Warthausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Landgemeinde in Baden-Württemberg. Zum Familiennamen siehe Koenig-Warthausen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Warthausen
Warthausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warthausen hervorgehoben
48.1266666666679.7958333333333590Koordinaten: 48° 8′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 26 km²
Einwohner: 4976 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 88447,
88400 (Scholterhaus)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07351
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 128
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alte Biberacher Str. 13
88447 Warthausen
Webpräsenz: www.warthausen.de
Bürgermeister: Wolfgang Jautz (parteilos)
Lage der Gemeinde Warthausen im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild
Warthausen 1905

Warthausen gehört mit rund 5.000 Einwohnern zu den größten Landgemeinden im baden-württembergischen Landkreis Biberach.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Warthausen liegt 4 km nördlich von Biberach an der Riß und 38 km südlich von Ulm. Die Gemeinde wird von dem südlichen Donau-Zufluss Riß durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Warthausen besteht aus dem Hauptort Warthausen mit Oberhöfen und Röhrwangen sowie aus den Teilorten Birkenhard und Höfen mit Barabein, Galmutshöfen, Herrlishöfen, Rappenhof und Rißhöfen.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Birkenhard
Birkenhard

Am 1. Januar 1973 wurde Birkenhard nach Warthausen eingemeindet.

Höfen
Höfen

Die Eingemeindung von Höfen erfolgte am 1. Mai 1974.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Als Nachfolger von Franz Wohnhaas, der seit 1987 im Amt war und nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Cai-Ullrich Fark 2003 zum Bürgermeister von Warthausen gewählt. Fark war zum Zeitpunkt der Bewerbung Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Er verließ Die Grünen jedoch im Oktober 2008 und trat im Dezember 2008 der CDU bei. Vorausgegangen waren Meinungsunterschiede über die Zukunft der Hauptschule.[2] Am 17. Oktober 2010 wurde er von Wolfgang Jautz (parteilos) abgelöst. Mit 53,73 Prozent der Stimmen setzte sich Jautz gegen den Amtsinhaber durch, der nur auf 46,02 Prozent der Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,9 Prozent.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich die folgende Sitzverteilung:

  • FWG – 63,9 % (−1,3) – 10 Sitze (±0)
  • CDU – 36,1 % (+1,3) – 5 Sitze (±0)

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öchsle-Bahn
Das Öchsle bei Herrlishöfen

Verkehr[Bearbeiten]

Warthausen liegt an der württembergischen Südbahn UlmFriedrichshafen. Der ehemalige Bahnhof dient heute als Knopfmuseum. Seit 2001 gibt es wieder eine Haltestelle für Regionalzüge. Bis Ulm und bis Bad Schussenried gilt der Tarif des Donau-Iller-Nahverkehrsverbundes.

Anschluss an das Autobahnnetz über das Autobahndreieck Neu-Ulm besteht über die vierspurige Bundesstraße 30.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Warthausen
Knopfmuseum im Bahnhof

In Warthausen beginnt der Öchsle-Radweg nach Ochsenhausen, der streckenweise parallel zur Trasse der Öchsle-Bahn verläuft.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Knopfmuseum im ehemaligen Bahnhofsgebäude wurde im Frühjahr 1999 eröffnet.
  • Das Öchsle, eine Schmalspur-Museumseisenbahn, fährt von Mai bis Oktober an den Wochenenden, außerdem gibt es Sonderfahrten auf der Strecke Warthausen-Ochsenhausen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Schloss Warthausen (16. Jahrhundert) war seit 1696 im Besitz der Grafen von Stadion. 1829 erwarb es Wilhelm von König-Warthausen. Das Schloss wurde von zahlreichen Persönlichkeiten der Geschichte bewohnt, unter anderem von Graf Anton Heinrich Friedrich von Stadion, Christoph Martin Wieland, Johann Heinrich Tischbein der Ältere, Sophie von La Roche, Friedrich Karl von Koenig-Warthausen. Seit 1985 sind Schloss und Gut im Besitz von Franz Freiherr von Ulm zu Erbach.

Die Brauerei Warthausen (Gründung: 1632; Schließung: 1970) war als Bierlieferant für bis zu 400 Gaststätten in ganz Süddeutschland bekannt und beliebtes Ausflugsziel. Heute ist im Brauereigebäude ein Pflegeheim untergebracht.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Julius Steiner (* 1924 in Stuttgart; † 1997 in Friedberg, Bayern) nutzte das Bestechungsgeld, das er für seine Enthaltung 1972 beim Misstrauensvotum gegen Willy Brandt erhalten hatte, um sein Einfamilienhaus in Warthausen-Oberhöfen zu finanzieren (vgl. auch Steiner-Wienand-Affäre).


Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837 (Volltext bei Wikisource)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Warthausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Schwäbische Zeitung vom 16. Dezember 2008, S. 3 sowie Schwäbische Zeitung vom 30. Oktober 2008 (online, abgerufen am 16. Dezember 2008)