LiBeraturpreis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der LiBeraturpreis ist ein Literaturpreis, der von 1987 bis 2012 vom Verein Initiative Liberaturpreis im Ökumenischen Zentrum Christuskirche in Frankfurt am Main ausschließlich an Autorinnen aus Afrika, Asien und Lateinamerika vergeben wurde. Der Anlass, diesen Preis zu stiften, war, dass in der entwicklungspolitischen Diskussion viel von der materiellen Armut der Länder des Südens die Rede ist, jedoch zu wenig von deren kulturellem Reichtum, sowie die geringe Zahl von übersetzten Werken von Autorinnen aus diesen Ländern. Der Preis war bis 2012 mit einem Preisgeld von 500 Euro, sowie einer Einladung zur Frankfurter Buchmesse verbunden.

Seit 2013 wird der Preis von Litprom unter Regie der Frankfurter Buchmesse vergeben. Der LiBeraturpreis ist seitdem mit einem Preisgeld von 3000 Euro und einer Einladung zur Frankfurter Buchmesse verbunden. In einem heute nicht mehr im Netz verfügbaren Online-Artikel des Goethe-Instituts wurde dem LiBeraturpreis einiger Stellenwert zugeschrieben, da er die Aufmerksamkeit auf Kulturleistungen der so genannten Dritten Welt lenke. Anke Sauter: Im Dickicht der Literaturpreise. Goethe-Institut, Online-Redaktion, Dezember 2006

Seit 2001 vergab die Initiative LiBeraturpreis zusätzlich einen Förderpreis, um Autorinnen für den deutschsprachigen Raum zu „entdecken“, von denen noch keine Texte in deutscher Übersetzung vorliegen. Mit dem Förderpreis war eine Einladung zur Leipziger Buchmesse verbunden, um damit auch die Aufmerksamkeit der Verlage zu wecken.

LiBeratur-Preisträgerinnen[Bearbeiten]

Die bisherigen Preisträgerinnen sind:

Förderpreisträgerinnen[Bearbeiten]

Die bisherigen Preisträgerinnen sind:

  • 2001: Mirta Yañez (Kuba), Havanna ist eine ziemlich große Stadt. Atlantik Verlag 2001
  • 2002: Yanick Lahens (Haiti), Tanz der Ahnen. Rotpunkt Verlag 2003
  • 2003: Spôjmaï Zariâb (Afghanistan), Mein Hahn. Suhrkamp Verlag 2005
  • 2004: Lee Hye-kyoung (Korea) Das Haus am Weg. Pendragon Verlag 2005
  • 2005: Tanella Boni (Elfenbeinküste) Matins de couvre-feu, deutscher Verlag noch offen
  • 2007: Maissa Bey (Algerien) Surtout ne te retourne pas, deutscher Verlag noch offen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.buchreport.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/datum/2010/07/01/liberaturpreis-2010-fuer-claudia-pineiro.htm
  2. http://www.boersenblatt.net/449929/

Weblinks[Bearbeiten]