Johann Adolf von Zezschwitz

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Johann Adolf von Zezschwitz

Johann Adolf Freiherr von Zezschwitz (* 1. März 1779 in Taubenheim (Spree); † 3. März 1845) war ein sächsischer Militär und königlich sächsischer Kriegsminister. Er war der Neffe des sächsischen Generals der Kavallerie Hans Gottlob von Zezschwitz und stammte aus dem meißnischen Uradelsgeschlecht Zezschwitz.

Leben [Bearbeiten]

Zezschwitz wurde in der evangelischen Brüdergemeine zu Uhyst (Spree) erzogen. Er begann 1796 an der Universität Leipzig ein Studium der Rechte. Trotz guter Leistungen folgte er seinen Vorfahren in das sächsische Heer, wo er bereits 1797 zum Lieutenant im Carabiniers-Regiment befördert wurde.

Während des Herbstfeldzuges 1806 gehörte er als Ordonnanzoffizier dem Stab seines Onkels an. Von diesem wurde er mit der Nachricht der Niederlage bei Jena und Auerstedt zu König Friedrich August I. gesandt, den er so kennenlernte.

1809 rückte er als Souschef des Generalstabs der 2. Sächsischen Division (General von Polenz) des von Marschall Bernadotte befehligten 9. französischen Armeekorps in das Feld, zog die Aufmerksamkeit der Marschalls auf sich und wurde mit den Entwürfen für die Neugestaltung des sächsischen Heerwesens in das Land geschickt. Als diese Pläne zur Umsetzung gelangten, wurde Zezschwitz, der 1807 zum Premierlieutenant befördert und 1809 Hauptmann und bald darauf Major wurde, Generalstabsoffizier bei der von General von Gutschmidt befehligten Kavalleriedivision. Bei Ausbruch des Krieges 1812 wurde er zum Oberstleutnant befördert und mit dem Kommando über das Ulanenregiment „Prinz Clemens“ ausgestattet. Am 27. Juli 1812 geriet er mit drei Eskadrons der preußischen Heeresabteilung des Generals Heinrich von Klengel im Gefecht von Kobryn in russische Gefangenschaft.

Erst Ende 1813 kehrte er nach Sachsen zurück. Am Feldzug 1814 nahm er im Stab des Oberbefehlshabers des 3. deutschen Armeekorps, zu welchem die neuaufgestellten sächsischen Truppen gehörten, des Herzogs Karl August von Sachsen-Weimar, in Flandern und in Nordfrankreich teil. Nach dem Friedensschluss begleitete er den Herzog auf einer Reise nach Paris und nach England. Als Anfang Juni das 3. Korps aufgelöst wurde und aus den sächsischen Truppen ein gesondertes Korps unter dem Kommando des Generalleutnants Freiherrn von Thielmann gebildet wurde, wurde Oberst von Zezschwitz Chef dessen Generalstabs.

Mitte April 1815 trat Thielmann in preußische Dienste und verließ das Korps. Dadurch fiel Zezschwitz die Leitung der Geschäfte während des Feldzuges 1815 und der Maiereignisse von Lüttich zu. Anschließend führte er die Truppen nach Westfalen, wo sie in einen preußischen und einen sächsisch Teil geschieden wurden. Er hat über die Geschehnisse dieser Zeit eine Actenmäßige Darstellung der königlich preußischen Decimation des seinem Eide treugebliebenene sächsischen Heeres im Jahre 1815 niedergeschrieben, welche in Leipzig 1850 veröffentlicht wurde.

Zum in Frankreich stehenden Besatzungsheer des Herzogs von Wellington gehörte ein Kontingent von 5.000 Sachsen, die unter dem Befehl von Heinrich Adolf von Gablenz standen. Zezschwitz wurde dort Chef des Generalstabes und 1817 zum Generalmajor befördert, bevor er es Ende 1818 in die Heimat zurück führte.

Er ging zunächst als Bundes-Militärbevollmächtigter nach Frankfurt und wurde 1821 der Nachfolger Zeschaus als Präsident der königlich-sächsischen Kriegsverwaltungskammer. Zehn Jahre später wurde diese Stellung umgewandelt und Zezschwitz Staats- und Kriegsminister. Schlagfertig und redegewandt leistete er dem Heer wichtige Dienste in der Ständeversammlung, bis er aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste.

Er wurde am 5. September 1839 zum Kommandanten der Festung Königstein ernannt.

Literatur [Bearbeiten]