Johann Gotthard Reinhold

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Johann Gotthard Ritter Reinhold (* 8. März 1771 in Aachen; † 6. August 1838 in Hamburg) war ein niederländischer Diplomat und kurzzeitig Außenminister der Niederlande.

Der Vater Johann Friedrich Reinhold war Kaufmann in Amsterdam, wo Reinhold bis 1777 auch lebte. Bis 1783 erhielt Reinhold in Karlsruhe Privatunterreicht und studierte dann auf der Militärakademie in Stuttgart. Nachdem er sich in Frankreich im Handelsstand versucht hatte, trat er 1793 als Leutnant in das Infanterieregiment "Margraf von Baden" ein und war dort bis Dezember 1795 im Kriegsdienst. 1795 kam er mit Urlaub nach Hamburg und wurde 1800 bis zum September 1809 Geschäftsträger bei den Hansestädten daselbst. Von Juli 1809 bis Juli 1810 war er Botschafter in Berlin, die Botschaft wurde aber auf Wunsch Frankreichs geschlossen und er zog sich 1810 pensioniert nach Paris zurück. 1814 wurde er Gesandter in Rom und verhandelte dort, obwohl selbst evangelischen Glaubens, im Auftrag des Außenministeriums im Kirchenstaat über ein Konkordat. 1824 übernahm er als Nachfolger von Carel van Nagell van Ampsen von Januar bis Mitte Mai das Ministerium des Äußeren. 1825 ging er wieder als Gesandter nach Rom und 1827–32 in gleicher Eigenschaft nach Bern. Er zog sich dann aus dem Staatsdienst zurück und lebte in Hamburg, wo er am 6. August 1838 starb. Er übersetzte Petrarca; seinen dichterischen Nachlass gab Karl August Varnhagen von Ense, Lpz. 1853, 2 Bde. heraus.

Quellen [Bearbeiten]

Pierer-1857 Logo.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Pierers Enzyklopädisches Wörterbuch, 4. Auflage von 1857–1865.
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