Lebes Gamikos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
rotfiguriges Fragment eines Lebes Gamikos des Malers von Athen 1454 (um 430/20 v. Chr.) im Louvre (CA 1679)

Lebes Gamikos (= Hochzeitskessel) ist ein in der griechischen Töpferkunst verwendetes Tongefäß.

Das als Lebes Gamikos bezeichnete Gefäß ist groß mit rundlichem Körper, langem zylindrischen Hals, flacher Mündung und zwei Doppelhenkeln. Es wurde während der Hochzeitsriten verwendet und gehörte zu den Brautgeschenken. Lebetes Gamikoi wurden auch gefunden als Grabbeigabe beim Totenkult und als Geschenk an Fruchtbarkeitsgottheiten bei Weihungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friederike Harl-Schaller: Zur Entstehung und Bedeutung des attischen Lebes Gamikos. In: Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes. 50, 1972–75, ISSN 0078-3579, Beiblatt S. 151–170.
  • Marina Sgourou: Lebetes gamikoi. In: John Oakley (Hrsg.): Athenian Potters and Painters (= Oxbow Monograph 67). Oxbow Books, Oxford 1997, ISBN 1-900188-12-0, S. 71–83.