Jewel (Sängerin)

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Jewel (2009)
Jewel (2009)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Pieces of You
  DE 19 29.09.1997 (20 Wo.)
  AT 30 04.01.1998 (3 Wo.)
  US 4 17.02.1996 (114 Wo.)
Spirit
  DE 42 30.11.1998 (10 Wo.)
  AT 48 17.01.1999 (3 Wo.)
  CH 32 27.12.1998 (7 Wo.)
  UK 54 28.11.1998 (1 Wo.)
  US 3 05.12.1998 (51 Wo.)
Joy: A Holiday Collection
  US 32 20.11.1999 (9 Wo.)
This Way
  DE 13 04.03.2002 (15 Wo.)
  AT 35 03.03.2002 (6 Wo.)
  CH 14 10.03.2002 (13 Wo.)
  UK 34 09.03.2002 (3 Wo.)
  US 9 01.12.2001 (33 Wo.)
0304
  DE 33 15.09.2003 (3 Wo.)
  AT 74 14.09.2003 (1 Wo.)
  CH 45 07.09.2003 (5 Wo.)
  US 2 21.06.2003 (21 Wo.)
Goodbye Alice in Wonderland
  CH 34 14.05.2006 (7 Wo.)
  US 8 20.05.2006 (13 Wo.)
Perfectly Clear
  US 8 21.06.2008 (16 Wo.)
Lullaby
  US 117 23.05.2009 (1 Wo.)
Sweet & Wild
  US 11 26.06.2010 (11 Wo.)
Greatest Hits
  US 73 23.02.2013 (… Wo.)
Let It Snow: A Holiday Collection
  US 135 11.01.2014 (… Wo.)
Singles[1]
Who Will Save Your Soul
  UK 52 14.06.1997 (1 Wo.)
  US 11 01.06.1996 (30 Wo.)
You Were Meant for Me
  UK 32 09.08.1997 (3 Wo.)
  US 2 30.11.1996 (65 Wo.)
Foolish Games
  US 7 13.09.1997 (24 Wo.)
Hands
  UK 41 21.11.1998 (2 Wo.)
  US 6 05.12.1998 (16 Wo.)
Down so Long
  UK 38 26.06.1999 (2 Wo.)
  US 59 17.04.1999 (6 Wo.)
Standing Still
  US 25 17.11.2001 (20 Wo.)
Intuition
  DE 77 25.08.2003 (6 Wo.)
  CH 87 31.08.2003 (1 Wo.)
  UK 52 30.08.2003 (1 Wo.)
  US 20 10.05.2003 (20 Wo.)
Again and Again
  US 80 20.05.2006 (2 Wo.)
Stronger Woman
  US 84 23.02.2008 (20 Wo.)
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Jewel Kilcher, Dezember 2000

Jewel Kilcher (* 23. Mai 1974 in Payson, Utah), besser bekannt unter ihrem Vornamen Jewel, ist eine erfolgreiche (mehr als 25 Millionen verkaufte Tonträger) US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie schreibt ihre Songs selbst. Man findet bei ihr sowohl Liebeslieder als auch kritische Auseinandersetzung mit der amerikanischen Gesellschaft. Ihr wohl bekanntester Hit in Deutschland/Europa ist Standing Still aus dem Album This Way von 2001.

Biographie[Bearbeiten]

Jewel wuchs in Alaska auf, wo sie schon früh damit begann, ihre Eltern bei Auftritten in Inuit-Dörfern zu begleiten. Nach der Scheidung ihrer Eltern blieb sie bei ihrem Vater und begleitete ihn weiterhin bei Auftritten. Sieben Jahre später zog sie nach Michigan und studierte dort auf der Interlochen Arts Academy. In diesem Zeitraum begann sie auch, ihre ersten eigenen Songs zu schreiben. Nach ihrem Abschluss zog sie zu ihrer Mutter nach San Diego und verdiente ihr Geld mit Nebenjobs. Bei einem Auftritt in einem Kaffeehaus wurde sie von Atlantic Records entdeckt. Jewels Vater ist deutsch-schweizerischer Abstammung, ihre Mutter hat irische Wurzeln. Jewel selbst besitzt neben der US-amerikanischen auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Sie ist zudem eine Cousine zweiten Grades der Schauspielerin Q’orianka Kilcher.

Am 7. August 2008 heiratete Jewel den US-amerikanischen Rodeo-Star Ty Murray, mit dem sie zuvor bereits zehn Jahre liiert war, auf den Bahamas. Die beiden leben gemeinsam auf einer 890 Hektar großen Farm in Stephenville, Texas. 2011 brachte Jewel einen Sohn zur Welt. Es ist das erste Kind des Ehepaares.

Stilistische Merkmale ihrer Musik[Bearbeiten]

Ihre Anfangsalben enthalten oft Lieder, die ohne größeren Aufwand produziert worden sind (zum Teil nur mit Gitarrenbegleitung).

Auf ihrem 2003 erschienenen Album 03 04 brach sie mit dieser Tradition. Auf der CD ist ein Tanzvideo und sie experimentiert mit verschiedenen musikalischen Stilrichtungen (Dance, Klassischer Folk, Jazz, Beat, Pop, Techno, Soul), was von Teilen der Fans negativ aufgenommen wurde. Trotzdem erreichte 03 04 Platz 2 der US-amerikanischen Hitparade. Auf dem 2006 veröffentlichten Album Goodbye Alice in Wonderland kehrte Jewel wieder zu ihren musikalischen Wurzeln zurück.

Trivia[Bearbeiten]

  • Jewel Kilcher schrieb Teile ihrer Lyrik um, um nicht mit amerikanischen Juristen in Konflikt zu geraten (America).
  • Sie gründete und finanziert die Non-Profit-Organisation Higher Ground for Humanity, die sich um die Verbesserung der Wasserversorgung in Entwicklungsländern bemüht.
  • 1998 veröffentlichte sie einen Gedichtband A Night Without Armor (500.000 verkaufte Exemplare) und 2000 ihre Autobiographie Chasing Down the Dawn (Untertitel Stories from the Road).

Einige Textpassagen aus ihren Liedern[Bearbeiten]

  • Das Lied Pieces of You wirft die Frage auf, ob nicht das Hässliche, Schlechte oder Anderssein, was man bei anderen Menschen sieht, nicht auch ein Teil des eigenen Selbst ist:
„Sie ist ein hässliches Mädchen, möchtest du sie deswegen töten? Sie stellt keine Bedrohung dar. Hasst du sie, weil sie ein Teil von Dir ist?“
„Du sagst, er ist homosexuell. Möchtest du ihn deswegen verletzen? Hast du Angst, dass du auch einer von denen bist? Hasst du ihn, weil er ein Teil von dir ist?“
  • Man findet in ihren Liedern auch Auseinandersetzung mit der Religion.
who will save your soul (wer wird deine Seele retten). „Wer wird deine Seele retten, nach all den Lügen, die du erzählt hast? Wir sind so besorgt darum, unsere Seele zu retten, dass wir darüber vergessen, anzufangen“.
Ein auch in Europa bekannter Erfolg ist Intuition. Sie gibt in diesem Lied folgenden guten Rat: „follow your heart, your intuition, it will lead you in the right direction“ - folge deinem Herzen, deiner Intuition, sie wird dich in die richtige Richtung führen. Es ist ihre Antwort auf die Komplikationen des heutigen Alltags.

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

Im Jahre 1999 begann ihr Durchbruch als Schauspielerin in Ang Lees Film Wer mit dem Teufel reitet, an der Seite der Filmstars Skeet Ulrich und Tobey Maguire. Im Jahr 2004 arbeitete sie an ihrem zweiten Film Wave. Sie hatte einen Gastauftritt in Men in Trees und spielte live mit ihrer Band in der Serie Las Vegas.

Werke[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1995: Pieces of You
  • 1998: Spirit
  • 1999: Joy - A Holiday Collection
  • 2001: This Way
  • 2003: 03 04
  • 2006: Goodbye Alice in Wonderland
  • 2008: Perfectly Clear
  • 2009: Lullaby
  • 2010: Sweet & Wild
  • 2011: The Merry Goes 'Round (Album mit Kinderliedern)
  • 2013: Greatest Hits
  • 2013: Let It Snow - A Holiday Collection

Singles[Bearbeiten]

  • 1996: Who Will Save Your Soul
  • 1997: You Were Meant for Me
  • 1997: Foolish Games
  • 1998: Morning Song
  • 1998: Hands
  • 1999: Down so Long
  • 1999: Jupiter
  • 1999: Life Uncommon
  • 2000: What’s Simple Is True
  • 2001: Standing Still
  • 2002: Serve the Ego
  • 2002: This Way
  • 2002: Break Me
  • 2003: Intuition
  • 2003: Stand
  • 2003: 2 Become 1
  • 2006: Again and Again
  • 2006: Good Day
  • 2008: Stronger Woman
  • 2008: I Do
  • 2008: Till It Feels Like Cheating
  • 2010: Stay Here Forever
  • 2010: Satisfied
  • 2010: Ten

DVD[Bearbeiten]

  • 1999: A Life Uncommon
  • 2004: Live at Humphrey's by the Bay
  • 2008: The Essential Live Songbook

Bücher[Bearbeiten]

  • 1999: A Night Without Armor: Poems (auch als Hörbuch)
  • 2001: Chasing Down the Dawn: Stories from the Road (auch als Hörbuch)
  • 1999: Zu viele Nächte: Gedichte (auch als Hörbuch)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jewel Kilcher – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien