Karl Wagenfeld

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Die frühere Karl-Wagenfeldstraße in Sundern nach der Umbenennung

Karl Wagenfeld (* 5. April 1869 in Lüdinghausen; † 19. Dezember 1939 in Münster) war ein deutscher Heimataktivist, -forscher und -dichter vornehmlich niederdeutscher Sprache.

Leben[Bearbeiten]

Karl Wagenfeld wurde am 5. April 1869 in Lüdinghausen als Sohn eines Eisenbahnbeamten geboren. Sein Vater wurde bald nach der Geburt des Sohnes nach Drensteinfurt versetzt, wo damals ausschließlich das Plattdeutsche Umgangssprache war, so dass es für Wagenfeld Primärsprache wurde. Nach dem Besuch der Volksschule in Drensteinfurt (1875 bis 1883) entschied er sich, Volksschullehrer zu werden. Der örtliche Pfarrer Friedrich Möllenbeck erteilte ihm zudem Privatunterricht im Lateinischen. Parallel dazu wurde er in den Fächern der Präparandenanstalt unterrichtet.

Vom Herbst 1886 an besuchte Wagenfeld das Warendorfer Lehrerseminar, das er im August 1889 mit dem ersten Staatsexamen abschloss. Seine Lehrertätigkeit begann er danach in einer Bauerschaftsschule im Dorf Göttingen bei Liesborn im damaligen Kreis Beckum. 1891 wurde er nach Bockholt im Kreis Recklinghausen und 1896 nach Recklinghausen versetzt. Seit 1899 unterrichtete er an der Martinischule in Münster.

In dieser Zeit begann Wagenfeld, sich intensiv mit der Heimatpflege zu beschäftigen. Er war einer der Begründer des Westfälischen Heimatbundes (WHB), die 1915 erfolgte und dessen kulturpolitische Ausrichtung im weiteren Verlauf „in erster Linie“ er bestimmte und theoretisch fundierte.[1] Das geschah auf völkischer Grundlage. Mit Blick auf die Gründung des WHB hatte er bereits 1913 erklärt, die „Heimatfrage“ sei keine der Landschaft, des Hausbaus oder der Sprache, „sondern eine Rassenfrage, eine Stammesfrage“, weil die Gefahr bestehe, dass „das Slaventum und die Fremdlinge des Industriebezirks“ in „einer neuen Völkerwanderung … uns überrennen, unsere ganze völkische Art zugrunde richten“ würden. Daher müsse „jedem Volksgenossen das Heimat- und Stammesgefühl hinein gehämmert“ werden.[2] Hier sah er die zentrale Aufgabe der westfälischen Heimatbewegung.

Während des Ersten Weltkriegs betätigte sich Wagenfeld, der nie selbst im Fronteinsatz war, umfangreich als Kriegspropagandist. Dieser Teil seines Schaffens wurde in späteren Werkausgaben ausgeklammert, so dass er heute weitgehend unbekannt ist.[3]

Von 1921 bis 1926 übernahm er auch die Geschäftsführung des Heimatbundes. Im Anschluss daran war er zunächst stellvertretender Vorsitzender und von 1933 bis 1934 Vorsitzender. 1919 übernahm er gemeinsam mit Friedrich Castelle die Redaktion des volkskundlichen Teils der Heimatblätter der Roten Erde. Als Castelle ausschied, hatte er die Redaktion bis zur Einstellung der Zeitschrift 1927 allein inne.

Um den Vereinsverpflichtungen und volkskundlichen Forschungen nachgehen zu können, hatte ihn der Kultusminister 1914 auf Antrag des „Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde“ für die Sammlung westfälischer Volkslieder beurlaubt. Aufgrund des Kriegs trat er diese Tätigkeit aber erst 1919 an. Es folgte 1925 der einstweilige, 1932 dann der endgültige Ruhestand. In den letzten zehn Jahren seines Lebens war Wagenfeld von Krankheit geschwächt. Er starb am 19. Dezember 1939 in Münster.[4]

So wie Wagenfeld als „Triebkraft der westfälischen Heimatbewegung“ gilt, gilt er zugleich als Repräsentant fremdenfeindlicher und rassistischer Anschauungen, „die mit der nationalsozialistischen Ideologie übereinstimmten“. 1923 erklärte er in seiner Rede auf dem Westfalentag in Soest zur Migration in das Industriegebiet an Rhein und Ruhr, "gerade der Heimatgedanke" sei "berufen ..., den besten Schutzwall aufzurichten gegen das Vordringen einer volksfremden Kultur, die sich im Westen Deutschlands einnisten möchte.“[5] 1926/27 forderte er in einer Heimatpublikation „Rassereinheit“. Dem „Rassengemisch der Großstadt“ stellte er den „blonden Niederdeutschen“ entgegen. Er war ein Befürworter der Eugenik zum Schutz des "Stammes- und Blutserbes der Väter" gegenüber "Fremdrassigen". Die Gegner der Heimatbewegung und ihrer Ziele sah er teils in Angehörigen fremder Völker außerhalb der deutschen Grenzen, teils in "Fremdrassigen" innerhalb der deutschen Grenzen, die "das deutsche Gastrecht mißbrauchen" würden. Er drohte ihnen, wer die Heimat nicht ehre, der sei "ein Lump und des Glücks in der Heimat nicht wert.“[6] Gegen diese Lumpen gebe es "nur Kampf, Kampf bis zum sieghaften Ende". 1931 warnte er mit dem Ziel eines besseren "Heimatschutzes" vor rassehygienischen Verfehlungen: „Eheschließungen mit ihren Blutmischungen verschiedener Stämme und Rassen" würden "fortdauernd und nicht immer günstig die stammlichen Erbmassen (beeinflussen).“[7] Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und ihre deutschnationalen Bündnispartner begrüßte er als Erfüllung der Ziele der Heimatbewegung. Noch vor dem Beginn der gegen "Konjunkturritter" gerichteten mehrjährigen Eintrittssperre in die NSDAP gelang ihm Ende April 1933 die Aufnahme in die Partei. Gegenüber einem nationalsozialistischen Freund begründete er seinen Eintritt damit, "die unbedingte Notwendigkeit" erkannt zu haben, "unbedingt der N.S.D.A.P. bei[zu]treten". Wer in ihm einen "Konjunkturjäger" sehe, dem schlage er "in die Fresse". Er hoffe, dass er "jetzt noch besser als früher Schulter an Schulter" mit seinem Freund für die "deutsche Sache arbeiten" könne. Später bekannte er, es müsse "der deutsche Mensch als Träger deutschen Wesens ... Mittel und Endpunkt deutschen Heimatschutzes" sein. "Deutscher Heimatschutz" müsse "Volkssache" werden, und bekundete: "Das neue Reich brachte meiner Forderung die Erfüllung."

Als Vorsitzender des WHB gestaltete er den Westfalentag am 16./17. September 1933 zur NS-Propagandaschau.[8] Das Ereignis war unter das Motto "Heimat und Reich" gestellt, das für das Bündnis von Heimatbewegung und Nationalsozialismus stand. Dieses Bündnis befürwortete Wagenfeld. Er bedankte sich in seiner Rede beim "Führer" und gelobte "westfälische Treue, ihm und seinem großen Werke ein frommes 'Guod help!' ein hoffnungsreiches 'Glückauf', ein mannhaftes 'Sieg Heil!'"[9] Der WHB wurde anlässlich des Westfalentages jedoch aufgelöst und in den Reichsbund Volkstum und Heimat (RVH) überführt. Dieser wiederum wurde Ende 1933 in das "Amt für Volkstum und Heimat" der NSG Kraft durch Freude eingegliedert. Der Vorstand des WHB wurde abgelöst, Wagenfeld blieb aber Landschaftsführer und wurde am 29. März 1934 als „Fachreferent für westfälische Heimatfragen“ in die Reichsleitung des RVH berufen. Allerdings hinderte eine fortschreitende Krankheit Wagenfeld an der Weiterarbeit, so dass bereits am 21. April 1934 Landeshauptmann Karl-Friedrich Kolbow Wagenfelds Nachfolge als Landschaftsführer im RVH antrat.

Karl Ditt vom Institut für westfälische Regionalgeschichte des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und Experte für Fragen der westfälischen Heimatbewegung sah ihn vor diesem Hintergrund als „Wegbereiter und Propagandisten des Nationalsozialismus“.[10]

Der westfälische Autor und Publizist Rainer Schepper charakterisierte 1990 Wagenfelds Menschen- und Weltbild auf Basis wagenfeldscher Selbstaussagen so: „Neger, Kaffern und Hottentotten sind Halbtiere, Menschen in ‚Krüppel- und Idiotenanstalten‘, in Fürsorgeheimen und Strafanstalten sind körperlich und geistig Minderwertige. Es ist jenes Menschenbild, das der Nationalsozialismus zur Errichtung seiner Ideologie vom Herrenmenschen und Untermenschen, zum Erlass der Nürnberger Gesetze vom 16. September 1935, zur Euthanasie geistig und psychisch kranker Menschen, zum Kampf gegen alles ‚Artfremde‘, zum Krieg gegen ‚Frankreichs Haß‘ und ‚Polens Gier‘ benötigte und benutzte.“[11]

Das Lexikon westfälischer Autorinnen und Autoren der Literaturkommission des LWL schließt mit diesem Zitat seinen Wagenfeld-Artikel ab.[4]

Ehrung, Kritik und Rücknahme[9][Bearbeiten]

  • 1916: Preis der Johannes Fastenrath-Stiftung
  • 1924: John-Brinckman-Preis
  • 1929: Ehrendoktorwürde der Universität Münster
  • 1931: Ehrenmitgliedschaft im Heimatbund Niedersachsen
  • 1933: Ehrengabe der Provinz Westfalen (Wohnhaus in der Görresstraße, Münster)
  • 1939: Begründung der Karl-Wagenfeld-Stiftung durch die Stadt Soest[12]
  • 1939: dritter Empfänger des alle zwei Jahre von 1935 bis 1943 vergebenen, mit 10.000 Reichsmark dotierten Westfälischen Literaturpreises nach Maria Kahle und Josefa Berens-Totenohl und vor Heinrich Luhmann und Christine Koch
  • 1939: Ehrengabe des Führers Adolf Hitler in Höhe von 1.000 Reichsmark
  • 1940 Umbenennung des Westfälischen Heimatpflegepreises der Stadt Soest in Karl-Wagenfeld-Preis[13]
  • 1949: Karl-Wagenfeld-Gedächtnisfeier zum 80. Geburtstag
  • 1951: Straßenbenennung in Münster
  • 1954-1956: Herausgabe seiner zweibändigen Gesammelten Werke durch Friedrich Castelle
  • 1967: Benennung einer Realschule in Münster nach Wagenfeld

Zahlreiche Straßen in westfälischen Städten erhielten den Namen Wagenfeld, was inzwischen aufgrund seiner Rolle als „aktive Stütze des NS-Regimes“[14] an vielen Orten auf Widerspruch stößt und zu Umbenennungen führte. Die Münsteraner Begründung kann als repräsentativ gelten, nach der „Wagenfeld sich aus voller Überzeugung, nicht aus opportunistischen Gründen, dem NS-Regime angedient hat. Auf seiner Arbeit vor 1933 konnte die nationalsozialistische Ideologie aufbauen.“[15] In der Regel wurden die Beschlüsse einstimmig oder gegen eine kleine Minderheit gefasst.

Inzwischen liegen Umbenennungen aus den folgenden Orten vor: Arnsberg (2013),[16] Burgsteinfurt (2012, neuer Namensgeber: James Henry C. Lindesay, britischer Stadtkommandant),[17] Emsdetten (neuer Namensgeber: Wilhelm Wagenfeld, Bauhaus-Designer), Ibbenbüren (neuer Namensgeber: Wilhelm Wagenfeld), Laer (neuer Namensgeber: Wilhelm Wagenfeld),[18] Lünen (2012, neuer Namensgeber: Ernesto Piepenbring),[19] Metelen (2012, neuer Name: Josefweg),[20] Münster (2012, neuer Namensgeber: Robert Blum), Neuenkirchen (neuer Namensgeber: Heinrich Heine),[21] Neuenkirchen-St. Arnold (2011, neuer Namensgeber: Erich Kästner),[22] Ochtrup (2012),[23] Ostbevern (2011, neuer Namensgeber: Bernhard Tüssing, Sohn des Rentmeisters von Burg Bevern),[24] Paderborn-Elsen (2013, neuer Name: Lavendelweg),[25] Rheine-Mesum (2012, neuer Namensgeber: Wolfgang Borchert),[26] Telgte (2012, neuer Namensgeber: Salomon Lefmann).[27] Warstein (2012, neue Namensgeberin: Josefa Hoffmann).[28] In Ahlen hat die Diskussion eingesetzt, ist aber noch nicht abgeschlossen.[29] In Dortmund befürwortet das Stadtarchiv in einer Stellungnahme eine Umbenennung der Wagenfeldstraße.[30]

Der Wagenfeld-Experte Karl Ditt sprach sich 2011 gegen Umbenennungen aus und riet statt dessen zur aufklärenden Ergänzung der Straßenschilder.[31] In diesem Sinne entschieden sich die Kommunen in Drensteinfurt (2010)[32] und Ahaus (2012)[33] sowie in Sendenhorst (2012), wo eine große Mehrheit aus den Vertretern von SPD, CDU und FDP im Stadtentwicklungsausschuss die Umbenennung nachdrücklich ablehnte.[34] Gegen derartige Zusatzschilder lautete der Einwand in Neuenkirchen-St. Arnold „Dann müssen wir uns ständig fragen lassen, warum wir trotz dieses Wissens die Straßen nicht umbenennen.“[35][36]

In Ochtrup machte die (in der anschließenden Abstimmung unterlegene) CDU-Fraktion den Vorschlag, den Namen beizubehalten, aber zusätzlich ein Schild mit QR-Code anzubringen, da sich jedermann so über die wagenfeldschen NS-Aktivitäten informieren könne.[23]

An der Karl-Wagenfeld-Realschule in Münster setzte 2011 eine Diskussion um den Namen ein, die 2013 mit dem Antrag der Schulkonferenz an den Rat endete, die Schule nach dem Gründer des Zoos in Münster, Hermann Landois, umzubenennen.[37] Nachdem gegen Landois begründet Rassismus-Vorwürfe erhoben wurden, wurde die Diskussion so schwierig, dass eine Entscheidung bislang aussteht.[38]

Neben der in Münster nach Wagenfeld benannten Realschule gab es bis 2012 eine Grundschule dieses Namens in Arnsberg.[39] Nach Beschluss des Stadtrates wurde sie 2012 in Graf-Gottfried-Schule umbenannt.

Schriften[Bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten]

Zum Werk Wagenfelds gehören zahlreiche Dramen – vornehmlich für die Bauernbühne (bekannt sind noch heute z. B. Daud un Düwel und De Antichrist) – Versdichtungen und Erzählungen. Letztere haben Kindheitserinnerungen und Naturschilderungen zum Thema, aber auch volkstümliche Geschichten aus dem Münsterland wie Visionen von überirdischen Mächten (z. B. in De Vuegelfrauenversammlunk oder Janns Bauhnenkamps Höllenfahrt) sind Gegenstand seiner Prosawerke.

Von einem Teil der zeitgenössischen Literaturexperten wurde Wagenfeld hoch geschätzt und mit Attributen belegt wie „einer der besten niederdeutschen Poeten“ (1913)[40] oder einer der "bedeutendsten neuplattdeutschen Dichter. Dramatiker und Epiker" und "Meister der kurzen Erzählung in westfälischem Platt" (1920).[41] In der Laudatio anlässlich der Verleihung des John-Brinckman-Preises (1924) hieß es, er stehe „so hoch un grot dor, dat hem upstunns keen anner plattdütsch Dichter Gegenstand leisten“ könne.[42] Der 1933 an der Bücherverbrennung beteiligte Germanist Wolfgang Stammler bezeichnete ihn 1920 in seiner Geschichte der niederdeutschen Literatur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart als "bedeutendste[n] von allen lebenden niederdeutschen Dichtern".[43]

Andere, auch ideologisch nahestehende Literaturwissenschaftler blieben zurückhaltender. Die in zahlreichen Auflagen erschienene "Geschichte der deutschen Literatur" von Adolf Bartels auf dem Stand von 1928 erwähnt Wagenfeld nach dessen literarischen Erfolgen doch nur kurz als einen von zahlreichen anderen plattdeutschen Autoren.[44]

Die positiven Bewertungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden heute nicht mehr vertreten. Das zur Zeit zwölfbändige Killy-Literaturlexikon nennt ihn nicht.[45] In der regionalen Literaturgeschichte wird er als ein literarischer "Wegbereiter des Nationalsozialismus" bezeichnet, der bereits in seinen Gedichten zum Ersten Weltkrieg als Propagandist aufgetreten und dessen "Sarkasmus" sich bereits damals "auch gegen die Juden" gerichtet habe (2009).[46] Das Portal Westfälische Geschichte des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe stellt kurz und knapp fest: "westfälischer Mundartschriftsteller mit nationalistisch-rassistischer Grundhaltung".[47]

Heimatforschung[Bearbeiten]

Wagenfeld beschäftigte sich mit der Überlieferung von Bräuchen und Tänzen aus dem münsterländischen Volksleben, insbesondere von Liedern, die zu Bauernhochzeiten und Schützenfesten gesungen wurden. Althergebrachte Sprichwörter, Redensarten, Kinderverse und -lieder, Glaube und Aberglaube im Münsterland, Namens- und Begriffsforschung waren weitere Themen.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Christoph Schmidt, Nationalsozialistische Kulturpolitik im Gau Westfalen-Nord. Regionale Strukturen und lokale Milieus (1933-1945), Paderborn 2006, S. 85.
  2. Zit. nach: Christoph Schmidt, Nationalsozialistische Kulturpolitik im Gau Westfalen-Nord. Regionale Strukturen und lokale Milieus (1933-1945), Paderborn 2006, S. 85f.
  3. Peter Bürger, „Auch mit halbem Kopf kann ein Soldat glücklich sein“, in: Telepolis, 13. Juni 2012, S. 2–3', siehe: [1]; Peter Bürger, 'Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914–1918. Karl Prümer – Hermann Wette – Karl Wagenfeld – Augustin Wibbelt (daunlots. internetbeiträge des christine-koch-mundartarchivs am maschinen- und heimatmuseum eslohe, nr. 50), Eslohe 2012, S. 44–111, siehe: [2].
  4. a b Karl Wagenfeld, in: Lexikon westfälischer Autorinnen und Autoren. 1850–1900
  5. Zit. nach den Angaben der Ausstellung „Karl Wagenfeld und Agnes Miegel“ im Rathausfoyer der Stadt Lünen im November 2011, dort: Karl Wagenfeld. Dichter westfälischer Mundart und Gründer des Westfälischen Heimatbundes, siehe: [3].
  6. So 1928 vor dem Hausfrauenbund in Meschede, zit. nach den Angaben der Ausstellung „Karl Wagenfeld und Agnes Miegel“ im Rathausfoyer der Stadt Lünen im November 2011, siehe: [4].
  7. Zit. nach den Angaben der Ausstellung „Karl Wagenfeld und Agnes Miegel“ im Rathausfoyer der Stadt Lünen im November 2011, siehe: [5].
  8. Stefan Werding, Zu viel Ehre für Karl Wagenfeld?, in: Westfalenspiegel, 1-2011, S. 52–53, siehe: [6].
  9. a b Alle Zitate und alle sonstigen Aussagen in diesem Abschnitt in: Aktuell diskutierte Straßennamen. Wagenfeldstraße. Stadt Münster, abgerufen am 20. Februar 2014.
  10. Zit. nach: Matthias Lehmkuhl, Bürgerinformation zur Straßen-Umbenennung. Nazis und Heimatdichter: Wagenfeld, Castelle, Stehr, in: Münstersche Zeitung, 5. Juni 2012, siehe: [7].
  11. Rainer Schepper: Karl Wagenfeld – ein Wegbereiter des Nationalsozialismus. Spuren eines deutschen Heimatdichters, in: Quickborn. Zeitschrift für plattdeutsche Dichtung und Sprache 80 (1990), S. 104–120, hier: S. 106f.
  12. Karl Heinrich Waggerl, Gesammelte Werke, Bd. 2, Münster 1956, S. 359.
  13. Die Angabe - siehe: [8] - steht in Widerspruch zu der Folgenden, die auf 1938 datiert: Renate von Heydebrand, Literatur in der Provinz Westfalen 1815-1945, Münster 1983, S. 241.
  14. Siehe z. B. das Münsteraner zeitgeschichtliche Gutachten: „Beschlussvorlage“ in: [9].
  15. So die Begründung des einstimmigen Beschlusses (bei einer Enthaltung) zur Namensaberkennung durch die Kommission Straßennamen, siehe: [10]; siehe auch: Stadt Münster - Der Oberbürgermeister, Öffentliche Beschlussvorlage [mit umfangreicher Wagenfeld-Vita], 11. Mai 2012, als pdf-Datei auf: [11].
  16. Gaby Decker: Hitzige Diskussionen über Straßennamen. Rat beschließt Umbenennung von „Maria-Kahle-Weg“ und „Karl-Wagenfeld-Straße“. In: Sauerlandkurier. 15. Dezember 2013, abgerufen am 11. Februar 2014 (PDF; 11,42 MB).
  17. Hans Lüttmann: Hauptausschuss stimmt für Umbenennung der Castelle-, Stehr- und Karl-Wagenfeld-Straße: Am Eisenwerk, Ringelnatz, Lindesay. In: Westfälische Nachrichten. 13. September 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  18. Zu Emsdetten, Ibbenbüren, Laer: Kreis Steinfurt. Emotionale Debatten. In: Westfälische Nachrichten. 8. September 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  19. Britta Linnhoff: Umstrittene Straßennamen: Dohlenweg statt Agnes-Miegel-Straße. In: Ruhrnachrichten. 23. März 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  20. Christian Bödding: Umbenennung der Karl-Wagenfeld-Straße. Den Nazis zu nah. In: Münstersche Zeitung. 17. Januar 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  21. Christian Bödding: Karl Wagenfeld. Zu viel der Ehre? In: Münstersche Zeitung. 8. November 2011, abgerufen am 11. Februar 2014.
  22. Kreis Steinfurt. Emotionale Debatten. In: Westfälische Nachrichten. 8. September 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  23. a b Anne Eckrodt: Rat der Stadt Ochtrup beschließt Umbenennung. Castelle- und Wagenfeldstraße bekommen neue Namen. In: Tageblatt für den Kreis Steinfurt. 14. Dezember 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  24. gl: Rat gegen den Wagenfeld-Weg. In: Die Glocke. 27. Oktober 2011, abgerufen am 11. Februar 2014.
  25. ag: Aus Karl Wagenfeld wird Lavendelweg. Bezirksausschuss votiert für Straßen-Umbenennung. In: Neue Westfälische. 7. September 2013, abgerufen am 11. Februar 2014.
  26. Jens Kampferbeck: Castelle- und Wagenfeld-Straße einstimmig umbenannt. „Namen haben nichts mehr auf den Straßenschildern der Stadt zu suchen“. In: Münsterländische Volkszeitung. 28. Dezember 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  27. Fraktionsübergreifende Entscheidung des Stadtrats nach Beratung mit dem wissenschaftlichen Referenten Karl Ditt des LWL, siehe: [12],
  28. NS-Vergangenheit: Straße soll umbenannt werden, siehe: [13]
  29. Christian Wolff: Historiker und Pfarrer gegen Straßenumbenennung. Leidinger: Agnes Miegel war keine NS-Poetin. In: Ahlener Zeitung. 6. Dezember 2013, abgerufen am 11. Februar 2014.
  30. http://www.cbgnetwork.org/downloads/Stellungnahme_Stadtarchiv_Dortmund.pdf
  31. Siehe auch: Katharina Stütz, in: Review of "Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur". H-Soz-u-Kult, H-Net Reviews. September, 2011, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  32. uw, Wagenfeldstraße erhält neues Legendenschild. In: Westfälischer Anzeiger vom 10. Juni 2010, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  33. Stefan Grothues: Lieber kritische Zusatzschilder. Mehrheit im Kulturausschuss gegen Straßenumbenennung. In: Münsterland Zeitung. 24. Oktober 2012, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  34. Jürgen Otto: Umstrittener Name bleibt. In: Dreingau Zeitung. 30. März 2012, abgerufen am 11. Februar 2014.
  35. Castelle- und Wagenfeldstraße in St. Arnold Zwölf wollen Namen behalten. In: Münsterländische Volkszeitung. 11. März 2011, abgerufen am 11. Februar 2014.
  36. Claudia Feld: Neue Straßenschilder: Kant und Kästner ersetzen Castelle und Wagenfeld. In: Münstersche Zeitung. 31. August 2011, abgerufen am 11. Februar 2013.
  37. Karin Völker: Schulkonferenz votiert für Umbenennung. Wagenfeld-Realschule will Landois als neuen Namen. In: Westfälische Nachrichten. 29. Januar 2013, abgerufen am 11. Februar 2014.
  38. Martin Kalitschke: Debatte an der Karl-Wagenfeld-Schule. Zoo-Verein verteidigt Professor Landois als würdigen Namensgeber. In: Westfälische Nachrichten. 2. Juni 2013, abgerufen am 11. Februar 2014.
  39. Zur Diskussion in Arnsberg siehe die folgende private HP: [14].
  40. Heinrich Karl Adolf Krüger: Geschichte der niederdeutschen oder plattdeutschen Literatur vom Heliand bis zur Gegenwart, Schwerin, Stillersche Hofbuchhandlung, 1913, S. 157.
  41. Richard Dohse, Neuere deutsche Literatur, Frankfurt (Main) 1920, S. 64.
  42. Johannes Wibbelt: Karl Wagenfeld. in: Pädagogische Post. Katholische Zeitschrift für Erziehung und Bildung, 3 (1924), Nr. 52, S. 697-699, hier: S. 699.
  43. Wolfgang Stammler: Geschichte der niederdeutschen Literatur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Teubner, 1920. Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1968, S. 124.
  44. Adolf Bartels, Geschichte der deutschen Literatur. Große Ausgabe in drei Bänden, Die neueste zeit, Leipzig 1928, S. 640, 906.
  45. Wilhelm Kühlmann u. a. (Hrsg.), Killy-Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums, 2., vollständig überarbeitete Auflage, Bd. 12: Vo–Z, Berlin und New York 2011.
  46. Robert Peters/Friedel Helga Roolfs, Plattdeutsch macht Geschichte. Niederdeutsche Schriftlichkeit in Münster und im Münsterland im Wandel der Jahrhunderte, Münster 2009, S. 196.
  47. LWL (Hrsg.), Portal Westfälische Geschichte, Karl Wagenfeld, siehe: [15].

Werke[Bearbeiten]

  • Daud un Düwel. 3. Aufl. Hermes, Hamburg 1919. (Digitalisat)

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Bürger: Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914–1918. Karl Prümer – Hermann Wette – Karl Wagenfeld – Augustin Wibbelt. Eslohe 2012, S. 44–111. PDF-Download
  • Karl Ditt: Karl Wagenfeld 1869–1939. Dichter, Heimatfunktionär, Nationalsozialist? In: Matthias Frese (Hrsg.): Fragwürdige Ehrungen!? Münster 2012, S. 179–232
  • Walter Gödden: Belastete Straßennamen. Westfälische Autorinnen und Autoren der NS-Zeit, in: Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, Matthias Frese (Hrsg.), Ardey: Münster 2012
  • August Kracht: Die Weltanschauungsdichtungen Karl Wagenfelds, Dissertation, Universität Rostock, 1933
  • Rainer Schepper: Karl Wagenfeld – ein Wegbereiter des Nationalsozialismus. Spuren eines deutschen Heimatdichters. In: Quickborn. Zeitschrift für plattdeutsche Dichtung und Sprache, 80 (1990), S. 104–120.
  • Christoph Schmidt, Nationalsozialistische Kulturpolitik im Gau Westfalen-Nord. Regionale Strukturen und lokale Milieus (1933-1945), Paderborn 2006
  • Das ins Netz eingestellte und hier zitierte Lexikon westfälischer Autorinnen und Autoren erschien in Printfassung als: Westfälisches Autorenlexikon, Im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hrsg. und bearbeitet von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp unter Mitarbeit von Annette Gebhardt, Paderborn 1997, 4 Bände
  • Marcus Weidner, Wagenfeld, Karl, in: Die Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe während des Nationalsozialismus. Datenbank der Straßenbenennungen 1933-1945, Münster 2013ff.

Weblinks[Bearbeiten]