Stamnos

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Stamnos des Vasenmalers Polygnotos, etwa 430-420 v. Chr., Archäologisches Nationalmuseum Athen

Ein Stamnos (Mehrzahl Stamnoi) war ein dickbauchiges, der Amphora ähnliches Vorratsgefäß im antiken Griechenland. Stamnoi hatten einen kurzen Hals und seitlich zwei horizontale Henkel am Gefäßkörper. Das Gefäß zur Aufbewahrung von Wein, Öl und anderen Flüssigkeiten wurde in archaischer Zeit wahrscheinlich in Lakonien oder Etrurien entwickelt. Typisch war ein Deckel für das Gefäß. Auf griechischen Inschriften wurde das heute als Pelike bekannte Gefäß mit Stamnos beschriftet, dennoch hat sich heute in der Archäologie die beschriebene Zuweisung durchgesetzt. In Athen wurde der Stamnos um 530 v. Chr. eingeführt und nahezu ausschließlich für den Export nach Etrurien produziert. Heute sind fast 400 Stamnoi erhalten.

Auf rotfigurigen Vasenmalereien wird der Stamnos als wichtiges Gefäß während dionysischer Frauenfeste dargestellt. Daher rührt auch der Name Lenäenvasen. Eine Verwendung in attischen Kulten ist nicht zuletzt wegen der nichtattischen Herkunft fraglich.

Literatur[Bearbeiten]

 Commons: Stamnos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien