Schlüchtern
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Kinzig-Kreis | |
| Höhe: | 207 m ü. NN | |
| Fläche: | 113,3 km² | |
| Einwohner: |
16.680 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 147 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36381 | |
| Vorwahlen: | 06661, 06664 (Gundhelm, Vollmerz) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MKK, GN, SLÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 35 025 | |
| LOCODE: | DE SLN | |
| Stadtgliederung: | 13 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Krämerstraße 2 36381 Schlüchtern |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Falko Fritzsch (SPD) | |
| Lage der Stadt Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis | ||
Schlüchtern ist eine Kleinstadt im Main-Kinzig-Kreis in Osthessen im Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Schlüchtern liegt im östlichen Main-Kinzig-Kreis auf einer Höhe von 207 m über NN, ungefähr 30 km südwestlich von Fulda am Südwestende des zur Vorder- und Kuppenrhön gehörenden Landrückens. Die engere Region wird Bergwinkel genannt, weil hier die Ausläufer der Brückenauer Kuppenrhön im Osten, des Sandsteinspessarts im Süden und des Südlich Unteren Vogelsbergs im Westen zusammentreffen. Das Tal in dem Schlüchtern liegt, wird als Schlüchterner Becken bezeichnet. Durch die Stadt hindurch fließt die Kinzig, die in Sinntal-Sterbfritz entspringt und in Hanau in den Main mündet. Schlüchtern und die Region liegen daher im Kinzigtal.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Schlüchtern grenzt im Norden an die Gemeinden Flieden und Kalbach des Landkreises Fulda. Im Osten und Süden liegt die Gemeinde Sinntal und im Westen die Stadt Steinau an der Straße. Der Südzipfel von Schlüchtern grenzt an den gemeindefreien Gutsbezirk Spessart und hat dort im Gegensatz zu einigen Nachbargemeinden keine Exklaven.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Schlüchtern besteht aus den Stadtteilen
- Ahlersbach seit dem 1. Dezember 1969,
- Breitenbach seit dem 1. Dezember 1969,
- Elm seit dem 1. Dezember 1969,
- Gundhelm seit dem 1. Dezember 1969,
- Herolz seit dem 1. Dezember 1969,
- Hohenzell seit dem 1. Dezember 1969,
- Hutten seit dem 1. Dezember 1969,
- Klosterhöfe (seit dem 1. Dezember 1969) mit Röhrigs, Gomfritz und Drasenberg,
- Kressenbach seit dem 31. Dezember 1971,
- Niederzell seit dem 1. Juli 1974,
- Schlüchtern (Innenstadt),
- Vollmerz (seit dem 1. Dezember 1969) mit Hinkelhof und Ramholz,
- Wallroth seit dem 31. Dezember 1971
Geschichte [Bearbeiten]
Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Stadt wurde auf der Website der Stadt Schlüchtern veröffentlicht.[2]
Mittelalter [Bearbeiten]
Nach Auffassung des Sprachwissenschaftlers und Historikers Ernst Erich Metzner geht der Name Schlüchtern auf den Ereignis- bzw. Walstatt-Namen „Sluhti“ bzw. „Sluht-warim“ (sinngemäß in etwa „Bewohner/Anwohner/Hüter der Schlacht bzw. des Schlachtfeldes“) zurück.[3] Es gibt Hinweise auf eine schon um 750 bestehende Klostersiedlung, also wenige Jahre nach Gründung des Klosters Fulda durch Bonifatius 744. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung enthält eine Urkunde aus dem Jahr 993. Mittelpunkt des Ortes war das Kloster Schlüchtern. Westlich der Altstadt liegt ein dreigeschossiges Gebäude mit Buckel-Eckquadern, vermutlich letztes Zeugnis einer an dieser Stelle gelegenen Wasserburg. Das Gebäude wurde in der Frühen Neuzeit mehrfach verändert. Ursprünglich außerhalb der Stadtmauer gelegen, wurde es später in diese einbezogen.
Der Ort war ursprünglich Reichsbesitz der an das Kloster vergeben war. Später war er ein Lehen des Bistums Würzburg an die Grafen von Rieneck, die ihn 1316 an Hanau abtraten. Grundherr war der Abt des Klosters Schlüchtern. Die Stadt war der Vorort des gleichnamigen Amtes Schlüchtern, des nordöstlichsten Amtes der Herrschaft und – seit 1429 – Grafschaft Hanau, seit 1458: Grafschaft Hanau-Münzenberg. Schlüchtern lag an der in Mittelalter und Früher Neuzeit wichtigen Handelsstraße „Via Regia“, von Frankfurt am Main nach Leipzig. Das Kloster Schlüchtern war im Spätmittelalter zunehmend unter den Einfluss der Herren und späteren Grafen von Hanau gekommen. 1457 begab es sich endgültig in die Schutzherrschaft Hanaus.
Zur Pfarrkirche von Schlüchtern, die in der Diözese Würzburg lag und unter dem Patrozinium von Maria stand, gehörten 1167 die Kirchen von Elm, Kressenbach und Hintersteinau.
Historische Namensformen [Bearbeiten]
- Sluohderin (993)
- Sluohcterin (993) - nach neueren Forschungen berichtigte Schreibweise -
- Sluohterin (999)
- Sluderin (1003)
- Solitariensis (1099)
- Schluchter (1509)
Frühe Neuzeit [Bearbeiten]
Die Grafschaft Hanau-Münzenberg schloss sich in der Reformation zunächst der lutherischen Konfession an, ab 1597 war sie reformiert. Zur Pfarrei Schlüchtern eingepfarrt waren Niederzell und die Klosterhöfe Distelrasen, Drasenberg, Gumberts und Röhrigs. Auch das Kloster Schlüchtern schloss sich der Reformation an und wurde in eine Lateinschule umgewandelt.
Im Bereich der Stadtgemarkung befanden sich die Hutzelmühle vor dem Krämertor, die Hildebrandmühle, die Klostermühle im Hofbereich des Klosters, die Klöbersmühle am Untertor sowie die Riedscheider Mühle am südlichen Ortsausgang. Sie lagen alle an von der Kinzig abgeleiteten Mühlgräben.
Mit dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel Schlüchtern 1736 mit der ganzen Grafschaft Hanau-Münzenberg an die Landgrafschaft Hessen-Kassel, aus der 1803 das Kurfürstentum Hessen entstand.
Neuzeit [Bearbeiten]
Während der napoleonischen Zeit stand Schlüchtern ab 1806 unter französischer Militärverwaltung, gehörte 1807-1810 zum Fürstentum Hanau und dann von 1810 bis 1813 zum Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau. Anschließend fiel es wieder an das Kurfürstentum Hessen zurück. Nach der Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen von 1821, die Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise einteilte, wurde Schlüchtern Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises Schlüchtern. 1866 wurde das Kurfürstentum nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg von Preußen annektiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie zum Bundesland Hessen. Schlüchtern wechselte entsprechend die Verwaltungen, denen es zugehörte. Seit 1966 ist Schlüchtern ein anerkannter Luftkurort. Mit der Gebietsreform in Hessen wurden der Landkreis Schlüchtern zum 1. Juli 1974 Teil des neu entstandenen Main-Kinzig-Kreises. Schlüchtern verlor damit die Funktion als Sitz einer eigenständigen Kreisverwaltung.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1538: 153 Steuernde
- 1633: 169 Haushaltungen und 31 Gefreite
- 1753: 280 Haushaltungen, 18 Juden mit zusammen 1322 Personen
- 1834: 2.154 Einwohner[4]
- 1837: 2.114 Einwohner (unter Berücksichtigung der zwölf heute zu Schlüchtern gehörenden Gemeinden betrug die Einwohnerzahl 8.391[5])
- 1840: 2.133 Einwohner
- 1846: 2.270 Einwohner
- 1852: 2.257 Einwohner
- 1858: 2.171 Einwohner
- 1864: 2.142 Einwohner
- 1871: 2.371 Einwohner
- 1875: 2.274 Einwohner
- 1885: 2.635 Einwohner
- 1895: 2.745 Einwohner
- 1905: 2.998 Einwohner
- 1910: 3.945 Einwohner
- 1925: 3.213 Einwohner
- 1939: 3.728 Einwohner (unter Berücksichtigung der zwölf heute zu Schlüchtern gehörenden Gemeinden betrug die Einwohnerzahl 10.313. Die Daten wurden verschiedenen Jahrgängen des Heimatkalenders "Bergwinkel-Bote" entnommen.)
- 1946: 5.604 Einwohner
- 1950: 5.832 Einwohner (unter Berücksichtigung der zwölf heute zu Schlüchtern gehörenden Gemeinden betrug die Einwohnerzahl 15.003. Die Daten wurden verschiedenen Jahrgängen des Heimatkalenders "Bergwinkel-Bote" entnommen.)
- 1956: 5.773 Einwohner
- 1961: 5.761 Einwohner
- 1967: 6.020 Einwohner
- 1970: 12.044 Einwohner
- 1981: 14.199 Einwohner
- 2006: 17.194 Einwohner
- 2010: 16.777 Einwohner
Politik [Bearbeiten]
In den letzten Jahren ist Schlüchtern durch Bürgerinitiativen bekannt geworden, die sowohl den Bau einer Justizvollzugsanstalt[6] als auch einer Ahmadiyya-Moschee[7] verhinderten.
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[8]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 41,1 | 15 | 39,7 | 15 | 32,7 | 12 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 35,8 | 13 | 39,8 | 15 | 35,0 | 13 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 12,3 | 5 | 9,1 | 3 | — | — | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 7,5 | 3 | 6,7 | 2 | 6,0 | 2 | |
| LINKE | Die Linke | 3,3 | 1 | — | — | — | — | |
| BISS | Bürgerinitiativen und Grüne im Schlüchterner Stadtparlament | — | — | 4,7 | 2 | 19,1 | 7 | |
| REP | Die Republikaner | — | — | — | — | 7,2 | 3 | |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 46,4 | 44,3 | 58,0 | |||||
Bürgermeister der Stadt Schlüchtern [Bearbeiten]
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| Justus Rollmann | 1834 | 1845 |
| Konrad Georg Hafer | 1845 | 1882 |
| Adolf Sturmfeder | 1883 | 1891 |
| Rudolf Salomon | 1891 | 1905 |
| Otto Albrecht | 1906 | 1915 |
| Stückrath | 1916 | 1924 |
| Eduard Gaenßlen | 1924 | 1933 |
| Johannes Puth (NSDAP) | 1933 | 1945 |
| Dr. Otto Vitense (CDU) | 1.7.1945 | 31.12.1945 |
| Hans Bertram | 1946 | 1952 |
| Dr. Max Eckert | 1952 | 1958 |
| Friedrich Langerwisch | 1958 | 1965 |
| Dr. Reinhold Anderlitschek (SPD) | 1965 | 1980 |
| Hans Schott (SPD) | 1980 | 1992 |
| Falko Fritzsch (SPD) | 1992 | heute |
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Jarocin, Polen, seit 24. Oktober 2003
Fameck, Frankreich, seit 15. September 2012
Religionen [Bearbeiten]
Evangelische Kirche [Bearbeiten]
Zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören:
- die Evangelische Kirchengemeinde Schlüchtern (Pfarramt I und II) mit Niederzell (Pfarramt III) und Elm (Pfarramt IV),
- die Evangelische Kirchengemeinde Gundhelm-Hutten,
- die Evangelische Kirchengemeinde Hohenzell-Bellings-Ahlersbach,
- die Evangelische Kirchengemeinde Ramholz und
- die Evangelische Kirchengemeinde Wallroth-Breitenbach-Kressenbach.
Die Evangelischen Kirchengemeinden gehören zum Kirchenkreis Schlüchtern im Sprengel Hanau. Geleitet wird der Kirchenkreis Schlüchtern von Dekan Fritz-Eckhard Schmidt.
Katholische Kirche [Bearbeiten]
In Schlüchtern bestehen zwei römisch-katholische Kirchengemeinden, die zum Pastoralverbund St. Maximilian Maria Kolbe Schlüchtern-Sinntal des Dekanats Kinzigtal im Bistum Fulda gehören:
- die Pfarrei St. Bonifatius Schlüchtern und
- die Pfarrei St. Jakobus Herolz.
Ökumenischer Jakobsweg [Bearbeiten]
Durch Schlüchtern führt der 125 km lange Ökumenische Jakobsweg von Fulda an den Main. Der Pilgerweg gehört zum Verbindungssystem der "Via Regia", deren Wegenetz von der Ukraine bis nach Spanien führt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Bergwinkelmuseum im „Lauterschlösschen“
- Burg Brandenstein im Ortsteil Elm mit Holzgeräte- und Sieboldmuseum
- Kloster Schlüchtern – heute Gebäude des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums und der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte (KMF) –, mit ehemals bedeutendem und 1992/93 teilweise wieder hergestellten Klostergarten[9]
- „Alte Synagoge“ ,im neoromanischen Stil erbaut. Sie diente bis vor kurzem als Kulturhaus mit Kino, Kabarett, Theater, Autorenlesungen und Jazzkonzerten. Diese Funktion hat jetzt jedoch das KUKI-Zelt eingenommen (Mauerwiese).
- Kriegsgräberstätte
- Ruine Burg Steckelberg - Geburtsstätte von Ulrich von Hutten
- Schloss Ramholz mit Schlossgarten
- Ramholzer Musiktage (seit 2005 eingestellt)
- Schlüchtern liegt an der Deutschen Märchenstraße, die von Hanau nach Bremen führt.
Märkte und Feste [Bearbeiten]
Jedes Jahr am ersten Novemberwochenende findet in Schlüchtern der „Kalte Markt“ statt, der seit dem 12. Jahrhundert existiert. Der „Helle Markt“ findet seit 1996 jährlich am letzten Aprilwochenende statt. Das „Weitzelfest“ wird am ersten Augustwochenende und der Weihnachtsmarkt am zweiten Adventwochenende gefeiert. Außerdem findet jeden Dienstag ein Wochenmarkt auf dem Stadtplatz statt.
Bildung [Bearbeiten]
Die Stadt Schlüchtern verfügt über 3 allgemeinbildende Schulen und 5 berufsbildende Schulen
Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen die Bergwinkel-Grundschule mit einem Beratungs- und Förderzentrum, die Stadtschule Schlüchtern (Haupt- und Realschule) und das Ulrich von Hutten-Gymnasium.
Zu den berufsbildenden Schulen zählen die Kinzig-Schule (Berufliches Schulzentrum Schlüchtern), die Lehrbaustelle des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessens e.V., die Förderschule Heinrich-Hermann-Schule für praktisch Bildbare, die Volkshochschule Regionalstelle Schlüchtern und die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Agentur für Arbeit Hanau - Außenstelle Schlüchtern
- Forstamt Schlüchtern (Hessen-Forst)
- Polizeistation Schlüchtern (Außenstelle des Polizeipräsidiums Südosthessen in Offenbach am Main)
- Amt für Bodenmanagement Büdingen – Außenstelle Schlüchtern (Katasteramt)
- Kreiskrankenhaus Schlüchtern
- Rathaus (Magistrat der Stadt Schlüchtern)
Ehemalige Behörden [Bearbeiten]
- Amtsgericht Schlüchtern bis 2011
- Finanzamt Schlüchtern (jetzt Finanzamt in Gelnhausen)
- Staatliches Schulamt (jetzt in Hanau)
- Landratsamt (Kreisausschuss Schlüchtern und später Außenstelle des Main-Kinzig-Kreises) bis 1974 bzw. 2005
- Gesundheitsamt (jetzt in Gelnhausen) bis 2005
- Jugendamt (jetzt in Gelnhausen) bis 2005
Medien [Bearbeiten]
- Kinzigtal-Nachrichten (Tageszeitung)
- Kinzigtal am Sonntag (kostenlose Sonntagszeitung)
- Bergwinkel Wochen-Bote (Wochenzeitung)
- Schlüchterner Bote (Wochenzeitung)
- Stadtzeitung Schlüchtern (Monatsschrift)
- Unsere Heimat (Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V. Schlüchtern)
- Bergwinkel-Bote (Heimatkalender; Hrsg.: Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises)
- Der neue Markt (Anzeigenblatt)
- Schlüchtern-Aktuell (Onlinemedium; nur begrenzte Druckauflagen)
- Osthessen-News.de (Onlinemedium)
Energie [Bearbeiten]
Auf dem Gebiet der Stadt Schlüchtern wurden sechs Windparks mit insgesamt 24 Windkraftanlagen errichtet:
- Bürger-Windpark-Hohenzell: 3 Wind-World-Windkraftanlagen (W-4200 ) mit einer Nennleistung von jeweils 600 KW (im Frühjahr 2013 demontiert)
- Renertec-Windpark-Wallroth: 5 Enercon-Windkraftanlagen (E 40) mit einer Nennleistung von jeweils 500 KW
- Energiekontor-Windpark-Schlüchtern-Elm: 9 GE-Windkraftanlagen (GE 1,5 sl) mit einer Nennleistung von jeweils 1.500 KW[10]
- Luftstrom-Windpark-Wallroth: 3 Vestas-Windkraftanlagen (V80) und eine Vestas-Windkraftanlage (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW
- HSE-Windpark-Schlüchtern I: 3 Vestas-Windkraftanlagen (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW
- HSE-Windpark-Schlüchtern II: 2 Vestas-Windkraftanlagen (V90) mit einer Nennleistung von jeweils 2.000 KW
- In der Gemarkung Elm befindet sich ein 110 kV-Umspannwerk der E.ON. Die 110kV-Bahnstromleitungstrasse Aschaffenburg - Flieden der DB Energie GmbH verläuft ebenfalls durch Schlüchtern.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die nach den Nürnberger Gesetzen als jüdisch eingestuften Eigentümer der Schlüchterner und Steinauer Seifenfabriken wurden im Nationalsozialismus ihrer Fabriken und ihrer Heimat beraubt.[11]
Verkehr [Bearbeiten]
Straßen [Bearbeiten]
Schlüchtern liegt an der Bundesautobahn 66 zwischen Frankfurt am Main und Fulda mit Autobahnanschluss an den Anschlussstellen Schlüchtern-Süd (48) und Schlüchtern-Nord (49).
Eisenbahn [Bearbeiten]
Schlüchtern wird von der Kinzigtalbahn von Frankfurt (Main) Hauptbahnhof nach Fulda Hauptbahnhof und der Bahnstrecke Flieden–Gemünden berührt. Der Bahnhof Schlüchtern liegt an der Kinzigtalbahn und ist über eine Verbindungskurve auch an die Bahnstrecke Flieden–Gemünden angeschlossen. Im Bahnhof Schlüchtern halten alle Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge sowie vereinzelt InterCity-Züge. An der Bahnstrecke Flieden–Gemünden liegt auf Schlüchterner Gemarkung der Betriebsbahnhof Elm. Dieser war bis 1914 von hoher Bedeutung im Fernverkehr. Er bildete den Kopf einer Spitzkehre mit der die Züge zwischen Fulda (und Berlin) und Frankfurt den Höhenzug des Distelrasens überwanden. Da dieser Betrieb bei zunehmendem Verkehr sehr hinderlich war, wurde ab 1909 unter dem Distelrasen ein Tunnel angelegt, der am 1. Mai 1914 eingeweiht wurde. Mit der Eröffnung des Tunnels verlor der Bahnhof Elm schlagartig seine Bedeutung. Der Personenverkehr wurde dort 1963 eingestellt.
Ein weiterer ehemaliger Bahnhof in der Gemarkung Schlüchtern ist der in Vollmerz, ebenfalls an der Bahnstrecke Flieden–Gemünden.
Buslinien [Bearbeiten]
Die Buslinien in Schlüchtern sind:
- MKK-90: Schlüchtern Bahnhof–Steinau Bahnhof
- MKK-91: Schlüchtern Bahnhof–Jossa Bahnhof–Marjoß Distelbachstraße
- MKK-92: Schlüchtern Bahnhof–Herolz–Elm–Schlüchtern Bahnhof
- MKK-93: Schlüchtern Bahnhof–Elm–Herolz–Schlüchtern Bahnhof
- MKK-94: Schlüchtern Bahnhof–Steinau Schloss–(Steinau Tropfsteinhöhle; vom 15. April bis 3. Oktober)
- MKK-95: Schlüchtern Untertor–Bad Soden-Salmünster Bahnhof–Bad Soden-Salmünster Schlüchterner Straße beziehungsweise Schlüchtern Untertor-Freiensteinau Unterer Brückenweg
- MKK-96: Schlüchtern Bahnhof–Sterbfritz Bahnhof–Schwarzenfels Zum Bergfried
- MKK-98: Schlüchtern Untertor–Reinhards Steinbergstraße
Wander- und Radwanderwege [Bearbeiten]
Durch Schlüchtern führt der der 258 km lange Hessische Radfernweg R3, ein Radfernweg, der in Rüdesheim am Rhein beginnt und über Fulda nach Tann in der Rhön führt. Schlüchtern wird von zahlreichen weiteren Wander- und Radwanderwegen berührt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Im Gebiet der heutigen Stadt Schlüchtern geborene Persönlichkeiten, deren Namen über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurden:
- Ulrich von Hutten (1488–1523) Ritter, Humanist und Rebell
- Petrus Lotichius (1501–1567) Abt und Reformator des Klosters Schlüchtern
- Petrus Lotichius Secundus (1528–1560) bedeutender neulateinischer Dichter
- Johann Joachim Weitzel (1761–1840) Wohltäter der Stadt (Weitzel-Stiftung, Weitzelfest)
- Bernhard Eberhard (1795-1860) Dr. jur., Oberbürgermeister von Hanau, kurhessischer Minister, Ehrenbürger der Stadt Kassel
- Henry Nicholas Bolander (1831–1897) Botaniker
- Friedrich Blume (1893–1975) Musikwissenschaftler
- Theodore Levitt (1925–2006) Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Harvard Business School
- Gustav Hildebrand (*1925) freischaffender Fotograf, Journalist und Autor
- Reinhold Heil (* 1954) Komponist, Tonmeister, Musikproduzent, Pianist, Keyboarder und Sänger, Mitglied der Nina Hagen Band und von Spliff
- Katharina Krause (*1960), Kunsthistorikerin, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg
- Carsten Sostmeier (*1960), Sportkommentator
- Rainer Bomba (*1964), Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Nicht in Schlüchtern geborene Persönlichkeiten, die jedoch durch ihre Vorfahren enge Bindungen zur Stadt hatten und teilweise auch in Schlüchtern lebten:
- Johann Petrus Lotichius (1598–1669) Kaiserlicher Leibarzt, Rat und Geschichtsschreiber, Verfasser wissenschaftlicher Bücher−
- Gottfried Baist (1853–1920) Professor für romanische Sprach- und Literaturwissenschaft
- Karl Leipold (1864–1943) Landschafts- und Marinemaler
- Elisabeth Schwarzhaupt (1901–1986) Bundesministerin
- Markus Koch (*1971) Börsenreporter
In Schlüchtern haben gewirkt:
- Walter Blankenburg (1903–1986), von 1947 bis 1968 Direktor der Kirchenmusikschule der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Schlüchtern, gestorben in Schlüchtern
- Otto Vitense (1912–1962), Bürgermeister von Schlüchtern
- Richard von Kühlmann (1873-1948), Staatssekretär im Auswärtigen Amt und erster Mann von Margarete von Stumm, der Tochter von Hugo und Ludovica von Stumm
- Knut von Kühlmann-Stumm (1916-1977), Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und Sohn von Margarete von Stumm sowie Richard von Kühlmann; Wohnsitz unter anderem auf Schloss Ramholz
- Enver Şimşek (1961-2000), Blumenhändler und erstes Opfer der NSU
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Georg Flemmig (1874–1950)
- Wilhelm Praesent (1896–1976)
- Adolf Grammann (*1911)
Literatur [Bearbeiten]
- Friedhelm Jürgensmeier u. Regina Elisabeth Schwerdtfeger: Die Mönchs- und Nonnenklöster der Zisterzienser in Hessen und Thüringen = Germania Benedictina Bd. IV, 1-2. Sankt Ottilien 2011.
- Willi Klein: Zur Geschichte des Mühlenwesens im Main-Kinzig-Kreis = Hanauer Geschichtsblätter 40. Hanau 2003, S. 78-83.
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Gudensberg-Gleichen 2000. ISBN 3-86134-228-6, S. 371.
- Alfred Kühnert: Bergwinkel Erinnerungen. Bd. 1: Blick in enge Gassen. Schlüchtern 1993 ISBN 3-923766-15-7; Bd. 2: Von Amtmännern, Pfarrherren und Schulmeistern. Schlüchtern 1994 ISBN 3-923766-16-5; Bd. 3: Über Volksglaube, heile Natur und Kriegswirren. Schlüchtern 1995 ISBN 3-923766-17-3.
- Alfred Kühnert: Erlittene Geschichte. Bergwinkel-Studien. Schlüchtern 1980.
- Dirk Ludwig: Kochen ist Herzenssache. Norderstedt 2008. ISBN 978-3-8334-7421-7.
- Matthias Nistahl: Studien zur Geschichte des Klosters Schlüchtern im Mittelalter. Diss. Darmstadt u. Marburg, 1986.
- Wilhelm Praesent: Bergwinkel-Geschichten. 2. erweiterte Auflage. Schlüchtern 1954.
- Wilhelm Praesent: Bergwinkel Chronik. 2. verbesserte und erweiterte Auflage. Schlüchtern 1968.
- Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg 1926, S. 426f.
- Stadt Schlüchtern (Hrsg.): „1000 Jahre Schlüchtern. 993–1993. Ein historisches Lesebuch. Nachdruck früherer Forschungen zur Geschichte der Siedlung und Stadt“. Überarbeitet von Otto Rabenstein. Schlüchtern 1993.
- Hans Schott: Am Anfang waren die Brunnen. Trinkwasserversorgung in Schlüchtern. Schlüchtern 1985.
- Ulrich Schwind, Frieda Hölzinger u.a.: Schlüchterns Gassen erlebt - erzählt. Originale erinnern sich. 2. Auflage. Schlüchtern 1998 ISBN 3-923766-20-3.
- Christine Wittrock: Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine. Hanau 2002. ISBN 978-3-928100-90-8.
Weblinks [Bearbeiten]
- Schlüchtern im Hessischen Ortslexikon von LAGIS
- Offizielle Website der Stadt Schlüchtern
- Evangelische Kirche - Kirchenkreis Schlüchtern
- Katholische Kirche – Pfarrgemeinde St. Bonifatius, Schlüchtern
- Verein für Wirtschaft und Tourismus e.V. Schlüchtern
- Links zum Thema Schlüchtern im Open Directory Project
- Literatur von und über Schlüchtern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Historische Bürgergarde der Stadt Schlüchtern e.V.
- Förderverein für Städtpartnerschaften der Stadt Schlüchtern e.V.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Darstellung der Geschichte auf der Homepage der Stadt
- ↑ Prof. Dr. Ernst Erich Metzner: „Die alten Heidenschlacht-Erinnerungsstätten ‚Schlüchtern’ am hessischen Drasenberg-Pass und Vilseck-,Schlicht’ an der oberpfälzischen Vils im fränkisch-sächsischen Spannungsfeld von 719ff. und 631ff. In: „Unsere Heimat“ - Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V. Schlüchtern. Band 26 (2009).
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen 1 = Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967. Wiesbaden 1968.
- ↑ Bergwinkel-Bote 1975 - Heimatkalender 26. Jahrgang - ,Seite 156.
- ↑ Keine JVA in Schlüchtern und auf dem Neidhof e.V.
- ↑ Bürgerinitiative Schlüchtern: Ahmadiyya-Moschee in Schlüchtern. Segen oder Gefahr für den Bergwinkel?; Moschee-Strategie wird für Schlüchtern teuer, Fuldaer Zeitung am 12. Juni 2008
- ↑ http://www.statistik-hessen.de/K2011/EG435025.htm Hessisches Statistisches Landesamt
- ↑ Albin Anhalt, Gabriele Frenz, Uwe Kretschmann Die Entstehung des Schlüchterner Klostergartens in Mitteilungsblatt der Naturkundestelle Main-Kinzig, 5. Jahrgang (1993), Heft 3, S. 39-47
- ↑ http://www.energiekontor.de/Windparks_am_Netz.html Abgerufen am 24. Mai 2013
- ↑ Wittrock.
Bad Orb | Bad Soden-Salmünster | Biebergemünd | Birstein | Brachttal | Bruchköbel | Erlensee | Flörsbachtal | Freigericht | Gelnhausen | Großkrotzenburg | Gründau | Hammersbach | Hanau | Hasselroth | Jossgrund | Langenselbold | Linsengericht | Maintal | Neuberg | Nidderau | Niederdorfelden | Rodenbach | Ronneburg | Schlüchtern | Schöneck | Sinntal | Steinau an der Straße | Wächtersbach
Ahlersbach | Breitenbach | Elm | Gundhelm | Herolz | Hohenzell | Hutten | Klosterhöfe | Kressenbach | Niederzell | Schlüchtern-Innenstadt | Vollmerz | Wallroth
