenstelle des Polizeipräsidums Südosthessen/Offenbach)
  • Amt für Bodenmanagement Büdingen - Aussenstelle Schlüchtern (Katasteramt)
  • Kreiskrankenhaus Schlüchtern
  • Rathaus (Magistrat der Stadt Schlüchtern)

[Bearbeiten] Ehemalige Behörden

  • Deutsche Bundesbahn (heute privatisiert) bis 2000
  • Deutsche Bundespost (heute privatisiert) bis 1997
  • Amtsgericht Schlüchtern bis 2011
  • Finanzamt Schlüchtern (jetzt Finanzamt in Gelnhausen)
  • Staatliches Schulamt (jetzt in Hanau)
  • Landratsamt (Kreisausschuss Schlüchtern und später Aussenstelle des Main-Kinzig-Kreises) bis 1974 bzw. 2005
  • Gesundheitsamt (jetzt in Gelnhausen) bis 2005
  • Jugendamt (jetzt in Gelnhausen) bis 2005

[Bearbeiten] Medien

  • Kinzigtal-Nachrichten (Tageszeitung)
  • Kinzigtal am Sonntag (kostenlose Sonntagszeitung)
  • Bergwinkel Wochen-Bote (Wochenzeitung)
  • Schlüchterner Bote (Wochenzeitung)
  • Stadtzeitung Schlüchtern (Monatsschrift)
  • Unsere Heimat (Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V. Schlüchtern)
  • Bergwinkel-Bote (Heimatkalender; Hrsg.: Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises)
  • Der neue Markt (Anzeigenblatt)
  • Schlüchtern-Aktuell (Onlinemedium; nur begrenzte Druckauflagen)
  • Osthessen-News.de (Onlinemedium)

[Bearbeiten] Energie

Auf dem Gebiet der Stadt Schlüchtern wurden sechs Windparks mit insgesamt 24 Windkraftanlagen errichtet:

  • Bürger-Windpark-Hohenzell: 3 Wind-World-Windkraftanlagen (W-4200 ) mit einer Nennleistung von jeweils 600 KW
  • Renertec-Windpark-Wallroth: 5 Enercon-Windkraftanlagen (E 40) mit einer Nennleistung von jeweils 500 KW
  • Energiekontor-Windpark-Schlüchtern-Elm: 7 GE-Windkraftanlagen (GE 1,5 sl) mit einer Nennleistung von jeweils 1.500 KW
  • Luftstrom-Windpark-Wallroth: 3 Vestas-Windkraftanlagen (V80) und eine Vestas-Windkraftanlage (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW
  • HSE-Windpark-Schlüchtern I: 3 Vestas-Windkraftanlagen (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW
  • HSE-Windpark-Schlüchtern II: 2 Vestas-Windkraftanlagen (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW

In der Gemarkung Elm (Brückenauer Straße 99) befindet sich ein Umspannwerk für die 110kV-Bahnstromleitungstrasse Aschaffenburg - Flieden der DB Energie GmbH.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßen

Schlüchtern liegt an der Bundesautobahn 66 (Frankfurt am Main - Fulda) mit Autobahnanschluss an den Anschlussstellen Schlüchtern-Süd (48) und Schlüchtern-Nord (49).

[Bearbeiten] Eisenbahn

Bahnhöfe:

Bahnhof Schlüchtern (Personenverkehr (IC,RE,RB))

Bahnhof Elm (Überholbahnhof, seit 1963 kein Personenverkehr (D,RB) ehemals mit Fernverkehr)

Ehemalige Bahnhöfe:

Bahnhof Vollmerz

Sonstiges:

Das ÖPNV-Netz in Schlüchtern und Umgebung ist bei der Fahrplanumstellung am 10. Dezember 2006 ausgebaut worden. So verkehrt am Bahnhof Schlüchtern auf der Kinzigtalbahn der Regional-Express 50 Frankfurt (Main) HbfFulda im Stundentakt und auf der Bahnstrecke Flieden–Gemünden zweistündlich die Regionalbahn 53 Schlüchtern–Gemünden (Main). Zwischen 1963 und 2006 wurde diese Strecke von Fulda aus über Elm nach Gemünden bedient, seither verkehrt die Regionalbahn von Schlüchtern über die Verbindungskurve zur Bahnstrecke Flieden–Gemünden nach Elm. Seit der Fahrplanumstellung im Dezember 2009 ist der Schlüchterner Bahnhof auch ein Haltebahnhof für Intercity Züge.

[Bearbeiten] Buslinien

Die Buslinien in Schlüchtern wurden weiter ausgebaut. Die ehemaligen Linien 5060, 5061, 5062, 5063 sowie 5065 wurden in MKK-XX umbenannt.

MKK-90: Schlüchtern Bahnhof–Steinau Bahnhof

MKK-91: Schlüchtern Bahnhof–Jossa Bahnhof–Marjoß Distelbachstraße

MKK-92: Schlüchtern Bahnhof–Herolz–Elm–Schlüchtern Bahnhof

MKK-93: Schlüchtern Bahnhof–Elm–Herolz–Schlüchtern Bahnhof

MKK-94: Schlüchtern Bahnhof–Steinau Schloss–(Steinau Tropfsteinhöhle; vom 15. April bis 3. Oktober)

MKK-95: Schlüchtern Untertor–Bad Soden-Salmünster Bahnhof–Bad Soden-Salmünster Schlüchterner Straße beziehungsweise Schlüchtern Untertor-Freiensteinau Unterer Brückenweg

MKK-96: Schlüchtern Bahnhof–Sterbfritz Bahnhof–Schwarzenfels Zum Bergfried

MKK-98: Schlüchtern Untertor–Reinhards Steinbergstraße

[Bearbeiten] Fernradweg

Durch Schlüchtern führt der "Hessische Radfernweg R3". Der ca. 240 km lange Radfernweg beginnt in Rüdesheim am Rhein und führt über Fulda nach Tann in der Rhön.

[Bearbeiten] Wanderwege

In Schlüchtern gibt es verschiedene Wanderwege unter anderem mit überregionaler Bedeutung. Durch das Zusammentreffen der Gebirge Rhön, Vogelsberg und Spessart, treffen auch die zuständigen Wander- und Gebirgsvereine aufeinander. Zu den Gebirgs- und Wandervereinen in Schlüchtern zählen der Rhönklub Zweigverein Elm, Vogelsberger-Höhenclub Zweigverein Schlüchtern und die zum Spessartbund Nord gehörende "Hohenzeller Spechte". Die Wanderwege sind für das Luftkurortprädikat im Fremdenverkehr von Bedeutung.


Eselsweg (111 km) Der Eselsweg ist einer der bekanntesten Wanderwege in Schlüchtern. Er zählt zu den deutschen Fernwanderwegen. Beginn des Eselswegs ist am Schlüchterner Bahnhof. Von dort geht es über den Hohenzeller Berg quer durch den Spessart über Hohenzell, Bellings, oberhalb von Seidenroth, Mernes, Lettgenbrunn, Flörsbach, Heigenbrücken, Weibersbrunn, Wildensee bis nach Großheubach bei Miltenberg. Größtenteils führt der Eselsweg durch einen dichten Buchenwald. Das liegt wohl daran, dass der Spessart zum größten zusammenhängenden Waldgebiet gehört. Üblicherweise wird der Eselsweg in sechs Etappen begangen. Heutzutage nutzen auch Radfahrer den Eselsweg und schaffen diesen in zwei Etappen. Der Eselsweg wird vom Spessartbund betreut. Das Symbol des Eselswegs ist ein schwarzes E auf weißem Grund.


Drei-Burgen-Weg Mit Beginn am Napoleonstürmchen in Schlüchtern, führt der Drei-Burgen-Weg in Elm an der Burg Brandenstein vorbei. Von dort geht es über Hinkelhof unterhalb der Ruine Steckelburg auf dem Sattel zwischen Steckelberg und Altenburg. Dort kreuzt der Drei-Burgen-Weg den Ulrich-von-Hutten Pfad. Von dort führt der Drei-Burgen-Weg über die Burg Schwarzenfels nach Bad Brückenau. Der Drei-Burgen-Weg ist Bestandteil des Rhönklub-Wegenetzes. Der Drei-Burgen-Weg ist mit einem gelben Tropfen gekennzeichnet.


Ulrich-von-Hutten Pfad Seit über 90 Jahren führt der Ulrich-von Hutten Pfad von Schlüchtern zur Ruine Steckelburg, der Geburtsstätte des humanisten Ulrich von Hutten. Der genaue Wegverlauf führt über Elm auf den Herolzer Giebel und von dort über Herolz nach Vollmerz. Am Vollmerzer Bahnhof führt der Weg steil den Steckelberg hinauf und etwa 10 Meter an der Ruine vorbei zum Sattel zwischen Steckelberg und Altenburg. Dort kreuzt der Ulrich-von-Hutten Pfad den Drei-Burgen-Weg. Vom Sattel aus führt der Weg hinauf zur Altenburg, der Vorgängerburg der Ruine Steckelburg. Einige Meter vor der Altenburg biegt der Weg nach links ab, und führt über Oberzell nach Vollmerz. Der Ulrich-von-Hutten Pfad gehört zu den Rhönklub-Wegen. Ein gelbes Dreieck kennzeichnet diesen Weg.


HWO 6 (Klosterweg) Mit dem Start am Napoleonstürmchen in Schlüchtern begleitet der HWO 6 (Klosterweg) den Drei-Burgen-Weg bis zur Burg Brandenstein. Von dort aus führt der Weg über den Kohlenhof nach Hutten-Heiligenborn am Jugenddorf vorbei. Am Pyroklastenfeld in Heiligenborn vorbei geht es über die Kreisgrenze zwischen Veitsteinbach, Gundhelm und Hutten zu den Sparhöfen, die bis zur Kreisgebietsreform zum Altkreis Schlüchtern gehörten. Nach den Sparhöfen führt der Weg am beeindruckenden Naturdenkmal Taufstein/Frauenstein vorbei. Zwischen Heubach und Speicherz unterquert der Wanderweg auch die Bundesautobahn 7. Endziel des HWO 6 (Klosterweg) ist Mellrichstadt. Der Wanderweg ist Bestandteil des Rhönklub-Wegenetzes. Der Weg ist anhand eines roten Dreiecks zu erkennen.


Ökumenischer Jakobsweg Durch Schlüchtern führt der 125 km lange Ökumenische Jakobsweg von Fulda an den Main. Der Pilgerweg gehört zum Verbindungssystem der "Via Regia", deren Wegenetz von der Ukraine bis nach Spanien führte. Von der Kreisgrenze zwischen dem Keuzelbuch und Habetskopf führt der Weg über den Elmer Weinberg nach Schlüchtern. Dort geht es über die Kurfürstenstraße, Wassergasse quer durch die Stadt zur Straße Unter den Linden. Bei den Jakobswegen zeigt die Spitze des Stahls bzw. der Muschel den Weg nach Santiago de Compostela über Frankfurt.


In Schlüchtern und seinen Stadtteilen gibt es noch weitere Rundwege.

Einige davon sind:

Weitere Wanderwege

BRB 1

ELM 1 (Rhönklub)

ELM 2 (Rhönklub)

ELM 3 (Rhönklub)

ELM 4 (Rhönklub)

HO 1

HU 1 (Heimat- und Wanderfreunde Hutten/Naturpark Rhön)

HU 2 (Heimat- und Wanderfreunde Hutten/Naturpark Rhön)

Grünes Blatt (Heimat- und Wanderfreunde Hutten)

Milan (Hohenzeller Spechte/Spessartbund)

Roter Hirsch (Heimat- und Wanderfreunde Hutten)

Roter Greifvogel (Heimat- und Wanderfreunde Hutten)

SLÜ 3 (Vogelsberger-Höhenclub)


Nicht offizielle Wege

Hermann-Dänner-Weg: Durch den Bernhardswald führt dieser Weg und wurde zu Ehren Hermann Dännersvon Stefan Etzel erstellt. Gekennzeichnet ist der Weg durch ein HD. Der Weg wird vom Forstamt Schlüchtern geduldet.

Die meisten Wanderwege führen am Napoleonstürmchen vorbei oder starten dort. Das Napoleonstürmchen befindet sich 10 Meter nördlich der Kinzig an der Mauerwiese.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Im Gebiet der heutigen Stadt Schlüchtern geborene Persönlichkeiten, deren Namen über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurden:

Nicht in Schlüchtern geborene Persönlichkeiten, die aber durch ihre Väter aufs engste mit der Stadt verbunden waren:

  • Johann Petrus Lotichius (1598–1669) Kaiserlicher Leibarzt, Rat und Geschichtsschreiber, Verfasser wissenschaftlicher Bücher
  • Gottfried Baist (1853–1920) Professor für romanische Sprach- und Literaturwissenschaft
  • Karl Leipold (1864–1943) Landschafts- und Marinemaler
  • Elisabeth Schwarzhaupt (1901–1986) Bundesministerin
  • Markus Koch (*1971) Börsenreporter

In Schlüchtern haben gewirkt:

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Georg Flemmig (1874–1950)
  • Wilhelm Praesent (1896–1976)
  • Adolf Grammann (* 1911)

[Bearbeiten] Literatur

  • Wilhelm Praesent: Bergwinkel-Geschichten Hrsg. Wilhelm Praesent, 2. erweiterte Auflage, Verlag H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern 1954
  • Wilhelm Praesent: Bergwinkel Chronik, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Verlag H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern (1968)
  • Alfred Kühnert: Erlittene Geschichte. Bergwinkel-Studien Verlag H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern 1980
  • Hans Schott: Am Anfang waren die Brunnen. Trinkwasserversorgung in Schlüchtern. Stadt Schlüchtern (Herausg.), Schlüchtern 1985
  • Stadt Schlüchtern (Hrsg.): „1000 Jahre Schlüchtern. 993–1993. Ein historisches Lesebuch. Nachdruck früherer Forschungen zur Geschichte der Siedlung und Stadt“. Überarb. von Otto Rabenstein. Stadt Schlüchtern, Schlüchtern 1993
  • Alfred Kühnert: Bergwinkel Erinnerungen. Band I: Blick in enge Gassen. Verlag und Druckerei Griebel, Schlüchtern 1993 ISBN 3-923766-15-7
  • Alfred Kühnert: Bergwinkel Erinnerungen. Band II: Von Amtmännern, Pfarrherren und Schulmeistern. Verlag und Druckerei Griebel, Schlüchtern 1994 ISBN 3-923766-16-5
  • Alfred Kühnert: Bergwinkel Erinnerungen. Band III: Über Volksglaube, heile Natur und Kriegswirren. Verlag und Druckerei Griebel, Schlüchtern 1995 ISBN 3-923766-17-3
  • Ulrich Schwind, Frieda Hölzinger und andere: Schlüchterns Gassen erlebt - erzählt. Originale erinnern sich. 2. Auflage Schlüchtern 1998 ISBN 3-923766-20-3.
  • Christine Wittrock: Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine CoCon-Verlag Hanau 2002, ISBN 978-3-928100-90-8. Geschichte der Schlüchterner und Steinauer Seifenfabriken: Die jüdischen Eigentümer wurden im Faschismus ihrer Fabriken und ihrer Heimat beraubt.
  • Dirk Ludwig: Kochen ist Herzenssache. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-74217. Der Schlüchterner Metzger stellt gesammelte Lieblingsrezepte seiner Kunden vor.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. Prof. Dr. Ernst Erich Metzner: „Die alten Heidenschlacht-Erinnerungsstätten ‚Schlüchtern’ am hessischen Drasenberg-Pass und Vilseck-,Schlicht’ an der oberpfälzischen Vils im fränkisch-sächsischen Spannungsfeld von 719ff. und 631ff. In: „Unsere Heimat“ - Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V. Schlüchtern. Band 26 (2009).
  3. Bergwinkel-Bote 1975 - Heimatkalender 26. Jahrgang - ,Seite 156.
  4. Darstellung der Geschichte auf der Homepage der Stadt
  5. Keine JVA in Schlüchtern und auf dem Neidhof e.V.
  6. Bürgerinitiative Schlüchtern: Ahmadiyya-Moschee in Schlüchtern. Segen oder Gefahr für den Bergwinkel?; Moschee-Strategie wird für Schlüchtern teuer, Fuldaer Zeitung am 12. Juni 2008
  7. Die Daten wurden verschiedenen Jahrgängen des Heimatkalenders "Bergwinkel-Bote" entnommem.
  8. http://www.statistik-hessen.de/K2011/EG435025.htm Hessisches Statistisches Landesamt

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Schlüchtern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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