Warthausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Biberach | |
| Höhe: | 590 m ü. NN | |
| Fläche: | 26 km² | |
| Einwohner: |
5016 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 193 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88447 | |
| Vorwahl: | 07351 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BC | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 26 128 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Alte Biberacher Str. 13 88447 Warthausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Jautz (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Warthausen im Landkreis Biberach | ||
Warthausen gehört mit rund 5000 Einwohnern zu den größten Landgemeinden im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Warthausen liegt 4 km nördlich von Biberach an der Riß und 38 km südlich von Ulm. Die Gemeinde wird von einem Abschnitt des südlichen Donau-Zuflusses Riß durchflossen.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Warthausen besteht aus dem Hauptort Warthausen mit Oberhöfen und Röhrwangen, sowie aus den Teilorten Birkenhard und Höfen mit Barabein, Galmutshöfen, Herrlishöfen, Rappenhof und Rißhöfen.
Geschichte [Bearbeiten]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Birkenhard |
Am 1. Januar 1973 wurde Birkenhard nach Warthausen eingemeindet. |
Höfen |
Die Eingemeindung von Höfen erfolgte am 1. Mai 1974. |
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Als Nachfolger von Franz Wohnhaas, der seit 1987 Bürgermeister der Gemeinde war und nicht mehr zur Wiederwahl antrat, wurde Cai-Ullrich Fark 2003 zum Bürgermeister von Warthausen gewählt. Er war zum Zeitpunkt der Bewerbung Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Er verließ die Grünen jedoch im Oktober 2008 und trat im Dezember 2008 der CDU bei. Vorausgegangen waren Meinungsunterschiede über die Zukunft der Hauptschule.[2] Am 17. Oktober 2010 wurde er durch Wolfgang Jautz (parteilos) abgelöst. Mit 53,73 Prozent der Stimmen setzte sich Jautz gegen den bisherigen Amtsinhaber durch, der nur 46,02 Prozent der Stimmen erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,9 Prozent.
Gemeinderat [Bearbeiten]
Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Städtepartnerschaft [Bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Warthausen liegt an der Württembergischen Südbahn Ulm–Friedrichshafen. Der ehemalige Bahnhof dient heute als Knopf-Museum. Seit 2001 gibt es wieder eine Haltestelle für Regionalzüge. Der Nahverkehr kann bis Ulm und Bad Schussenried mit dem Tarif des Donau-Iller-Nahverkehrsverbundes benutzt werden.
Über die vierspurige Bundesstraße 30 zum Autobahndreieck Neu-Ulm besteht ein Anschluss an das Autobahnnetz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In Warthausen beginnt der Öchsle-Radweg welcher streckenweise parallel zur Trasse des Öchsle nach Ochsenhausen führt.
Museen [Bearbeiten]
- Das Knopf-Museum im ehemaligen Bahnhofsgebäude eröffnete im Frühjahr 1999.
- Das „Öchsle“, eine Schmalspur-Museumseisenbahn, fährt an Wochenenden von Mai bis Oktober sowie Sonderfahrten auf der Strecke Warthausen-Ochsenhausen.
Bauwerke [Bearbeiten]
Das Schloss Warthausen (16. Jahrhundert) wurde von zahlreichen Persönlichkeiten der Geschichte bewohnt, unter anderem Graf Anton Heinrich Friedrich von Stadion, Christoph Martin Wieland, Johann Heinrich Tischbein der Ältere, Sophie von La Roche, Freiherr Friedrich August Karl von Koenig. Seit 1985 sind Schloss und Gut im Privatbesitz von Franz Freiherr von Ulm-Erbach.
Die Brauerei Warthausen (Gründung: 1632 Schließung: 1970) war als Bierlieferant für bis zu 400 Gaststätten in ganz Süddeutschland bekannt und wurde gerne als Ausflugsziel ausgewählt. Heute ist im Brauereigebäude ein Pflegeheim untergebracht.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Richard Freiherr Koenig von und zu Warthausen (1830–1911), Naturforscher
- Friedrich Karl Freiherr Koenig von und zu Warthausen (1906–1986), geboren auf Schloss Warthausen, Pilot, Jurist und Autor (1928/1929 Flugweltrekord Berlin–Moskau mit anschließendem Flug um die Welt)
- Karl Arnold (1901–1958), geboren in Herrlishöfen, Politiker (Zentrum, CDU), MdB, MdL (Nordrhein-Westfalen), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (1947–1956)
- Rüdiger Vogler (* 1942), Schauspieler
- Karl Imhof, Pfarrer und Ehrenbürger von Warthausen und Bedernau (Mindelheim)
Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen [Bearbeiten]
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Julius Steiner (* 1924 in Stuttgart; † 1997 in Friedberg (Bayern)) nutzte das Bestechungsgeld, das er für seine Enthaltung beim Misstrauensvotum gegen Willy Brandt erhalten hatte, um sein in Warthausen-Oberhöfen erbautes Einfamilienhaus zu finanzieren (vgl. auch Steiner-Wienand-Affäre).
Literatur [Bearbeiten]
- Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837 (Volltext bei Wikisource)
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Schwäbische Zeitung vom 16. Dezember 2008, S. 3 sowie Schwäbische Zeitung vom 30. Oktober 2008 (online, abgerufen am 16. Dezember 2008)
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