Riß

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Riß. Zu gleich klingenden Begriffen siehe Riss sowie Riß (Steilhang).
Riß
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Die Riß südlich von Biberach an der Riß

Die Riß südlich von Biberach an der Riß

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1136
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Ursprung bei Michelwinnaden (Kalte Riß)
47° 57′ 32″ N, 9° 43′ 44″ O47.9588888888899.72875
in Winterstettendorf (Warme Riß)
47° 59′ 16″ N, 9° 44′ 9″ O47.9877777777789.7358333333333587
Quellhöhe 587 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen (Kalte Riß)
563 m ü. NN (Warme Riß)
Mündung nördlich von Rißtissen in die Donau48.2852777777789.8183333333333485Koordinaten: 48° 17′ 7″ N, 9° 49′ 6″ O
48° 17′ 7″ N, 9° 49′ 6″ O48.2852777777789.8183333333333485
Mündungshöhe 485 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 102 m
Länge 50 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Federbach (bei Ingoldingen),
Rotbach (in Biberach an der Riß),
Mühlbach (bei Schemmerhofen),
Ingerkinger Rotbach (in Obersulmetingen),
Schlaibach (in Untersulmetingen),
Aischbach (bei Untersulmetingen)
Rechte Nebenflüsse Lauter (bei Ingoldingen-Degernau),
Umlach (bei Ummendorf)
Mittelstädte Biberach an der Riß, Ehingen
Kleinstädte Bad Waldsee, Laupheim
Gemeinden Ingoldingen, Hochdorf, Ummendorf, Warthausen, Schemmerhofen, Öpfingen

Die Riß [rɪs] ist ein rund 50 Kilometer langer rechter bzw. südlicher Nebenfluss der Donau in Oberschwaben, Baden-Württemberg (Deutschland). Ihre Quellbäche sind die Kalte Riß und die Warme Riß.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Riß verläuft in den Landkreisen Ravensburg und Biberach sowie im Alb-Donau-Kreis. Der Fluss hat zwei Quellbäche: Die längere und südlichere Kalte Riß entspringt südlich von Michelwinnaden (nördlicher Stadtteil von Bad Waldsee) im Landkreis Ravensburg, die kürzere und nördlichere Warme Riß in Winterstettendorf im Landkreis Biberach (südlicher Gemeindeteil von Ingoldingen).

Die Kalte Riß fließt von ihrer Quelle, die sich etwa 600 Meter südlich der Kirche von Michelwinnaden auf einem Acker- und Wiesengelände nördlich des Tannwalds befindet, in überwiegend nördlicher Richtung und anfangs im Dorf durch den Burgweiher. Unterhalb bzw. nördlich der Ortschaft verläuft sie, das Wasser des von Südwesten kommenden Bächleins „Alte Riß“ aufnehmend, in Richtung aber nicht durch Winterstettendorf, um etwas weiter flussabwärts mit der aus diesem Dorf heranfließenden Warmen Riß zusammenzufließen.

Die Warme Riß fließt von ihrer Quelle in Winterstettendorf, dem Mühleweiher, auch meist nach Norden; im Dorf heißt eine kurze Sackgasse südwestlich des Weihers „Am Rißursprung“. Etwa einen halben Kilometer unterhalb, nördlich der Ortschaft vereint sie sich mit der Kalten Riß.

Auf diese Weise vereint verläuft die Riß weiterhin überwiegend nordwärts, wobei sich der Fluss in das Altmoränengebiet der Riß-Aitrach-Platte geschnitten hat. Sie fließt durch Winterstettenstadt (südlicher Gemeindeteil von Ingoldingen) und dann östlich vorbei am Kernort von Ingoldingen, wo der aus Richtung Nordwesten kommende Federbach einmündet. Danach nimmt die Riß bei Degernau (östlicher Gemeindeteil von Ingoldingen) die von Südosten heranfließende Lauter auf und fließt zwischen Schweinhausen und Appendorf (westliche Gemeindeteile von Hochdorf) hindurch, wobei sie westlich die bei Hochdorf gelegene Hochfläche Hochgeländ passiert. Anschließend verläuft sie westlich vorbei an Ummendorf, wonach ihr beim Kneippkurbad Jordanbad (zu Biberach an der Riß gehörend) die aus dieser Gemeinde bzw. aus Richtung Südosten heranfließende Umlach einmündet. Die Riß verläuft weiter nach und durch Biberach an der Riß, wo ihr der von Südwesten kommende Rotbach zufließt.

Wasserrad in Biberach-Birkendorf
Die Riß bei Biberach

Unterhalb von Biberach an der Riß verläuft die Riß über Warthausen und Langenschemmern (Gemeindeteil von Schemmerhofen), wo der aus Richtung Westen heranfließende Mühlbach einmündet, nach Schemmerberg (Gemeindeteil von Schemmerhofen). Weiter nördlich fließt sie durch Ober- und Untersulmetingen (westliche Stadtteile von Laupheim), wobei ihr in Obersulmetingen der von Westen kommende Inkerkinger Rotbach und in Untersulmetingen der von Westen heranfließende Schlaibach und direkt nördlich davon beim Weiler Niederkirch der aus gleicher Richtung kommende Aischbach zufließen. In diesem Gebiet verläuft bis zur Rißmündung wenige Kilometer östlich parallel zur Riß der Donau-Zufluss Dürnach nach Norden.

Darauf fließt die Riß durch Rißtissen (östlicher Stadtteil von Ehingen) im Alb-Donau-Kreis, um wenig später mit vier Mündungsarmen (teils künstlich angelegt) in die aus Richtung Südwesten heranfließende Donau zu münden; nördlich von Rißtissen zweigt der Rißkanal von der Riß ab. Der Rißmündung gegenüber liegt am nördlichen Donauufer die Gemeinde Öpfingen.

Wasserscheide[Bearbeiten]

Das Quellgebiet der Riß befindet sich an der Rhein-Donau-Wasserscheide, die ein Teil der Europäischen Wasserscheide ist. Während die aus ihren zwei Quellbächen im Gebiet von Michelwinnaden und Winterstettendorf entstehende Riß in überwiegend nördlicher Richtung zur Donau fließt, verläuft die Schussen, die etwas weiter nordwestlich nahe Bad Schussenried entspringt, in zumeist südlicher Richtung in den Bodensee und damit in den Rhein.

Rißeiszeit[Bearbeiten]

Die Riß ist Namensgeberin für die vorletzte Eiszeit, die Rißeiszeit (in Norddeutschland auch Saaleeiszeit genannt). In der naturkundlichen Abteilung des Braith-Mali-Museums in Biberach an der Riß finden sich viele anschauliche Modelle zur Rißeiszeit.

Weblinks[Bearbeiten]